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Die 7 Todsünden bei lokalem Online-Marketing

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Sieben Fehler, die es beim Marketing für lokale Betriebe & Dienstleister zu vermeiden gilt

7 TodsündenEs ist noch niemals ein Meister vom Himmel gefallen. Das gilt für alle Lebens- und Arbeitsbereiche, was im Umkehrschluss bedeutet, dass man im Idealfall von seinen Fehlern lernt, um diese zukünftig zu vermeiden.

Es gibt jedoch einige weit verbreitete „Todsünden“, die man beim Online-Marketing für lokale Unternehmen in jedem Fall vermeiden sollte, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, dass sämtliche Marketing-Maßnahmen im Sande verlaufen.

Vermeidet man diese gekonnt, so ist das Marketing des eigenen Unternehmens bereits auf einen guten Weg gebracht… und es bleibt noch genug Spielraum für Fehler, die man machen und von denen man lernen kann 😉

Fehler 1: Lokale Online-Werbung wird nicht gemessen

Einer der größte Fehler bei lokalem Internet-Marketing ist es, wenn man die Effektivität der Werbe-Maßnahmen nicht misst. Der entscheidende Vorteil beim Online-Marketing ist nämlich die Messbarkeit. Dabei sollte man so feinteilig wie nur möglich vorgehen und nicht nur die Besucherzahlen auf der Firmen-Website im Auge behalten, oder irgendwelche ominösen Keyword-Rankings, oder gar den Google Pagerank beobachten.

Fazit:
Im Kern geht es darum herauszufinden, wie viele Anrufe, Emails und Kontaktanfragen über den Kanal „Internet“ erzeugt wurden. Nur so kann man herausfinden, welche Marketing-Maßnahme zu welchem gewünschten (oder unerwünschten) Effekt geführt hat. Gerade bei einem geringen Werbe-Budget sollte man den Erfolg unbedingt transparent und vollständig messen, da man ansonsten sein Geld auch einfach zum Fenster rauswerfen kann…

Fehler 2: Das Online-Marketing ist nicht explizit lokal ausgerichtet

Lokale Unternehmen werden in aller Regel einen Großteil ihrer Kundschaft aus der direkten Umgebung beziehen. Diese Kunden und potenziellen Kontakte gilt es mit den Marketing-Maßnahmen gezielt anzusprechen. Das fängt damit an, dass explizit lokale Inhalte (Stadtteile, Wegbeschreibungen, News, etc.) auf der Firmenwebsite zu finden sind und hört damit auf dass gezielt aktuelle und interessante Inhalte für die eigene Zielgruppe auf der Firmen-Website oder im Firmen-Blog erstellt werden (vgl. „4 Tipps für die lokale Suchmaschinenoptimierung„).

Fazit:
Wer im SEO- oder im SEM-Bereich lokale Inhalte gezielt verbreitet und über diese Kundschaft gewinnen möchte, der handelt insofern richtig, weil damit Streuverluste vermieden werden. Ein interessanter Nebeneffekt ist die sehr viel geringere Konkurrenzsituation auf den Suchergebnisseiten, den explizit lokale Inhalte werden noch immer in sehr geringem Umfang im Internet produziert.

Fehler 3: Die Google Places Seite ist nicht vom „Inhaber“ bestätigt

Lokale Unternehmen, die ihren Google Places Eintrag nicht bestätigten machen einen großen Fehler. Die Google Places Einträge werden sehr prominent – oft sogar noch über den organischen Suchergebnissen angezeigt. Etliche Nutzer bilden sich anhand der Bewertungssternchen bereits einen ersten Eindruck von den lokalen Anbietern. Darüber hinaus kann man sich mit dem Google Places Firmeneintrag – änlich wie auf Bewertungsportalen wie z.B. KennstDuEinen – mit nützlichen Zusatzinformationen potenziellen Kunden präsentieren und aktives Empfehlungsmarketing betreiben.

Fazit:
Das Anlagen eines Places Eintrags ist nicht schwer und auch die Pflege eines Eintrags auf Google Places ist nicht besonders umfangreich. Das das System von Google Places jedoch noch sehr unausgereift ist, bietet eine eigenständige Betreuung des Firmeneintrags nur dann an, wenn bereits Erfahrungen zum Umgang mit Google Places vorliegen oder wenn ausreichend Zeit und Nerven vorhanden sind, zum sich mit den häufig auftretenden Problemen auf Places auseinanderzustetzen.

Tipp:
Interessierte finden hier im Blog unter der Kategorie „Google Places“ eine Vielzahl hilfreicher Artikel, die sich mit der Optimierung von Places Einträgen aus unterschiedlichen Perspektiven befassen!

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Fehler 4: Es existieren keine auf Kontaktanfragen optimierten Landingpages

Kunden von lokalen Unternehmen greifen am liebsten zum Hörer, oder kommen einfach gleich persönlich vorbei. Damit das auf klappt, ist es wichtig, dass die Firmen-Website für die Erzeugung von Kontakten optimiert ist. Wer daher eine Rufnummer auffällig auf der Firmen-Websites auf jeder URL unterbringt, sinnvolle Anfahrtsbeschreibungen und gutes Kartenmaterial in die Website integriert, der ist schon mal auf der sicheren Seite, dass der potenzielle Kunde auch tatsächlich mit einem Kontakt aufnemen kann.

