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Pinterest, LikedBy & PinSpire für Local SEO ausnutzen

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Wie kann man „Online-Pinboards“ zu Online-Marketing Zwecken nutzen?

Pinterest, LikedBy, PinspireDerzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Online-Magazin oder Blog über den neuesten Trend im Web berichtet: Unter der Bezeichnung „Online-Pinboard“ bieten nun Services wie Pinterest, LikedBy oder der Samwer-Klon PinSpire registrierten Nutzern die Möglichkeit, ihre Wünsche, Interessen, Kaufabsichten oder Ausflugspläne einem sozialen Netzwerk zu präsentieren.

Dabei werden geschickt die Vorlieben der Nutzer für übersichtliche Listen mit der optisch attraktiven Darstellung von Fotografien kombiniert. Bei jedem der drei Services gibt es eine Übersicht über alle Pinboards des jeweiligen Nutzer, die allesamt individuell bezeichnet werden können. Jedes einzelne Pinboard kann außerdem gesondert aufgerufen werden, wie auch die einzelnen Objekte auf den jeweiligen Pinboards noch mal individuell augesucht werden können.

Hier hinterlassen die Nutzer dann auch ihre Kommentare, „Likes“ oder „RePins“, was letztendlich dafür sorgt, dass die einzelnen Objekte im sozialen Netzwerk bekannt gemacht und weiterverbreitet werden können.

Eine Integration mit anderen Social Media Portalen wie Facebook oder Twitter setzt dem ganzen noch die Krone auf, denn man kann selbstverständlich die eigenen Pinboards auch noch auf sämtlichen anderen relevanten Kanälen in unterschiedliche soziale Netzwerke einspeisen.

Nun könnte man mit Recht fragen:
Was soll das? Noch eine Fotoplattform? Die gibt’s doch schon wie Sand am Meer! Außerdem gibt’s doch schon genug soziale Netzwerke!

Das stimmt alles, aber so wie sich derzeit das Interesse an Pinterest & Co. entwickelt, haben die Nutzer sehr wohl ein Interesse an neuen Fotoplattformen, die kinderleicht zu bedienen sind, die den Sammeltrieb befriedigen sowie die Möglichkeit bieten leicht konsumierbare Listen/ Übersichten zu verbreiten.

Ein Blick auf Google Trends zeigt hier ein deutliches Bild:
Google Trends Pinterest, Flickr, Picasa

Wie man ganz klar erkennt, verlagert sich das Interesse der Nutzer eindeutig zu Pinterest – derzeit der der Primus untern den Pinboard-Plattformen – weg von etablierten Foto-Communities wie Flickr oder Picasa.

Entwicklung des Nutzerinteresse im Jahr 2011:
Google Trends Pinterest, Flickr, Picasa 2011

Betrachtet man mal im Detail die Entwicklung des Nutzerinteresses bezogen auf das Jahr 2011, so muss endgültig klar sein, dass ein Service, der eine noch nie dagewesene Wachstumskurve bei Google Trends aufweisen kann, nicht einfach ignoriert werden kann.

Da es u.a. die Aufgabe von SEOs ist, derartige Trends zu identifizieren, sich mit den Bedingungen des jeweiligen Service auseinanderzusetzen und das Potenzial aus SEO- und Traffic-Sicht zu evaulieren, möchte ich daher heute – inspiriert durch den Searchengineland Beitrag How To Use Pinterest For Local SEO – einfach mal nachschauen, was bei Pinterest & Co. eigentlich los und v.a wie man diese Plattformen speziell für die lokale Suchmaschinenoptimierung als lokaler Betrieb oder Dienstleister gewinnbringend für sich einsetzen kann.

Eine wirklich gute Übersicht und Einführung in Pinterest als Social Photo Sharing Plattform findet man übrigens im Blog She-Seo.de.

Social Media Marketing & SEO mit Pinterest & Co. – doch wie überhaupt?

Bevor ich nun vollends in das Kernthema „Local SEO mit Pinterest“ einsteige, will ich einen ganz kurzen Einstieg in die Struktur und ein paar Funktionalitäten bei Pinterest bieten, damit klar ist, wie sich der Content verteilt, welche URL-Tpyen es gibt und was für Reichweite-Optionen Pinterest zu Grund liegen.

