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Penguin Update, Penalties & „plaue Priefe“ – Wie überlebt man trotz Google?

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Worauf müssen KMU beim Online-Marketing aus Gründen der Nachhaltigkeit achten?

Google Penguin UpdateDas Google Penguin Update ist noch nicht mal vollständig ausgerollt (Daten und Kommentare bei Sistrix & Searchmetrics) und schon häufen sich weltweit die Berichte, dass zahllose Unternehmer sich in ihrer Existenz gefährdet sehen. Nur wenige Wochen vorher wurde in der SEO-Szene massiv über abgestrafte Linknetzwerke diskutiert, die für zahlreiche Webseitenbetreiber die alleinige Linkquelle darstellten. Blogger und Webmaster aller Art erhalten haufenweise „Blaue Briefe“ mit dem Hinweis auf „unnatürliche Maßnahmen, die den Richtlinien widersprechen“ in ihren Google Webmastertools.

Seit langem schon ändert Google regelmäßig die Spielregeln und damit auch welche Website den Platz an der Sonne genießt. Neu ist jedoch, dass sich die Schlagzahl der Maßnahmen zusehends erhöht und auch die Tonlage gegenüber Manipulationsmaßnahmen seitens Google zusehends verschärft wird. Selbst Search-Quality Chef Matt Cutts zückte die verbale rote Karte und kündigte ein paar Wochen auf der SXSW in Austin/ Texas das sogenannte „Over Optimization“- oder auch „Bad SEO“- bzw. „Penguin Update“ bereits mit folgenden Worten an:

„So all those people who have sort of been doing, for lack of a better word, “over optimization” or “overly” doing their SEO, compared to the people who are just making great content and trying to make a fantastic site, we want to sort of make that playing field a little bit more level. So that’s the sort of thing where we try to make the GoogleBot smarter, we try to make our relevance more adaptive so that people don’t do SEO — we handle that — and then we also start to look at the people who sort of abuse it, whether they throw too many keywords on the page, or they exchange way too many links, or whatever they are doing to sort of go beyond what a normal person would expect in a particular area.“

Knapp zusammengefasst bedeutet das:

  • Webmaster sollen sich darum kümmern gute Inhalte zu erstellen und eine tolle Website zu betreiben
  • Google macht SEO, nicht die Webmaster sollen SEO betreiben
  • Google identifiziert übetrieben SEO-Maßnahmen und bestraft diese

Was können kleine Betriebe, Selbständige & KMU daraus lernen? Woran sollte man sich orientieren, um im Internet Erfolg zu haben?

Angesichts der Marktmacht von Google ist es selbstverständlich nicht sinnvoll, die weltgrößte Suchmaschine und deren Qualitätsrichtlinien zu ignorieren. Bei aufmerksamer Lektüre dieser Richtlinien wird rasch klar, worauf es Google ankommt. Doch das Internet besteht nicht nur aus Google! Auch die Nutzer sind nicht nur „Klickvieh“, die gefälligst die Produkte bestellen oder anrufen sollen sondern echte Menschen mit Sinn und Verstand und vor allem Emotionen. Diese gilt es letztendlich davon zu überzeugen, dass man eine toller Betrieb ist, bei dem man gerne Kunde sein darf. Kundenbindungsmaßnahmen und Empfehlungsmarketing mit Hilfe von Social Media stellen in diesem Zusammenhang die wichtigsten Bausteine dar.

Damit man nicht nur heute, sondern auch noch morgen und übermorgen Erfolg mit seinem Unternehmen im Internet haben kann, hier nun eine kleine Aufstellung an nachhaltigen Strategien, Denkmustern und Verhaltensweisen. Diese versprechen zwar keinen kurzfristigen Erfolg, dafür wirken sich diese Maßnahmen nachhaltig positiv auf das Marketing eines Betriebs im Internet aus.

Diversivizierung ist der Schlüssel zum Erfolg

EierkorbÄhnlich wie ein schlauer Finanzinvestor sein Portfolio gezielt aufbaut und dabei unterschiedliche erfolgsversprechende Investitionen tätigt, sollte auch ein KMU im Internet einen diversifizierten Ansatz pflegen. Das bedeutet schlichtweg, dass man nicht „alle Eier in einen Korb“ legen sollte.

