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Google Places: 9 typische Fehler, um das Ranking zu ruinieren

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Auflistung von neun in der Praxis häufig vorkommenden Fehlern, die man besser vermeiden sollte

Google PlacesNach meiner kürzlich veröffentlichten Auflistung Google Places: 8 Tipps um häufig & positiv aufzufallen folgt heute nun ein Beitrag, der sich mit dem Gegenteil befasst, sprich:

Welche Fehler tauchen bei lokalen Betrieben und Unternehmen im Umgang mit ihren digitalen Präsenzen auf? Warum sind diese schädlich für das Ranking?

Was sollte in jedem Fall vermieden werden? Wie kann man es besser machen?

Postfach eintragen

Fehler No. 1 – Ein Postfach als Adresse angeben

Es mag sein, dass es aus betrieblichen Gründen Sinn macht, ein Postfach an potenzielle Kunden zu kommunizieren, weil hierüber ggf. der hauptsächliche Kontakt abläuft und womöglich auch sämtliche Geschäfte abgewickelt werden.

Leider ist es jedoch so, dass auf Google Places die Angabe eines Postfachs dazu führt, dass das System ohne eine exakte Straßenbezeichnung keine sinnvolle Adressangabe vorfindet, um diese für das lokale Ranking auszuwerten.

Darüber hinaus ist es ohne Angabe einer korrekten Anschrift auch nicht möglich, dass Google den roten PIN sinnvoll auf Google Maps positioniert.

Google Places Einträge nur mit Postfächern haben in der Regel gegenüber dem Wettbewerb, der vollständige Adress- und Kontaktinformationen eingetragen hat, einen klaren Nachteil auf den Google Suchergebnisseiten.

Adresszusätze frei erfinden

Fehler No. 2 – Adresszusätze frei erfinden und ergänzen

Es mag in verwinkelten Altstadtgassen möglicherweise Sinn machen, die Adresse um frei erfundene Zusätze zu ergänzen, die wie folgt lauten: „Paradestraße 12 Ecke Ulmengasse, neben der Apotheke“ oder auch „Schlossallee 15, Hinterhaus, zweiter Stock“ und bieten dem Nutzer hilfreiche Informationen, um den Weg in jedem Fall zu finden.

Leider verwirren derartige Zusatzinformationen, die vom Standard abweichen, das System auf Google Places. Frei erfundene Adressangebaben korrellieren nicht mit den standardisierten Adressdatensätzen, wie sie auf Google Maps verwendet werden.

Darüber hinaus kollidieren derartige Einträge auf Places ggf. auch noch mit der Struktur anderer Firmeneinträge im Web (Branchenportale, Bewertungsplattformen), bei denen die Zusatzinformationen nicht eingetragen wurden, was sich negativ auf das Places Ranking auswirken kann.

Adresse verbergen

Fehler No. 3 – Google nicht die Adresse anzeigen lassen

Unternehmen steht auf Google Places die Option zur Verfügung, die Adresse nicht in der Suche anzeigen zu lassen. Grundsätzlich ist diese Auswahlmöglichkeit eigentlich nur bei Unternehmen sinnvoll, die (siehe Fehler No. 1) ein Postfach verwenden.

Da Google jedoch Places Einträge, die die Option „Adresse nicht anzeigen“ gewählt haben im Ranking zurückstuft, ist es absolut kontraproduktiv für die Sichtbarkeit in der lokalen Google Suche, sich für diese Option zu entscheiden.

Gerade vor dem Hintergrund, dass bei lokalen Unternehmen es ja der Standort ist, der die Nutzer bei der Suche interessiert, macht es für die allermeisten lokalen Anbieter überhaupt keinen Sinn, die Adresse nicht anzeigen zu lassen.

Keywords beim Firmennamen

Fehler No. 4 – Branchenkategorien & Ortsnamen im Firmennamen ergänzen

Dies ist ein Punkt, der schon so einige Male für berechtigte Aufreger gesorgt hat. Es gibt nämlich i.d.T. Unternehmen, die bspw. „Finanzberatung Würzburg Dr. Geldadel“ heißen und so auch tatsächlich im Handelsregister eingetragen sind.

Die Google Places Richtlinien sprechen sich jedoch gegen eine solche Vorgehensweise aus und es kann dazu kommen, dass derartige Einträge wochenlang nicht freigeschaltet werden.

Lokale Unternehmer werden über den Grund i.d.R. auch nicht informiert, sondern dürfen „lustige“ Ratespielchen machen und ausprobieren, was Google beim Eintrag durchläßt.