Nutzerprofil = Übersicht über alle Pinboards
Pinterest Nutzerprofil - Übersicht
http://pinterest.com/janew/

In dieser Übersicht können Nutzer ihr Profil benennen, also der URL einen individuellen Seiten-Titel verpassen. Außerdem kann man hier eine kleine Biographie hinterlegen, es werden die Verknüpfungen zu anderen Social Media Plattformen angezeigt sowie die Anzahl der „Likes“ und „RePins“ der Pinboards des Nutzers und dessen letzte Aktivitäten eingeblendet.

Das Pinboard – Präsentationen zu einem Thema
Pinterest Pinboard
http://pinterest.com/janew/guy/

Auf dem Pinboard werden thematisch fokussierte Abbildungen gesammelt. Dabei werden nun bei den einzelnen Objekten auf dem Pinboard ebenfalls die inviduellen „Likes“ und „RePins“ angezeigt, damit klar ist, welche Abbildung/ welches Produkt auf großes Interesse innerhalb von Pinterest gestoßen ist.

Hier bezeichnet der Name des Pinboards den Seiten-Titel der URL und unterhalb der einzelnen Objekte findet man „follow“ Links zu den Websites, woher die Abbildung stammt und wo man auch ggf. das jeweilige Produkt erwerben kann.

Einzelnes Objekt bei Pinterest
Pinterest Objekt
http://pinterest.com/pin/2814818486749305/

Innerhalb des Netzwerks wird Reichweite gewonnen, indem man sich mit Nutzern verknüpft, deren Themen man gut findet und für deren Inhalte man sich interessiert.

Jedes Pinboard als ganzes und jedes einzelne Objekt kann „ge-liked“ oder „RePinned“ werden – ersteres sorgt für eine Reichweitensteigerung, indem diese Aktion im Stream der Nutzer auftaucht. Ein „RePin“ ist in diesem Kontext etwas einflussreicher, denn hier wird das Objekt auf die eigene Pinnwand übernommen…

… und damit auch der „follow“ Link zu Quelle, der bei den einzelnen Objekten stets zu finden ist.

Grundsätzlich gelten bei Pinterest die gleichen Bedingungen wie auf allen anderen Social Media Portalen:

  • Kein Spam in Umlauf bringen
  • Nicht nur Eigenwerbung betreiben
  • Die Inhalte anderer teilen
  • Sich aktiv einbringen, kommentieren und „Liken“
  • Einflussreiche Nutzer identifizieren und sich mit diesen verknüpfen, damit diese zur Reichweitensteigerung beitragen
  • Authentisch sein, Spaß haben und locker bleiben

Beachtet man diese Punkte, ist es m.E. hinfällig von „Social Media Optimierung“ zu sprechen, denn dann baut man sich ganz einfach auf natürliche Weise ein aktives Netzwerk auf, dass ganz selbstverständlich auch die eigenen Inhalte weiterverbreitet, wenn diese es wert sind, dabei nicht langweilen oder gar als störend empfunden werden.

Local SEO mit Pinterest & Co.

Was kann man nun beachten, um speziell als lokaler Anbieter auf Pinterest erfoglreich seine Produkte zu vermarkten? Worauf sollte im technischen Kontext geachtet werden? Was gilt es für Plattform-spezifische Faktoren zu berücksichtigen?

Damit man als lokaler Anbieter mit Hilfe von Pinterest ein wenig mehr als erfolgreiches Social Media Marketing betreiben kann – ein Ziel, dass m.E. nur mit Leidenschaft und authentischer sowie regelmäßiger Nutzung erreicht werden kann (!) – sollte bei der Erstellung des Nutzerprofils und bei der Verbreitung von spezifisch lokalen Inhalten folgendes beachtet werden:

Optimiertes Nutzerprofil anlegen
Das neue Nutzerprofil sollte in jedem Fall so benannt werden, wie die Firma sich im Web präsentiert, damit das gut gepflegte Pinterest Profil auch bei Suchanfragen auf Google nach der Firmenbezeichnung gut ranken kann. Hierbei wird außerdem darauf geachtet, dass das Profil nicht vor Suchmaschinen „versteckt“ wird, denn sonst ist die ganze Mühe aus SEO-Sicht leider umsonst.

