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SEO-Recherche: Wettbewerber mit dem Google AdWords Keyword-Planer „anzapfen“ und mehr…

Das Thema Keyword-Recherche stellt im Rahmen von SEO-Maßnahmen einen der wichtigsten Punkte dar. Ohne inhaltlich fokussierte Inhalte, in denen relevante Suchbegriffe eingebettet sind, ist es nicht möglich relevanten Traffic für eine Website zu generieren. Experimente mit Inhalten für spezifische Suchbegriffe ermöglichen es jedoch mehr über die expliziten Ziele und die impliziten Intentionen der Nutzer herauszufinden. Um dies zu bewerkstelligen bieten sich etliche Methoden zur Keyword-Recherche, wie beispielsweise eine übergreifende Konkurrenz-Analyse mit einem WDF*p*IDF Tool, die Auswertung der Suchdatenbank eines Online-Shops, oder die Schaltung einer Google AdWords-Kampagne an u.v.m. Eine weitere interessante Alternative bietet jedoch auch der Google Keyword-Planer, der unlängst das AdWords Keyword-Tool abgelöst hat. Im heutigen Beitrag stelle ich ein paar Ansätze vor, mit denen man - unter Einbeziehung von Wettbewerbern sowie anderen taxonomisch sinnvoll organisierten Websites - an Inspirationen zu neuen Inhalten für die Firmen-Website gelangt.

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Keywords

Die allermeisten werden die folgende Situation gut kennen: Man ist zu einem Gespräch mit einem potenziellen Kunden eingeladen und möchte dabei selbstverständlich möglichst viele kritische Punkte ansprechen, für die man SEO-Dienstleistungen verkaufen kann. Angesichts des immens hohen Stellenwerts einer relevanten Keyword-Recherche bietet sich dieses Thema bei den allermeisten Websites an.

Doch was macht man, wenn man keinen Zugriff auf die Google Analytics-Daten des Unternehmen hat? Ganz abgesehen davon, dass dank „not provided“ ohnehin nur noch ein Bruchteil der Suchbegriffe, die organischen Traffic liefern, reported wird…

Ein paar Alternativen und Ansätze zur Keyword-Recherche hat mein Kollege Alexander Kasten bereits vor kurzen in einer zweiteiligen Beitragsreihe im WinLocal Blog vorgestellt:

Im heutigen Beitrag drehen sich die Recherche-Methoden, die ich – inspiriert durch Dan Shures hervorragenden Artikel – vorstellen möchte, zu 100% um den Google AdWords Keywordplaner, der in seinen grundsätzlichen Funktionsweisen bereits von unserem AdWords-Profi Eckart Backofen detailliert im WinLocal-Blog vorgestellt wurde.

Google AdWords

Überblick

Folgende Methoden zur Keyword-Recherche mit dem Google Keyword-Planer möchte ich heute anhand von Beispielen vorstellen:

  • Sinnvoll strukturierte Kataloge (Wikipedia & Co.) auswerten
  • Websites von erfolgreichen Wettbewerbern „anzapfen“
  • Thematisch passende Foren analysieren
  • Social Media Communities abschöpfen

Die Liste ist erheblich erweiterbar und soll nur als erster Orientierungspunkt bei der Zusammenstellung von eigenen Recherche-Ansätzen dienen. Der größtmögliche Nutzen lässt sich aus der Methodik ziehen, wenn man möglichst viele unterschiedlichen Typen an Websites zur Recherche mit dem Keyword-Planer heranzieht. Für eine gezielten Keyword-Recherche ist es jedoch notwendig, weitere Methoden zur Feststellung der Relevanz gewisser Suchbegriffe heranzuziehen.

Weiterführende Informationen rund um das Thema Keyword-Recherche findet man beispielsweise bei den geschätzten Branchenkollegen Karl Kratz oder Eric Kubitz in folgenden Artikeln:

Der Einstieg in den Google AdWords Keyword-Planer

Google Keywordplaner Startseite

Da wir uns heute für die Recherche nach neuen, relevanten Keywords interessieren, wählen wir auf der Startseite des Google Keyword-Planer den ersten Menüpunkt „Ideen für neuen Keywords und Anzeigengruppen suchen“ aus.