Fazit:
Neben der auffälligen Integration von Rufnummern, Kontaktformularen und Anfahrtsbeschreibungen sollten auch die Produkte/ Dienstleistungen und idealerweise auch noch die Preise gut beschrieben und aufgelistet werden. Dabei gilt die Faustregel: Eine URL pro Produkt/ Diensleistung verwenden.

Fehler 5: Die Mitarbeiter sind nicht für den Umgang mit Kontakten geschult, die über das Web generiert werden

Es kommt öfter vor als man denkt: Da werden monatelang Kontaktanfragen über das Formular der Firmen-Website erzeugt und niemand schaut sich diese an, weil der Absender z.B. „System Mail“ oder ähnlich lautet. Da leider der Chef vergessen hat, seinen Mitarbeitern zu erklären, dass es sich dabei um Kontaktanfragen über die Website handelt, hat jeder Kollege diese einfach ignoriert und möglicherweise sogar auch noch ein mal pro Quartal auf einen Ruck aus der Datenbank gelöscht.

Fazit:
Werden die Mitarbeiter im Unternehmen nicht speziell für Kontaktanfragen geschult, die über das Internet generiert werden, dann wird wertvolles Potenzial verschenkt. Internet-Nutzer erwarten in der Regel eine rasche Reaktionsfähigkeit des Support und sind im Idealfall oftmals bereits über die Firmen-Website gut informiert. Daher sollte zum Umgang mit Kontakten aus dem Web in jedem Fall eine umfassende Dokumentation stattfinden, damit jeder Mitarbeiter weiß, wie man mit den unterschiedlichen Nutzer-Typen, die über unterschiedliche Kanäle (Mail, Telefon, Kontaktformular, persönlich, etc.) Kontakt aufnehmen, umzugehen hat.

Fehler 6: Schlechter Kunden-Service

Das gilt nicht nur für das Internet: Ist der Kunden-Service schlecht, langsam oder gar unfreundlich und inkompetent, so wird das Unternehmen entsprechend negativ beurteilt… und zwar nachhaltig! Ein guter Kunden-Service ist neben guten Produkten das beste Marketing.

Fazit:
In Zeiten von Bewertungsportalen und Social Media Plattformen, auf denen ein jeder seine Meinung kundtut, ist es von allergrößter Wichtigkeit, dass sich Unternehmen dieser Tatsache bewußt sind. Leistet der Support gute Arbeit und zeichnet sich dieser als kulant aus, so wird der Kunden dies gerne in seinem sozialen Netzwerke kundtun, bzw. der landläufig bekannte „Shitstorm“ gegen das Unternehmen bleibt aus. Der „Gute Ruf im Internet“ misst sich am Service & Support des Unternehmens!

Fehler 7: Die Online-Reputation wird nicht im Auge behalten

Der siebente und letzte Fehler schließt sich eng an das Thema „guter Kundenservice“ an. Wer nämlich nicht im Blick hat, was die Kunden im Web über einen schreiben, der kann sich auch nicht verbessern und aus den eigenen Fehlern lernen. Da außerdem in aller Regel die Kunden viel eher zur Tastatur greifen, wenn sie unzufrieden sind, kann man als Unternehmen sehr schnell unter einer schlechten Online-Reputation leiden, selbst wenn die überwiegende Mehrzahl der Kunden zufrieden ist.

Fazit:
Auch lokale Betriebe und Dienstleister sollten regelmäßig den eigenen Firmennamen bei Google suchen, einen Google Alert für bestimmte Suchbegriffe aufsetzen und aktives Bewertungs- und Empfehlungsmanagement betreiben. Nur so ist gewährleistet, dass man sich als Unternehmer zeitnah auf den einschlägigen Foren und Portalen engagiert und aktiv an der Diskussion untern den Kunden teilnimmt. Dabei sollte man stets zuvorkommend, freundlich und vor allem kulant zeigen, denn das baut den „guten Ruf im Internet“ langfristig positiv auf.

Bildquelle ganz oben: www.neue-werkstatt.de
Inspiration: http://smallbiztrends.com


3 Antworten zu “Die 7 Todsünden bei lokalem Online-Marketing”

  1. […] schon angeschaut. Und nicht zu vergessen: seine 7 Todsünden bei lokalem Online-Marketing auf dem Kennstueinen-Blog.Dazu passend verrät uns Alexander Karsten auf winlocal gute Ideen für den Linkaufbau – und […]

  2. Das kann man den Leuten zehn mal sagen, dass muss wahnsinnig schwer sein so leichte… | Internetblogger.com sagt:

    […] Die 7 Todsünden bei lokalem Online-Marketing | Kennstdueinen.de Blog Sieben Fehler, die es beim Marketing für lokale Betriebe & Dienstleister zu vermeiden gilt Es ist noch niemals ein Meister vom Himmel gefallen. Das gilt für […]

  3. Marcus sagt:

    Leider messen viele lokale Unternehmen nicht nur die Ergebnisse des Online Marketings nicht. Hiervon ist gerade bei kleinen Unternehmen auch die „normale Werbung“ betroffen. Schulungsbedarf besteht nicht nur beim Personal, auch die Inhaber haben hier Nachholbedarf.

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