In das Feld „About“ trägt man eine relevante Firmenbezeichnung ein, die sinnvolle Keywords (Services, Produkte, etc.) beinhaltet, sowie ggf. die vollständige Anschrift und sonstige Kontaktdaten. Schlussendlich stellt man noch den richtigen Ort für das Nutzerprofil ein, hinterlegt weitere aktive Social Media Accounts und trägt am Schluss den Link zur Firmenwebsite ein.

Kundenbewertungen & Reviews hervorheben
Falls ein Unternehmen bereits ganz akzetable lokale Rankings aufweist, kann man auch darüber nachdenken eine Seite zu verlinken, auf der Kundenbewertungen zu finden sind, wie z.B. KennstDuEinen. Dies unterstützt nicht so sehr das Ranking der Firmenwebsite, dafür kann anschließend bei Suchen nach der Firmenbezeichnung genau diese Seite mit vielen positiven Kundenstimmen auftauchen, was zur Stärkung des „guten Ruf im Internet“ ganz sicher nicht verkehrt ist.

Pinboards lokal & thematisch optimieren
Um für die lokale Suche gut aufgestellt zu sein, sollte man die eigenen Pinboards mit genau denjenigen Ortsbezeichnungen benennen, in denen man seine Dienstleistungen oder Produkte anbietet, bzw. wo sich eine Betriebsstandort befindet. Auf dem Pinboard zu „Hamburg“ sammelt man nun – neben guten Fotos der eigenen Eisdiele, dem eigenen Friseursalon oder der eigenen Fahrradwerkstatt – tolle Abbildungen die zu Hamburg gut passen und die von anderen „Hamburg-Fans“ auf Pinterest gerne weitergleitet werden.

Hierbei kann es dazu kommen, dass ein relevantes Zielpublikum mit dem eigenen Unternehmen in Kontat gerät, was ein Ziel der ganzen Aktivitäten darstellt. Ein anderes Ziel ist es außerdem immer mehr aktive Follower zu sammeln, damit der eigene Pinterest Account nach und nach an „Wert“ gewinnt, denn mit jedem neuen Follower erhöht sich das Potenzial auf mehr Reichweite innerhalb von Pinterest und anderen Social Media Plattformen um ein Vielfaches.

Selbstverständlich macht es in diesem Kontext auch Sinn einige Pinboards nach den Produkten oder Dienstleistungen zu bezeichnen, die man als Unternehmen anbietet.

Social Media „Regeln“ beachten
Nur qualitativ hochwertige Inhalte und Fotos posten sowie anderen Nutzern folgen und deren Inhalte teilen, wenn diese gut zum eigenen Unternehmen passen könnten. Dies gilt bzgl. des örtlichen Aspekt wie auch hinsichtlich des thematischen Zusammenhang, mit dem man sich als Betrieb auf Pinterest identifiziert.

Inhalte optimieren – relevante Keywords verwenden
Je umfangreicher und keyword-relevanter die Beschreibung der einzelnen Pins und Pinboards ist, desto besser können diese Seiten in der Suche gefunden werden und desto vorteilhafter wirkt sich auch die kontextuelle Verlinkung zur eigenen Firmenwebsite aus.

Verlinkungen optimieren
Unternehmen wie bspw. Friseure, Kosmetikstudios, aber auch Möbelschreiner oder Klamottenläden und viele andere mehr wie vor allem Fotostudios, in denen es um „schöne Objekte, Produkte oder Dienstleistungen“ geht – also solche, bei denen auch das Auge subjektiv über die Qualität entscheidet – haben bei Pinterest sicher bessere Chancen einen hohen Verbreitungsgrad, als weniger visuell orienterte Betriebe und Dienstleister.

Wenn ein lokaler Anbieter dieser Art daher bereits einen sehr bildlastige Website mit hochwertigen Abbildungen besitzt, dann ist es auch ratsam direkt die Bilder/ Objekte von der Firmenwebsite an das Pinboard zu übertragen. Auf diese Weise ist es auch möglich Deep-Links zu Unterbereichen der Firmenwebsite aufzubauen. Sollten einzelne Pins oder Pinboards mit Links zu Website des lokalen Anbieters innerhalb des Netzwerks verbreitet werden, dann verbreiten sich auch die unterschiedlichen Links immer mehr, was sich selbstverständlich positiv auf den Traffic und die Rankings der verlinkten Seiten auswirkt.