Google AdWords Keywordplaner Einstellungen

Im nächsten Schritt ignorieren wir das erste Feld „Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung“, sondern tragen unter „Ihre Zielseite“ die gewünschte Website ein, die der Google Keyword-Planer für uns untersuchen soll.

Welche Websites man nun auswählen könnte, was die unterschiedlichen Website-Typen im Kontext einer Keyword-Recherche leisten können, wie man die Keyword-Filter verwendet und wie man den Google Keyword-Planer zur Erlangung unterschiedlicher Perspektiven auf die Nutzerpsychologie dank der Arbeit anderer Leute „missbrauchen“ kann, wird in den folgenden Abschnitten detailliert erläutert.

Als Ausgangspunkt versetzen wir uns die Lage eines lokalen Spielwarengeschäfts, dass sich auf das Themenfeld „Modellbau, RC-Modelle, Fernsteuerungen, etc.“ spezialisiert hat. Mit der neuen Website möchte der Anbieter zum Einen im lokalen Umfeld von interessierten Nutzern gefunden werden. Darüber hinaus plant der Ladeninhaber auch mit einem Online-Shop an den Start zu gehen und möchte im Vorfeld eruieren, mit welchen Suchbegriffen die Nutzer diese Themenwelt erschließen.

Wikipedia-Seite für „Modellbau“

Google Keywordplaner Wikipedia analysieren

Wie man in diese ungefilterten und nach Anzahl der „Durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat“ sortierten Ansicht erkennt, bleibt man bei eine derartigen Herangehensweise in jedem Fall erst mal „an der Oberfläche“. Es werden zuverlässig die wichtigsten Begriffe aufgeführt, die von den Wikipedia-Editoren hinsichtlich des Themas „Modellbau“ als für wichtig erachtet wurden und für die Google ausreichend Daten aus der Schaltung von Google AdWords vorliegen.

Um nun herauszufinden welche Begriffe weniger Wettbewerb ausgesetzt sind, tendenziell nicht-kommerziell sind und dabei ein gerade noch akzetables Suchvolumen aufweisen, ist es notwendig den Keyword-Filter zu verwenden:

Google Keywordplaner Filter

Für das Beispiel habe ich „größer oder gleich 50 monatliche Suchanfragen“ ausgewählt und dies zusätzlich noch durch „niedrigen Wettbewerb“ und ein AdWords-Gebot von unter 0,50€ spezifiziert. Die gefiltert angezeigten Suchbegriffe (die übrigens bei Filterung nicht immer weniger, sondern teilweise sogar mehr werden!) weisen eine recht spezialisierte Sicht auf das Thema Modellbau auf.

Google Keywordplaner Filtern verfeinern

Man erkennt anhand der gefilterten Suchbegriffe recht schnell, dass hier Probleme und offene Fragen von Nutzern formuliert werden. Eine kompetente Antwort auf die Frage „Wie wird Plastik hergestellt?“, die gut strukturiert die unterschiedlichen, im Modellbau verwendeten Plastiksorten und deren Herstellungsweise aufführt, ist nicht nur in der Lage kontinuierlich für relevanten Traffic zu sorgen, sondern kann auch über lage Zeit hinweg das Ziel von freiwilligen Verlinkungen sein.

Ein derartiger „natürlich-passiver“ Linkaufbau über die Erstellung von nützlichen Inhalten mit Mehrwert, lässt sich mittels der verfeinerten Recherche über den Google Keyword-Planer recht gut Schritt-für-Schritt vorantreiben. Neue Domains haben in der Regel ohnehin nur wenig Chancen für die umkämpften Ein-Wort-Suchbegriffe in der Google Suche zu ranken.

Es kann daher auch aus Traffic-Sicht zunächst sinnvoll sein, sich mit vollem Elan auf die Erstellung von spezialisierten Inhalten zu stürzen, bevor man „sich die Zähne“ am Top-Suchbegriff der jeweiligen Branche „ausbeißt“. Aus diesem Grund steigen wir nun zusammen mit dem Modellbau-Unternehmer in das Unterthema „Modellbau Autos“ ein und versuchen auch dort den Google Keyword-Planer für uns arbeiten zu lassen.

