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Google und die großen Marken [Infografik]

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Aktuelle Infografik zeichnet die Entwicklung der Beziehung zwischen „Big Brands“ und Google nach

GoogleDer unermüdliche SEO Google Kritiker Aaron Wall hat auf SEO-Book.com eine aktuelle Infografik veröffentlicht, die das Verhältnis von Google zu den großen Marken und Brands beleuchtet.

Dabei wird ganz grundsätzlich die berechtigte Frage aufgeworfen, inwieweit Google sogenannte „Big Brands“ im Verlauf des letzten Jahrzehnts von einem Algorithmus-Update zum nächsten, zusehends in den Suchergebnissen bevorzugt, indem diesen mehr und mehr Raum auf den SERPs zugestanden wurde.

Dies berührt ganz generell die Frage nach der „Gerechtigkeit“ der Suchergebnisse sowie den Kritikpunkt, dass der fast schon als Klassiker zu bezeichnende Grundsatz der „Filthy Linking Rich – And Getting Richer“ heutzutage noch mehr gilt, denn je. In einer Welt, in der das Suchmaschinenunternehmen aus Mountainview eine nahezu gefährliche Monopolstellung einnimmt, wirkt die in der Infografik zutage tretende Dynamik, wie ein Schlag ins Gesicht kleinerer Webprojekte, die eben nicht den dicken Geldbeutel haben, den man in den allermeisten Fällen benötigt, um sich als Marke zu etablieren.

Diesem Umstand steht die Sichtweise des ehemaligen CEOs Eric Schmidt gegenüber, der mit dem Satz „Brands are the solution, not the problem… brands are how you sort out the cesspool.“, recht eindeutig eine tendeziöse Haltung gegenüber „kleineren“ Webprojekten ohne Markenbekanntheitsgrad einnimmt. [Quelle: Adage.com]

Dies wird durch den Chef des Webspam Team Nebelkerzenwerfer Matt Cutts noch zusätzlich verstärkt, indem dieser dem Google Algorithmus folgende Charakterisierung zuteil werden lässt: „…we actually came up with a classifier to say, okay, IRS or Wikipedia or New York Times is over on this side, and the low-quality sites are over on this side.“ [Quelle: Wired.com]

Zur Entlastung Googles sei angemerkt, dass es in der Vergangenheit durchaus auch oftmals die kleineren Webprojekte waren, die SEO mittels aggressivem Linkaufbau betrieben und damit auch Erfolg gehabt haben, sprich: Sichtbarer als die großen Markenwebsites waren, lange bevor diese überhaupt damit angefangen haben, sich mit Suchmaschinenoptimierung zu befassen.

… doch die großen Marken waren auch in der Vergangenheit keineswegs unschuldig, man denke an den vielzitierten Vorfall vor etlichen Jahren, bei dem BMW für eine Weile aus dem Index flog, weil Doorway-Pages inklusive Meta-Redirect eingesetzt wurden… es gibt aber noch andere Fälle, bei denen es eben nicht die „Kleinen“ waren, die Google rigoros manipulierten, sondern auch die „Großen“.

Kritik am Schaubild: Bei der lokalen Suche sieht’s anders aus

Einen Kritikpunkt an der Grafik möchte ich jedoch deutlich hervorheben, in dem ich keinesfalls mit Aaron Wall d’accord bin, denn die Sachlage sieht schlicht anders aus. Dieser Kritkpunkt bezieht sich auf das Schaubild zum „Panda Update“, welches die tatsächlichen Verhältnisse zu sehr verallgemeinernd darstellt und damit der Realität nicht wirklich gerecht wird.

Aaron Walls These zum Panda Update:
Panda Update

Die hier gezeigten Verhältnisse beziehen sich am ehesten noch auf das Verhältnis zwischen kleinen eCommerce Projekten und großen Anbietern in diesem Segment, wie Amazon & Co..

Die zahlreichen Updates zur lokalen Google Suche hingegen, haben im letzten Jahr für das Gegenteil gesorgt, sprich: Es werden deutlich mehr lokale Anbieter mit ihren „kleinen“ Firmenwebsites – gerade bei den „hybriden“ organisch-lokalen Mischergebnissen, aber auch mit dem 7-Pack – auf Seite 1 bei Google gelistet, als früher noch, da Branchenportale die SERPs dominierten.

Gerade wenn man an die aktuellste Design-Änderung bei der Google Place Search denkt, so sollte auffallen, dass auch die lokalen Anbieter eindeutig von Googles „Liebe“ zu den Marken profitieren, denn zusammen mit der neuen Infobox in der rechten Sidebar, erhalten auch derartige Firmenwebsites nun die sogenannten Mega-Sitelinks, die die reale Sichtbarkeit auf den Suchergebnissen deutlich in die Höhe treiben.

Ohne nun weiter ins Detail zu gehen, möchte ich im Folgenden für Interessierte die m.E. wirklich interessante Infografik „Brand, Brand, Brand“ hier im Blog wiedergeben.

Infografik: Brand, Brand, Brand

Google und Brands

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2 Antworten zu “Google und die großen Marken [Infografik]”

  1. […] richtig verstehe, dann bevorzugt Google starke Marken, schreiben auch das Team von Bluesummit und Sebastian Socha Doch während in der PR ein eher umfassender Markenbegriff verwendet wird, lässt sich dies in […]

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