Alternativ kann man sich auch per Anwalt bei Google melden und belegen, dass der Betrieb auch tatsächlich wie angegeben heißt. In Ausnahmefällen habe ich schon mal erlebt, dass Google derartigen Ansprüchen auch tatsächlich gerecht wird und den Firmeneintrag umgehend und unkompliziert manuell freischaltet, aber in der Regel gilt bzgl. der Google Places Qualitätsrichtlinien folgender Hinweis: Diese Regeln sollten eingehalten werden, weil Google sich vorbehält, Einträge, die gegen die Regeln verstoßen, nicht einzublenden oder ganz zu sperren.

Tracking-Rufnummern eintragen

Fehler No. 5 – Tracking-Rufnummern beim Places Eintrag verwenden

Um den Erfolg von Werbemaßnahmen zu messen, macht es Sinn die Quellen zu messen, über die Anrufe von Interessenten und potenziellen Kunden generiert werden.

Beim Bewertungsportal KennstDuEinen und auch beim WinLocal Produkt AdWordsEXPERTE setzen wir auf den Firmenprofilen und gesonderten SEM-Landingpages Tracking-Rufnummern ein, da das Telefon bei lokalen Branchensuchen der Kontaktkanal No. 1 ist

Diese werden über die Bundesnetzagentur gebucht und weisen grundsätzlich lokale Rufnummern auf, um das Vertrauen zu erhalten, dass 0800er Nummern nicht kommunizieren.

Derartige Tracking-Rufnummern nun jedoch beim Google Places Eintrag zu verwenden, wäre der Todesstoß für gute Rankings bei lokalen Suchanfragen.

Der Grund: Google wertet die inhaltliche Konsistenz von Firmeneinträgen anhand von zahlreichen dazu passenden Firmenprofilen im Web aus. Tauchen nun überall andere Rufnummern auf, dann hat Google Probleme diese Firmenprofile für das Rankings auszuwerten. Noch schlimmer: Google generiert möglicherweise eigenständig Duplikate mit unterschiedlichen Rufnummern.

Das Ergebnis ist das gleiche: Die Rankings bei der lokalen Google Suche verschlechtern sich, es können falsche Einträge oder vermischte Firmenprofile entstehen.

Bewertungen fälschen

Fehler No. 6 – Bewertungen auf Google Maps faken

Es ist verlockend: Einfach ein paar Mitarbeiter, Freunde und Kollegen kontaktieren und diese darum bitten, doch „mal ein paar gute Bewertungen“ bei Google Places einzutragen.

Es ist sinnlos: Die Bewertungen werden dann alle in einem kleinen Zeitraum online gestellt, die eigens dafür angelegten Google Accounts dann in der Regel nicht mehr weiterverwendet, nicht ein mal um ein paar weitere Anbeiter zu bewerten.

Es geht nach hinten los: Nicht nur ist es für Google möglich anhand derartiger Account-Strukturen Manipulation aufzustöbern, auch die Verbraucher „spüren“ intuitiv, wenn hier ein Unternehmen Lobeshymnen von den eigenen Mitarbeitern einholt.

Dies ist demnach der perfekte Weg um nicht nur die Rankings auf Google Places nachhaltig zu ruinieren – Google wertet manipulative Firmeneinträge schlichtweg ab – man kann so auch nachhaltig den Ruf eines Betriebs in Grund und Boden bewerten, bis auf ein Mal überall im Web sich die kritischen Stimmen mehren, die darauf hinweisen, dass sich das Unternehmen permanent selbst bewertet.

Fazit: Ehrlich währt am längsten!

Firmen- und Kontaktdaten ändern

Fehler No. 7 – Firmenbezeichnung & Kontaktdaten radikal ändern

Es mag merkwürdig klingen, aber es stimmt: Radikal den die Firmenbezeichnung zu ändern und am besten auch noch die Adress- und Kontaktdaten zu modifizieren, kann sich schädlich auf das Ranking bei Google Places auswirken.

Ganz besonders gilt das, wenn man nicht darauf achtet, die Firmenbezeichnung, sowie die übrigen Informationen auf anderen Portalen ebenfalls zu ändern. Wer dies nicht tut, riskiert das Ranking des Google Places Eintrag nachhaltig.

Doch: Auch wenn man sinnvollerweise für Kosistenz bei den Adressänderungen im gesamtem Web sorgt, kann der Eintrag für ein paar Wochen ein schlechteres Ranking aufweisen, aber auch wenn die neue Adresse am Stadtrand liegt, denn leider benachteiligt Google Places Betriebe, die an der Peripherie einer Stadt liegen.