Wikipedia-Seite für „Modellbau Autos“

Google AdWords Keywordplaner Suchbegriffe sukzessive verfeinern

Es macht in jedem Fall Sinn, wenn man auch bei Wikipedia für die Recherche nach Suchbegriffen die zu bestimmten Unterkategorien passen, eine spezialisierte Wikipedia-Unterseite heraussucht und diese durch den Google Keyword-Planer „jagt“.

Bei dem im Beispiel verwendeten Filter („vorgeschlagenes Gebot gleich oder mehr als 0,30€“) gelangt man beispielsweise zu den kommerziellen Dauerbrennern „Automarken“ für die Unterkategorie „Modellautos“.

Man findet auf diese Weise aber auch heraus, dass die Nutzerabsicht „Modellauto selber bauen“ ebenfalls kommerziell besetzt ist, bzw. von Unternehmen bereits als AdWords-Anzeige in der Google Suche dafür verwendet wird, relevante Nutzer zu einer Website zu führen. Die implizite Kaufabsicht, die sich vordergründig aus diesem Suchbegriff nicht unbedingt auf den ersten Blick ergibt, ist scheinbar gegeben und von Wettbewerbern erprobt.

Spezialisiertes Modellbau-Wiki Unterseite „Fahrzeugmodelle“

Google AdWords Keywordplaner Unterkategorien noch tiefer verfeinern

Die Auswertung der Unterseite „Fahrzeugmodelle“ des Modellbau-Wiki zeigt nach Filterung der Keyword-Ideen („vorgeschlagenes Gebot gleich oder mehr als 0,30€“), dass das Themenumfeld „elektronische Bauteile in Modellfahrzeugmotoren“ in jedem Fall eine kommerzielle Komponente in sich birgt, die auch noch zu einem hohen Wettbewerb in der AdWords-Schaltung führt.

Es wird voraussichtlich nicht einfach sein, gute Rankings mit Inhalten zu diesen transaktionalen Keywords zu erzielen, doch wenn dies geschieht, darf man sich bei adäquater Landingpage-Gestaltung im Online-Shop sicher sein, daraus einen kommerziellen Erfolg herzuleiten.

Erfolgreicher Wettbewerber Conrad Online-Shop

Google AdWords Keywordplaner Unterkategorien noch tiefer verfeinern

Als Beispiel für einen „erfolgreichen Wettbewerber“ soll hier der Conrad Online-Shop dienen. Filtert man die Keyword-Vorschläge nach „Durchschnittlich gleich oder mehr als 500 Suchanfragen pro Monat“ und wählt dabei den Filter „Niedriger Wettbewerb“, so tauchen hauptsächlich Modellbau Marken in den Suchbegriffen auf, die vom Google Keywordplaner vorgeschlagen werden.

Die Modellbau-Marken als Keywords zeichnet daher folgendes aus:
Sie werden recht häufig gesucht, die Gebot für Anzeigen variieren teils sehr stark und die Wettbewerb um Anzeigen ist recht niedrig.

Was kann man für SEO daraus ableiten?
Man darf davon ausgehen, dass die Konkurrenzdichte in den Suchergebnissen verhältnismäßig hoch ist, aber ganz klar von den Domains der Markeninhaber dominiert werden. Dies ist auch voll im Sinne von Google, da „Brands“ in den letzten Jahren immer mehr Platz auf den SERPs eingeräumt wurde (Mega-Sitelinks, Knowledgegraph, etc.).

Der niedrige AdWords-Wettbewerb zeigt auf, dass die Begriffe kommerziell nur schwer zu verwerten sind, da nicht klar ist, was der Nutzer bei der Verwendung dieser Brand-Keywords intendiert (Informationssuche? Transaktion durchführen? Navigation?). Man sollte sich daher gut überlegen, ob man die Investition in die SEO-Maßnahmen und in die Content-Erstellung, um für Modellbau-Markenbegriffe organisch zu ranken, nicht besser in einem effizienteren Begriffsumfeld tätigt, bei dem sichergestellt ist, dass die transaktionale oder informative Komponente eindeutig gegeben ist.