Auf das Online-Marketing und aktuelle Begebenheiten angewandt heißt das, dass man nicht nur eine Strategie verfolgen darf, die dann zum Erfolg führen „muss“, so wie das bei denjenigen Webmastern der Fall war, die einzig und allein Linkaufbau über besagte Link-Netzwerke betrieben haben, ohne je einen Gedanken an die Qualität ihrer Inhalte zu verschwenden, das Design der Website zu überdenken oder aktiv im Social Media Bereich zu werden.

Nun hat Google diese Methode zur Verbesserung der Sichbarkeit in den Suchergebnisse erheblich abgeschwächt und was bleibt jetzt den „abgestraften“ Unternehmern außer viel Arbeit, um die Website wieder „reinzuwaschen“?

Nachhaltige Methoden um an attraktive Links zu gelangen gibt es viele, folgende Aspekte sind jedoch die Grundvoraussetzung für Erfolg im Web und bedeuten bereits für sich gesehen viel Arbeit:

  • Mundpropaganda im Internet mit Hilfe von Bewertungen und Empfehlungsmarketing erzeugen
  • Nützliche und interessante (lustige!) Inhalte produzieren, mit denem man demonstriert, dass man ein absoluter Fachmann auf seinem Gebiet ist
  • Hilfreiche Anleitungen und praxisorientierte Guides erstellen, die von anderen Nutzern verbreitet werden
  • Nutzerorientierte Gestaltung der Website kombiniert mit hochwertigen und individuellen Abbildungen

Einbindung von Kunden & Social Media

Social MediaSocial Media ist keine heiße Luft von Marketing-Fuzzis, sondern Realität. Die Nutzer und Kunden tauschen sich aus, bewerten, teilen und empfehlen, was das Zeug hält.

Unternehmen dürfen diese Tatsache nicht ignorieren und sollten die Wertmaßstäbe der Kunden mit den Unternehmenszielen vereinen, um den größtmöglichen Erfog bei den Nutzern, die noch keine Kunden sind, zu erzielen.

Darüber hinaus haben etliche Studien gezeigt, dass zahlreiche Social Media Signale (Likes, Tweets, Shares, etc.) direkt mit guten Rankings bei Google korrellieren, da häufig im Web geteilte Inhalte auch in der Regel freiwillig verlinkt werden.

Die Maßnahmen, die dafür sorgen, dass sich die eigenen Inhalte im Web verbreiten sind folgende:

  • Aufbau einer Followerschaft auf Google Plus, Twitter oder Facebook, bzw. bei ausreichend Ressourcen auf allen drei Portalen
  • Idealerweise rekrutiert sich diese „Fan-Basis“ vordringlich aus bestehenden Kunden und Interessenten, wofür eine Kundendatenbank in Kombination mit regelmäßigen Newslettern sehr wertvolle Dienste leisten kann
  • Zielsetzung der Social Media Maßnahmen in „Support & Service“, „Information & Unterhaltung“ sowie „Marketing“ aufteilen, wobei letzteres am unaufdringlichsten angegangen werden sollte
  • Aktive Einspeisung der eigenen Inhalte über Social Media Accounts auf diesen drei Platformen

Die ideale Voraussetzung um Inhalte für die erfolgreiche Verbreitung auf Social Media Portalen ist ein Blog. Ein Blog schafft eine sog. „entkommerzialisierte“ Zone auf der Firmen-Website, die deutlicher eher von Nutzern freiweillig geteilt und verlinkt wird.

Auch Gastartikel auf thematisch passenden Blogs sorgen für einen steten Ausbau an Links auf inhaltlich sinnvollen Websites, über die auch tatsächlich echte Nutzer zur Firmen-Website gelangen. Relevante Aktivitäten hinterlassen grundsätzlich ihre Spuren im Internet, was am Ende dafür sorgt, dass auch Suchmaschinen wie Google hinter der verlinkten Firmen-Website einen legitimen Betrieb vermuten, der in seinem lokalen/ regionalen Umfeld eine echte Marke darstellt. Am Ende geht es darum Beziehungen zu Menschen (Kunden & Geschäftspartnern) zu knüpfen, was in etlichen Fällen automatisch zu gesetzten Links oder zur Verbreitung von Inhalten auf Social Media Portalen führt und damit auch den langfristigen Erfolg bei Google sichert.

