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Google Insider bzw. Local Guide: „City Experts“ wird umbenannt

Das "Google City Experts" Programm stellt eine gezielte Maßnahme zur Verstärkung der Nutzerbasis auf Google+ Local dar. Vergleichbar mit der "Yelp Elite" zeichnen sich die "Power User" von Google+ Local dadurch aus, dass sie regelmäßig viele umfangreiche und aussagekräftige Bewertungen zu lokalen Anbietern in ihrer Region auf Google+ Local veröffentlichen. Ähnlich wie bei Yelp incentiviert Google die Aktivität der lokalen "Experten" mit Einladungen zu ausgewählten Events vor Ort und einem gesonderten Status, der auf Google für andere Nutzer sichtbar ist. Gestartet im Oktober 2013 hat Google das Programm nun in "Local Guides" umbenannt. Schauen wir uns mal im Detail an, was für Neuerungen mit der Umbennung von "City Experts" zu "Local Guides" einhergehen.

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google city experts wird zu local guides

Ähnlich wie beim Vorläufer „Google City Experts“ bietet das „Insider“ Programm, seinen Mitgliedern kleinere „Dankeschöns“ als Belohnung für die regelmäßige Veröffentlichung von hochwertigen Bewertungen.

Vor diesem Hintergrund möchte ich kurz auf meinem Beitrag „Google “City Experts”: Mehr Bewertungen dank Gewinnspielen?“ hinweisen, in dem ich mich detailliert mit den Vor- und Nachteilen sowie offensichtlichen Risiken befasst habe, die mit der gezielten Incentivierung von Bewertungen einhergehen.

Google schreibt hierzu auf der dazugehörigen Informations-Seite:
„Insider ist eine globale Community, die aus den Top-Verfassern von Bewertungen auf Google besteht. Je mehr Bewertungen Sie schreiben, von desto mehr Vorteilen können Sie profitieren.“

Als freiwilliger Helfer und Teilnehmer des „Insider“ Programms startet man generell auf Level 1. Dies geht einher mit Zugriff auf den monatlichen Newsletter. In einigen Ausgewählten Ländern erhalten auch Level 1 Insider bereits Einladungen für Wettbewerbe unter den Mitgliedern.

Ab 5+ Bewertungen nehmen „Insider“ Mitglieder an Hangouts mit „Trendsettern, Kennern und Google-Mitarbeitern aus der ganzen Welt“ teil. Man hat überdies die Möglichkeit für eigenen Insider-Treffen via Google zu werben und man erhält Zugriff auf Beta-Tests von neuen Google-Produkten und -Funktionen.

Ab 50+ Bewertungen erreicht man als „Insider“ Level 3. Damit geht einher, dass man in der Google Maps App als Bewerter mit einem Insider-Logo geschmückt und hervorgehoben wird. Man hat außerdem Zugriff auf die nicht öffentliche Google+ Community und kann sich als Moderator für eine Insider-Google+ Community bewerben. In einigen ausgewählten Städten erhalten Level 3 „Insider“ Einladungen zu exklusiven Events.

Ab 200+ Bewertungen kommt man für eine Vorstellung auf den offiziellen Google+ Profilen auf den Plattformen Facebook, twitter und Google+ infrage. Darüber hinaus erhalten Level 4 „Insider“ jährlich ein kleines Dankeschön für die hochwertigen Bewertungen, die zu Google Maps beigesteuert werden. Wie das „Dankeschön“ aussieht, bzw. welchen Umfang ein solches Geschenk einnimmt, wird dabei nicht näher spezifiziert.

Google Insider: Unterschiedliche Experten-Level

Google Insider

Der Insider-Kodex: Regeln für seriöse Bewertungen

Selbstverständlich kann ein solches Programm nur funktionieren, wenn sich alle Teilnehmer daran halten „sauber zu bleiben“. Das heißt, es dürfen keine unwahren Bewertungen veröffentlicht werden, ebenso wie auch Gefälligkeitsbewertungen nicht den Richtlinien entsprechen. Darüber hinaus werden auch Aspekte wie „informativ“, „wahrheitsgetreu“, „respektvoll“, „guter Schreibstil“, etc. in den „Tipps zum Verfassen gelungener Erfahrungsberichte“ hervorgehoben.

Eigens mit Blick auf das Insider-Programm hat Google zudem die Seite „Der Insider-Kodex“ neu angelegt. Dort wird anhand von sechs Verhaltensweisen recht gut klargestellt, welche Herangehensweise sich Google von angehenden Insidern wünscht:

  • Setzen Sie ein Zeichen
  • Unbestechlichkeit ist sympathisch
  • Bleiben Sie fair
  • Teilen Sie Geheimtipps
  • Teilen Sie Begeisterung
  • Verlassen Sie ausgetretene Pfade

Auf der entsprechenden Hilfe-Seite findet man zu diesen einzelnen Punkten noch weiterführende Informationen, die den Insider-Kodex genauer spezifizieren.