Spezialisiertes Modellbau-Forum Wettringer-modellbauforum.de

Google AdWords Keywordplaner Nischen finden dank filtern

In diesem Beispiel habe ich mir ein gut frequentiertes, spezialisiertes Modellbau-Forum herausgesucht und erst mal die Startseite in den AdWords Keyword-Planer eingegeben.

Der Filter ist hier auf „vorgeschlagenes Gebot gleich oder weniger als 0,10€“ eingestellt, um kommerzielle Suchbegriffe mit hohem Transaktionsvolumen auszuschließen.

Hierdurch erhält man eine Auflistung – hier aufsteigend nach „Wettbewerb“ sortiert – in der allerhand Nischen-Suchbegriffe aufgeführt werden. Diese weisen isoliert betrachtet kein hohes Suchvolumen auf.

Erstellt man jedoch viele Unterseiten nach diesem Muster, so kann man für viel relevanten Traffic sorgen, den man mit guten Antworten auf die gestellten Fragenm bzw. mit adäquaten Lösungen für Probleme zufriedenstellen kann.

Ein derartiger Ansatz ist dann eher als passives Linkbuilding und den Aufbau einer guten Online-Reputation im Bereich „Modellbau“ zu werten, denn als Konsolidierung eines relevanten Keyword-Sets, das sich kommerziell ausschlachten lässt.

Exkurs: Weiterführende Recherche für den Linkaufbau über die gezielte Erstellung von relevanten Inhalten

Wenn man sich die Suchbegriffe aus der letzten Analyse des Keywordplaner anschaut, dann fällt auf, dass diese im kaum kommerziell sind. Dafür würde aber eine adäquate Beantwortung des Problems vielen Nutzern weiterhelfen, die leidenschaftlich am Thema dran sind.

Diesen Aspekt gilt es unbedingt bei der Erstellung von relevanten Inhalten für den Linkaufbau im Hinterkopf zu behalten. Was bringt die schönste Content-Kampagne und vorhergende Recherche, wenn man sich ein Thema herausgesucht hat, dass zwar viele interessiert, keiner dazu aber öffentlich einstehen würde, weil es z.B. peinlich ist oder zu trivial oder zu wenig Leidenschaftliche Emotionen bei den Nutzern hervorruft.

Schauen wir uns z.B. mal an, was die Position 1 bei Google für das Keyword „Figuren bemalen“ für ein externes Linkprofil hat. Hierzu habe ich die URL einfach mal bei Majesticseo durch den Site Explorer laufen lassen.

Backlinks Majesticseo

Wie man erkennt hat diese URL in der vergangenen Zeit 111 Links von 7 unterschiedlichen Domains aus 7 verschiedenen IP-Netzen erhalten. Das ist ein schöner Wert, besonders weil die Links durch die Bank natürlich entstanden sind und in relevanten Foren und auf themenrelevanten Domains sitzen, die allesamt von begeisterten Hobby-Modellbauenthusiasten frequentiert bzw. betrieben werden.

Linkaufaufbau mit dem Google Keywordplaner in drei Schritten

Nachdem man im ersten Schritt mithilfe des Google Keywordplaner analysiert hat, welche Suchbegriffe wenig kommerziell sind und Nischen-Probleme darstellen, gilt es im zweiten Schritt die URLs zu untersuchen, die für diese Suchbegriffe organisch ranken. Ist das Aufkommen an Links, die zu dieser URL verweisen interessant, dann gilt es nun noch hilfreicheren oder ergänzenden Content zu erstellen, auf den andere Nutzer verlinken könnten. Im dritten und letzen Schritt kann man auf die Betrieber der Websites zugehen, die bereits auf die URL verlinken, die man untersucht hat und bietet diesen an, auf den neuen Content, den man erstellt hat, zu verlinken.