Virtuelle Standorte verwenden

Fehler No. 8 – Fiktive Unternehmensstandorte eintragen

Unternehmen können der Versuch erliegen, die Sichtbarkeit bei der lokalen Suche zu erhöhen, indem man virtuelle Standorte in verschiedenen Städten oder gar Stadtteilen anlegt. Dies widerspricht jedoch nicht nur den Google Places Richtlinien, sondern kann darüber hinaus auch Kunden verwirren, die an entsprechenden Standorten nach einem suchen, das Unternehmen dann aber nicht finden.

Außerdem können sowohl Wettbewerber, als auch Nutzer derartige Einträge als „Falsch“ markieren, was dazu führen kann, dass Google nunmehr alle Firmeneinträge eines Unternehmens – also auch die tatsächlich existierenden – aus Google Places / Maps entfernt.

Falschen Kartenmarker ignorieren

Fehler No. 9 – Falsche Kartenmarkierung des Standorts ignorieren

Googles Hauptanliegen ist es, den Nutzer mit sinnvollen Informationen zu versorgen. Ignoriert ein Unternehmen nun die falsche Kartenmarkierung, dann kann das nicht im Sinne der Suchmaschine sein.

Auch Nutzer werden es entsprechend negativ aufnehmen, wenn diese zu einem falschen Ort geschickt werden, im Zweifelsfall verliert man daher als Betrieb oder Dienstleister potenzielle Kunden.

Stolpern zu viele Nutzer über eine falsche Kartenmarkierung/ Ortsangabe, so kann es passieren, dass ein Standort von diesen als „geschlossen“ markiert wird, was dem Todesurteil für das Ranking bei der lokalen Google Suche entspricht.

Fazit: Sorgfalt ist beim Google Places Eintrag angebracht

Eines ist klar: Es ist einfacher einen neuen Firmeneintrag anzulegen, bei dem alles richtig gemacht wird, als einen fehlerhaften Google Places Eintrag zu überarbeiten und zu versuchen die Rankings im Nachgang wieder zu verbessern.

Es ist demnach sinnvoller, entweder von vornherein alles richtig zu machen, oder eben nicht der Versuchung zu erliegen skurille manipulative Techniken auf Google Places zu mißbrauchen, die zum einen für die Kundengewinnung nicht nachhaltig sind und zum anderen das Ranking bei der lokalen Google Suche langfristig gefährden.

Dazu passende Artikel hier im Blog:

via Searchengineland


8 Antworten zu “Google Places: 9 typische Fehler, um das Ranking zu ruinieren”

  1. Google Places: 9 häufige Fehler, um das Ranking zu ruinieren…

    Eine Liste mit neuen Fehlern, die gerne mal von lokalen Unternehmen auf Google Places gemacht werden, leider aber dazu führen, dass das Ranking sich verschlechtert……

  2. René sagt:

    Vielen Dank für diese hilfreiche Erklärung.

    Gespeichert und weiterverlinkt !!! :)

  3. […] Socha erläutert nachvollziehbar, wie man es schafft, sein Ranking auf Google Places zu ruinieren. Wieder sehr […]

  4. Daniel sagt:

    Schöne Übersicht, vielen Dank.

    Ebenfalls schlechte Erfahrung habe ich gemacht, wenn ähnlich klingende Unternehmen unter der selben Adresse firmieren. (a la Bäcker Huber und Bäcker Schmied)
    Google Places vermischt die Unternehmen dann manchmal unter einem einzigen Eintrag – selbst wenn unterschiedliche Öffnungszeiten und Telefonnummern angegeben wurden. Bisher habe ich noch keine Lösung für dieses Problem gefunden. Bliebe nur die Namensänderung. (Bäcker Huber –> Bäckerei Huber oder Backstube Huber)
    Gerade Ärzte und Rechtsanwälte, die oft zu mehreren unter einer Adresse ihren Sitz haben, sollten sich der Vermischungsproblematik bewusst sein. Einmal durchgemischt, kommt man da nämlich nicht mehr heraus.

  5. […] Je mehr hochwertige Erwähnungen eine Firma daher im Web erhält, desto besser die Aussicht, das Ranking auf Google Places zu […]

  6. Philipp sagt:

    Hallo, ich hätte da mal eine interessante Frage, vielleicht weiß da jemand ja zufällig Bescheid und ist so nett zu antworten: „Verschlechtert sich mein Google-Ranking dadurch, dass ich eine SSL-Verschlüsselung auf meiner Homepage verwende“?

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