Nicht nur auf das eigene Unternehmen bezogene Inhalte verbreiten
Auf den lokalen oder thematischen Pinboards sollten nicht nur Fotos vom eigenen Betrieb oder Produkte zu finden sein, die man anbietet. Man ist nur dann attraktiv für neue Follower, wenn man thematisch passend über den eigenen Tellerrand blickt. dabei externe Inhalte verlinkt und ggf. sogar mal Fotos von Wettbewerbern verbreitet, solange dies dazu beiträgt, dass das eigene Unternehmen als aktiv, interessant und relevant von den Followern wahrgenommen wird.

Dabei ist es egal, dass man so möglicherweise der Konkurrenz einen Link schenkt, denn die Nutzer, die die eigenen Inhalte weitertragen, können für mehr Reichweite sorgen, als sich ein einziger Link positiv auf den Traffic des Wettbewerbers auswirkt.

Eigene Inhalte gekonnt in Szene setzen
Es ist klar, dass nicht jeder Betrieb die Mittel dafür hat, eine toll gestaltete Infografik passend zur Branche zu gestalten, die über Pinterest so dermaßen in Umlauf geraten kann, dass der Link zur Firmenwebsite kreuz und quer durch das Web gereicht wird.

Auch wird nicht jedes Unternehmen einen Fotowettbewerb unter den eigenen Kunden veranstalten, bei dem man nur gewinnen kann, wenn man die Fotos auf Pinterest hochlädt. Aber fast jeder Betrieb kann eine ganz besondere Story in Bildern erzählen, dafür muss man nur mal im Archiv nachschauen – und wenn es nur darum geht, die miesen Frisuren der frühen 80er Jahre, oder die überdimensionierte Hardware Anfang der 90er noch einmal der eigenen Followerschaft zu präsentieren.

Hier setzt nur die Phantasie die Grenzen, wobei das Ziel immer klar sein sollte: Interesse erzeugen, ein humorvolles und positives Image verbreiten und v.a. Spaß im Kontakt mit seinen Followern zu haben.

Achtung „nofollow“?
In etlichen Beiträgem wird aktuell spekuliert, ob die Links bei Pinterest nur deswegen noch auf „follow“ gesetzt sind, damit die SEO-Industrie dem Portal zu mehr Bekanntheit verhilft. Die allermeisten Kommentatoren spekulieren daher, dass diese Links in einem absehbaren Zeitraum auf „nofollow“ gesetzt werden, was deren Wertigkeit für das Google Ranking erheblich verschlechtert.

Aktuell ist es jedoch nicht so, warum sollte man sich daher Sorgen um das Morgen machen, wenn man als lokaler Anbieter den Eindruck gewinnt, dass Pinterest genau das richtige Vehikel darstellt um die eigenen Produkte oder Dienstleistungen einer breiteren Masse an Nutzern gezielt bekannt zu machen…

Vermarktung lokaler Angebote mit Pinterest – Fazit

… wenn jemand Spaß an Fotos hat und gerne kompakte Wunschlisten bzw. thematisch fokussierte Bildersammlungen mit anderen Nutzern teilt, der sollte sich von einem schnöden „nofollow“ Link nicht aufhalten lassen, sich auf Portalen wie Pinterest, Pinspire oder LikedBy mal so richtig auszutoben…


6 Antworten zu “Pinterest, LikedBy & PinSpire für Local SEO ausnutzen”

  1. Pinterest, LikedBy & PinSpire für Local SEO ausnutzen…

    Es geht ein neuer Hype im Social Web um: Foto-Sharing Services wie Pinspire, Pinterest und LikedBy werden von mehr Nutzern angesteuert als Dienste wie Flickr oder Picasa. Wie kann man diese Plattformen für Local SEO ausnutzen?…

  2. […] Pinterest, LikedBy & PinSpire für Local SEO ausnutzen Wie kann man Online-Pinboards zu Online-Marketing Zwecken nutzen? Source: blog.kennstdueinen.de […]

  3. […] ein Nachzügler, per G+ “bestellt”: Sebastian Socha zeigt uns, wie wir Pinterest, LikedBy & PinSpire für Local SEO ausnutzen können. […]

  4. seoguy sagt:

    hey noch einer, openPIN.org… eben per twitter gelesen…

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