Ein Beispiel noch: Google+ Communites durch den Keywordplaner laufen lassen

Google Keywordplaner für aktuelle Trends

Lediglich der Vollständigkeit halber (und zur Inspiration für Euch Leser) habe ich noch kurz eine RC Modell-Community auf Google+ durch den Keywordplaner laufen lassen. Herausgekommen ist ein Überblick über die aktuellen Trends bei den umkämpften „short head“ Keywords, aus dem hervorgeht, dass „Ferngesteuerte Hubschrauber“ nicht nur DAS Thema unter RC-Modellbauenthusiasten ist, sondern auch begrifflich von den gängigen Bezeichnungen wie „RC Auto“, „RC Flugzeug“ oder „RC Bagger“ abweicht. Zwei Erkenntnisse auf die Schnelle… das kann der Google AdWords Keywordplaner auch.

Wer tiefer einsteigen möchte, dem setzt nur die eigene Kreativität im Umgang mit den recherchierten Informationen eine Grenze!

Fazit

Abschließend kann man nach diesem kurzen Einblick in die Fähigkeiten des Tools behaupten, dass Google mit dem Keywordplaner ein Instrument für SEOs geschaffen hat, dass umfassendere Analyse-Optionen bietet, als der nunmehr nicht mehr verfügbare Google AdWords-Keywordtool geboten hatte.

Nach der Analyse ausgewählter Websites von Wettbewerbern, Enzyklopädien, Foren und Social Media Communites und vielem anderem mehr, gelangt man immer tiefer in die inhaltliche Bandbreite zu einem bestimmten Thema.

Die Filter-Optionen nach Gebotshöhe und Wettbewerb (kommerzielle Relevanz) sowie nach dem Suchvolumen und den voraussichtlichen Anzeigen-Impressionen (Popularität) bieten eine gute Möglichkeit die Intention (Transaktion? Information? Navigation?) der Nutzer aus dem Keyword-Fundus herauzuarbeiten.

Selbstverständlich ist bei der Bewertung der Suchbegriffe und den damit zusammenhängenden Intentionen der Nutzer auch ein wenig Erfahrung, weiterführende Recherche und gesunder Menschenverstand vonnöten, aber das sind ja bekanntlich Aspekte, die in jeder Situation weiterhelfen.

Doch der Google Keywordplaner ist nicht nur zur Recherche von Keywords für die Erstellung von relevanten Inhalten geeignet, sondern indirekt auch für die Recherche im Vorfeld vom Linkaufbau-Maßnahmen. Hat man mithilfe der Filter-Optionen nicht-kommerzielle Suchbegriffe mit adäquatem Suchvolumen identifiziert, so kann man im nächsten Schritt die Suchergebnisse für diese Keywords analysieren und die rankenden URLs durch ein Link-Analyse Tool seiner Wahl jagen. Stellt man dabei fest, dass die Themen durchaus zu relevanten Verlinkungen führen, so kann man diese Information gezielt zur Erstellung von passendem Content für die Nutzer der eigenen Website und zur anschließenden Link-Akquise verwenden.

Selbstverständlich ist der Google AdWords Keywordplaner nicht DAS ultimative Keyword-Tool, dass man forthin verwenden muss, aber als Ergänzung zu den bisherigen Recherche-Instrumenten bietet das Tool in jedem Fall ein paar interessante Auswertungs-Optionen, von denen ich heute ein paar vorstellen wollte.


13 Antworten zu “SEO-Recherche: Wettbewerber mit dem Google AdWords Keyword-Planer „anzapfen“ und mehr…”

  1. Constantine sagt:

    Ich möchte einfach nur mal ein Lob da lassen. Der Artikel öffnet einem wirklich die Augen und kann zurecht als „supergeil“ betitelt werden! Vom Inhalt kann man sofort Gebrauch machen und ich werde diese Woche gleich davon etwas umsetzen!

    • Hallo Constantine,

      Danke für das freundliche Feedback. Ich habe den Beitrag bewußt praxisorientiert verfasst, denn anhand der Beispiele kann man das generelle Konzept prima auch auf andere Branchen übertragen.