Die Google-Insider FAQ

Solch ein neues, umfassendes Programm wirft selbstverständlich auch etliche Fragen auf. Google versucht diese in Form einer relativ umfangreichen Insider-FAQ zu beantworten.

Einige der interessantesten Fragen möchte ich der Vollständigkeit hier im originalen Wortlaut wiedergeben. Die restlichen Fragen kann man sich in aller Ruhe in der FAQ durchlesen:

„Ich bin Geschäftsinhaber. Kann ich auch bei Insider mitmachen?“
Insider richtet sich zwar an Verbraucher, aber auch Geschäftsinhaber können als Einzelperson an der Community teilnehmen, sofern sie die Kriterien erfüllen. Das Einwerben von Bewertungen für ein bestimmtes Unternehmen jedoch oder Eigenwerbung (mithilfe von Rabatten, Werbegeschenken usw.) ist bei Insider grundsätzlich nicht erlaubt. Dies gilt sowohl online als auch offline bei Community-Aktivitäten, Veranstaltungen und öffentlichen Diskussionen von Insider. Verletzt eine Person diese Vorschriften nachweislich, kann sie vom Insider-Programm ausgeschlossen werden.

„Wird Google mich bezahlen oder mir in irgendeiner Weise Ausgaben für meine Veranstaltung oder Aktivität erstatten?“
Nein. Aktuell kann Google keine Ausgaben für inoffizielle Treffen erstatten.

Welche Einschränkungen gibt es, wenn ich mich als Insider registrieren möchte?
Nur Personen ab 18 Jahren können Insider werden. Für weitere Informationen lesen Sie bitte die Google-Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen von Google+.

Kann ich meine Google+ Seite für Insider verwenden?
Nein. Insider richtet sich an Einzelpersonen, nicht an Marken oder Unternehmen. Sie können jedoch mit Ihrem persönlichen Google+ Profil teilnehmen. Wenn Sie der Ansicht sind, dass es Ihrer Marke nutzt, können Sie auch Bewertungen für Ihre Google+ Seite schreiben. Diese werden allerdings nicht in unserem Programm gezählt.

Kann ich mehrere Insider-Konten haben oder mein Insider-Konto mit einem anderen Google-Konto verwenden?
Bei Insider werden nur die Bewertungen eines Google-Kontos pro Person berücksichtigt – des Kontos, das bei der Registrierung angegeben wurde. Bewertungen können nicht auf ein anderes Konto übertragen werden.

Als Google Insider registrieren

Wer sich für das Insider Programm interessiert kann sich in wenigen Schritten registrieren indem man sich mit seinem Google+ Account anmeldet. Anschließend kann man bewerten was das Zeug hält!

Fazit

Anders noch als zum Start der „City Experts“ vor einem Jahr, hält sich Google mittlerweile sehr bedeckt, was die Incentivierung der „Insider“ anbelangt. Waren seinerzeit noch Gerüchte zu Freikarten für „Beer Festivals“ und ähnliche Veranstaltungen zu hören und zu lesen, so ist nun eigentlich nicht mal mehr die Rede von konkreten Incentives, es ist allenfalls von einem „Dankeschön“ die Rede.

Vermutlich hat Google aber auch die Problematik erkannt, die eine zu starke Incentivierung von Bewertungen mit sich bringt und ist generell dazu übergegangen, dieses Thema etwas dezenter anzugehen…

Für lokale Unternehmer ist das Insider-Programm in jedem Fall interessant, denn es lassen sich nun anhand der Auszeichnung des Bewerters als „Insider“ sogenannte „Influencer“ unkompliziert identifizieren und herausfiltern, die für einen Großteil der Bewertungen verantwortlich sind. Idealerweise geht man als Unternehmen auf solche Bewerter mit ein wenig Fingerspitzengefühl zu und bedankt sich entsprechend für gute Bewertungen.

Wie so ein Ansatz funktionieren kann, wird in unserem Artikel „Zielgerichtete Online PR für bessere Review Signals und mehr Webseiten-Besucher“ erötert.


2 Antworten zu “Google Insider bzw. Local Guide: „City Experts“ wird umbenannt”

  1. Svetlana sagt:

    Ich würde immer noch lieber Yelp elite sein. Außerdem ist es einfacher Yelp Bewertungen von meinem Handy zu senden.

  2. […] Google City Experts wird umbenannt – Vergleichbar mit der “Yelp Elite” zeichnen sich die “Power User” von Google+ Local dadurch aus, dass sie regelmäßig viele umfangreiche und aussagekräftige Bewertungen veröffentlichen. Weiter… […]

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