Der Nutzer im Fokus!

Der Nutzer im FokusGoogle redet seit langem von nichts anderem, als das man Websites bauen müssen, die vom Inhalt und von der Bedienbarkeit den Nutzer im Fokus haben müssen.

Angesichts von Ranking-Faktoren wie „Verweildauer“, „Rückkehrrate zur Suchergebnisseite“ und „Ladezeit“ wird schon seit einer Weile klar, was Google anstrebt. Viele Webmaster, die diesen Aspekt mißachten, das Design mit Füßen treten, die Bedienbarkeit der Website ignorieren, haufwenweise Werbung einblenden und allgemein auch noch dürre Inhalte ohne Mehrwert für den Nutzer bereitstellen, haben mit den vergangenen Update zusehends Probleme bekommen, bei Google gut zu ranken.

Die Zauberformel bezüglich der Ausgestaltung von Inhalten mit hohem Nutzer-Fokus lautet Aufklärungsarbeit mit Informationen.

In jedem Betrieb oder Unternehmen werden täglich Erfahrungen gesammelt, Probleme gelöst und neue Wege beschritten. Jedes KMU hat Kenntnis über hilfreiche und nützliche Informationen, die mit den Nutzern geteilt werden können.

Steuerberater können Tipps zur Vermeidung von Steuern angesichts aktueller Gesetzesänderungen schreiben, ein Friseur berichtet über seinen Besuch auf der letzten Frisurenschau und präsentiert die heißesten Trends im Blog, eine Autowerkstatt veröffentlicht regelmäßig bebilderte „Do-it-yourself“ Anleitungen für Kleins-Reparaturen, die ohnehin fast keinen Gewinn einbringen und und und…

Der Einzug der Realität in Online-Marketing & SEO

Es mag sich so anhören, als ob die hier geäußerten Maßnahmen lediglich neue Linkaufbau-Methoden darstellen. Das stimmt zwar, was aber nicht damit verwechselt werden darf, dass man lediglich eine weitere Taktik künstlich „von außen“ anwendet, um Suchergebnisse zu manipulieren.

Was hier skizziert wurde ist ein Paradigmenwechsel, der davon ausgeht, dass es echte Unternehmen und Betriebe gibt, die mit Herzblut, Kreatitvität und Leidenschaft (= harte Arbeit) ihr Unternehmen zum Erfolg führen wollen, ohne die Abkürzung über den schnellen Linkkauf zu nehmen.

Wer jetzt dafür sorgt, dass die Qualität eines Betriebs durch Kunden verbreitet wird, dass mit Hilfe von nützlichen Inhalten wertvolle Links und Social Media Signale für die Firmenwebsite erzeugt werden und dazu noch den Nutzer als zentralen Bezugspunkt für die strukturelle und inhaltliche Gestaltung der Firmen-Website betrachtet, der hat auch bei sämtlichen kommenden Google Algorithmus Update weiterhin die Nase vorn auf den Suchergebnissen…

… und ganz sicher auch ohne Google!

Inspiriert durch: How to Google-Proof Your Small Business SEM Strategy
Bildquellen: N.Schmitz / pixelio.de; Rolf Handke / pixelio.de; kaiserthesage.com/viral-content-ideas; swiss-lupe.blogspot.de/2011/01/bischof-unterstutzt-waffenschutz-gegner.html


4 Antworten zu “Penguin Update, Penalties & „plaue Priefe“ – Wie überlebt man trotz Google?”

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  3. […] über die Gründe des veränderten Algorithmus zu schreiben, zumal sich hier, hier, hier, hier und hier, hier und auch hier schon recht aussagekräftige Einschätzungen nachlesen lassen,wieso […]

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