      Gruß,
      Sebastian

  2. Elke Greim sagt:

    Zum Beitrag von Sebastian Socha:

    ich mache mir in diesem Blogbeitrag die Freude, das Anzapfen aus dem Blickwinckel des Angezapften zu betrachten und zu beschreiben, warum der Artikel von Sebastian Socha ein guter ist, mit schön erklärten Screenshots, trotzdem unserern Mitbewerbern nur bedingt nützlich sein kann.

    In unserer 20-jährigen Unternehmensgeschichte, ich habe das Unternehmen als 17-Jährige Studentin gegründet, haben wir bei LISA! Sprachreisen schon manches erlebt: Einmal hat ein Student unsere .com Domain angemietet, die für uns in Deutschland keinen Sinn machte, in der Hoffnung damit Geld zu verdienen. Die Unstimmigkeit zwischen uns und ihm konnten schnell beigelegt werden.

    Ein andermal kopierte ein spanischer Konkurrent unsere Fotos, die wir aufwendig an unseren Sprachschulen im Ausland produzieren, aus dem Internet und druckte damit einen „eigenen“ Reise-Katalog – minderer Qualität aber günstig in der Herstellung. Andere Reise-Unternehmen, z.B. eines das ihren Sitz in Italien hat, hat unsere kompletten Texte mit allen Keywords kopiert und verkauft darüber nun mehr oder weniger erfolgreich Sprachreisen.

    Sebastian Socha zeigt nun eine weitere Möglichkeit wie unsere Konkurrenz, unsere Keywords auf den Seiten abzapfen kann.

    Warum wir davor keine Angst haben, schreiben wir hier:

    1.) Keywords sind noch keine Sätze und kein Content
    2.) Keywords ohne Backlinks müssen nicht ranken
    3.) Starke Marken können durch Kopie selten verdrängt werden

    Ich schreibe das ganze etwas provokativ, es ist natürlich auch uns möglich, die Keywords mit der Methode abzuzapfen und für LISA! Sprachreisen einen theoretischen Mehrwert zu erhalten.

    Dennoch wird an unserem Beispiel schnell klar, das eine 1:1 Kopie eines internationalen Brands ohne das Hintergrundwissen, KnowHow und Kundenstamm, selten gefährlich werden kann. Ein nützliches Tool ist der Keyword-Planer von Google allemal.

    Viele Grüße

    Elke Greim
    LISA! Sprachreisen

    • Hallo Elke,

      Danke für Deine eränzenden Kommentare bzw. den Diskussionsanstoß!

      Hier meine Repliken auf Deine 3 Punkte:

      1) Aus Keywords kann man allerdings Konzepte ableiten, die schließlich in ganze Sätze münden und den Content darstellen.
      2) Keywords ranken nicht, URLs ranken. Aber ich weiß, was Du meinst: Der Inhalt muss so gut sein, dass dieser Backlinks erhält. Daher habe ich auch einen kleinen Exkurs zum Thema „Linkaufbau“ in den vorliegenden Beitrag eingeflochten…
      3) Starke Marken ohne umfassende Inhalte können nicht durch Kopien ersetzt werden, allerdings aber durch gute, neue Inhalte zum jeweiligen Thema!

      Der Artikel sollte aufzeigen, was für unterschiedliche Ansätze man mit dem Keyword-Planer bei der Keyword-Recherche ausprobieren kann. Dass dabei auch Wettbewerber „angezapft“ werden können, soll nicht den Wettbewerbern schaden, sondern Webmastern helfen, einen von mehreren möglichen Wegen bei der Recherche relevanter Suchbegriffe für die eigene Website zu beschreiten.

      Gruß,
      Sebastian

  3. Elke Greim sagt:

    Hallo Sebastian,

    ich danke Dir für die Freischaltung meines Kommentars und Deine Replik:

    1.) Das ist richtig, aus Keywords kann man Konzepte ableiten und jene in Sätze münden lassen – wer kann der kann…

    2.) Indizierte URL´s ranken, Keywords können zum Ranking einer URL führen, danke für die Präzision, das fällt bei mir auf fruchtbaren Boden. Somit können Unternehmen, die ganze Textpassagen fladern, mit dem kopierten Text ranken, wenn es ihnen gelänge, damit Backlinks zu erarbeiten, die höherwertiger sind als die des Orginals.

    3.) Ja, das mussten wir im Sommer selbst erleben. Wir wurden da verdrängt. Das Unternehmen ist aber wieder aus den relevaten Google-Suchergebnis-Positionen verschwunden. Ich weiß nicht, ob besserer Inhalt zum kurzzeitigen Verdrängen geführt hat oder nicht.

    Widersprechen muss ich beim „Schaden“. Natürlich soll das Anzapfen von Keywords und das Erstellen von reichen Inhalten dem Wettbewerber schaden. Dafür gibt es ja den Wettbewerb. Das muss nicht relativiert werden.

    Viele Grüße

    Elke Greim
    LISA! Sprachreisen

  4. Wow! Das ist der beste und gleichzeitig umfangreichste Artikel zum Thema Google Keyword-Planner, der mir bisher begegnet ist. Die Verwendung der Ziel-URL war mir bisher ein Rätsel. Deine Vorgehensweise macht Sinn. Jetzt kann ich doch gleich mal mit dem Analysieren loslegen. Danke!

    • Hallo Christian,

      Thx! Mir ist auch erst beim Schreiben und herumtesten aufgefallen, was für ein Potenzial in dem Keyword-Planer steckt. Der Artikel bildet im Grunde meinen „work-in-progress“ zu immer mehr weiterführenden Erkenntnissen in dieser Nische ab. jetzt müsste ich eigentlich nur noch einen Modellbau-Website starten 😉

      Gruß,
      Sebastian

  5. Mike Schwarz sagt:

    Danke Sebastian für diesen guten Beitrag. Ihr in Deutschland habt es noch gut. Da ergeben sich praktisch immer gewisse Suchvolumina. Hier in der kleinen Schweiz ist es halt oftmals so, dass Nischen zwar extrem interessant wären zu ranken, aber halt einfach viel zu wenig Suchvolumen bringen. Oftmals kommt bei Google Keywordplaner-Tool mit Landauswahl Schweiz „zu wenig Suchvolumen“ bzw. <10.

    Bei uns läufts darum meistens auf Moneykeywords hinaus oder auf hart umkämpfte Longtail Keywords.

    Oftmals habe ich auch erlebt, dass die in Google publizierten Suchvolumen "Lokal" gar nicht den Tatwsachen entsprechen. Sie können z.T. massiv von der Realität abweichen, in beide Richtungen positiv oder negativ.

    Viele Grüsse aus der Schweiz
    Mike Schwarz
    netzmarketing.ch – Tipps und Tricks rund um SEO

    • Hallo Mike,

      das stimmt in der Tat, dass die Realität von den Such-Volumina, die Google angibt, teilweise abweicht. Es handelt sich ja auch um ein Prognose-Tool, dass dafür gebaut wurde, um mehr AdWords zu verkaufen. Da sind vermutlich recht optimistische Kalkulationen eingebaut.

      Daher würde ich auch etwas weniger auf die Such-Volumina schielen, sondern vielmehr die Intention der Nutzer herausarbeiten, die sich durch die Filterung nach „kommerziell“ und „nicht-kommerziell“ usw ergibt. Daraus lassen sich schließlich die Themen ableiten, die man entsprechend nach analysierter Nutzer-Intention ausgestaltet.

      Beste Grüße in die Schweiz!

      Sebastian 😉

  6. […] schon in zwei Artikeln von blog.kennstdueinen.de und advancedwebranking.com besprochen, lässt sich der Google Adwords Keyword Planer extrem […]

  7. Ein sehr umfassender Artikel, hat aber sehr schöne Ideen und ich habe ein paar neue Ansätze gefunden. Unbedingt ausprobieren!

  8. Sehr umfangreicher Artikel, gerade für Anfänger und Einsteiger sehr hilfreich.

    Leider gibt es aber häufig auch Branchen, in welchen die Optimierungen äusserst kompliziert und umfangreich werden können, da die Nachfrage jeweils nicht immer sehr stark ist.

    Aber mit den neuen Features von Google wird es wirklich immer einfacher, richte Ansätze für erfolgreiche Optimierungen durchzuführen.

    Liebe Grüsse

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