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Mobile Suche: Das Marketing-Kaleidoskop von Google

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Spektrum aktueller Mobile Marketing Maßnahmen im Angebot von Google

Mobile MarketingAngeregt durch den aktuellen Beitrag „Google May Have 1 Billion Local-Mobile Queries Already“ von Greg Sterling, in dem dieser sich erneut in Rechenübungen zwecks Kalkulation der monatlich stattfindenden lokalen (mobilen) Suchanfragen in den US vertieft – das gleiche Thema habe ich an anderer Stelle auch schon für DE durchkalkuliert – möchte ich heute kurz das derzeit bei Google zur Verfügung stehende Spektrum an Mobile Marketing Maßnahmen vorstellen.

Bevor wir jedoch in die Materie einsteigen, hier eine Übersicht relevanter Artikel aus dem gleichen Themengebiet:

Stellenwert der mobilen, lokalen Suche

Google teilt uns mit, dass 40% der mobilen Suchanfragen lokaler Natur sind. Der Anteil lokaler Suchen auf dem Desktop beläuft sich auf immerhin 20%.

Microsoft hingegen verweist mit 53% auf einen noch höheren Anteil mobiler Suchanfragen, die auf lokale Informationen abzielen.

Egal wem man glaubt:
Die Relevanz Mobiler Marketingmaßnahmen darf nicht unterschätzt werden, gerade auch weil wir uns erst am Anfang der Entwicklung befinden, denn da Wachstumspotenzial ist im mobilen Segment weiterhin immens.

Mobile Search & App Marketing mit Google

Angesichts des Stellenwerts mobiler Marketingmaßnahmen agiert Google auf diesem Feld in jedem Fall sehr innovativ und bietet für interessierte Advertiser mittlwerweile ein kunterbuntes, vielfältiges Kaleidoskop an unterschiedlichen Formaten und Technologien an, die heute in einem aktuellen Blogbeitrag im offiziellen Google Mobile Ads Blog vorgestellt wurden.

Das Zusammentreffen von Search Ads & Mobile Apps

Google hat klar erkannt, dass gerade in dem Segment der Mobile Apps, das auf die lokale Suche abzielt, der Kontext für lokale Search Ads in jedem Fall gegeben ist. Hier kann der Nutzer auch aus der Isolation im Rahmen seiner App wieder den Weg zurück in das Web finden, falls die eingeblendete Anzeige ausreichend Relevanz aufweist.

Search Ads in Mobile Apps:
Wie oben bereits angedeutet, bereitet Google derzeit die Einblendung von Serarch Ads für Mobile Apps vor. Da der Nutzer sich i.d.R. bereits in einem lokalen Kontext befindet, kann hier schnell Relevanz erzeugt werden, was die Akzeptanz gegenüber diesem Werbeformat erfreulich hochtreiben dürfte.

Für Entwickler:
http://code.google.com/intl/de-DE/apis/custom-search-ads/request-permission.html

Click to Download:
Nur wenig überraschend suchen Smartphone Nutzer auf ihrem Gerät auch nach weiteren Mobile Apps. In diesem Kontext plant Google ein Anzeigenformat, welches direkt in den App Store oder den Android Marketplace verlinken wird, wo sich der Nutzer bequem die App herunterladen kann.

Mobile App Extensions:
Im Rahmen dieser noch im Beta-Stadium befindlichen Anzeigenformate, werden Unternehmen die Möglichkeit erhalten, Anzeigen so zu schalten, dass diese direkt auf passende Unterseiten/ Kategorien innerhalb bereits auf dem Gerät installierter Mobile Apps landen.

Als Beispiel führt Google folgendes Szenario auf: Ein Nutzer sucht auf einem mobilen Endgerät nach schicken Sneakern und wird per Anzeige direkt in die bereits installierte Shopping App dirigiert, wo er ein paar tolle Sneaker zur Auswahl vorfindet.

Local Search Ads – Aktionsgetriebene Werbeformate mit hoher Relevanz

Nutzer, die mobil suchen, suchen sehr oft lokal. Die Stichworte „in der Nähe“ oder „um die Ecke“ verdeutlichen dabei welche Faktoren im mobilen Kontext Relevanz erzeugen. Zudem sind Nutzer im mobilen, lokalen Kontext zumeist sehr aktionsgetrieben, denn sie möchten i.d.R. sofort ein Angebot für ihr Interesse vorgeschlagen bekommen, ein bestimmes Produkt sofort erwerben, oder eine Dienstleistung zeitnah in Anspruch nehmen.

Click to Call:
Die Click to Call AdWords Anzeigen auf mobilen Engeräten sind eine Erfolgsgeschichte sondersgleichen. Woche für Woche generieren diese aktionsgetriebenen Anzeigenformate Kontakte für kleine und große Unternehmen weltweit, verteilt über zahlreiche Branchen. Das liegt auch Nahe, denn der Nutzer hält sein Telefon beim Suchen bereits in der Hand, der Weg zur Conversion ist sehr kurz.

Hyperlocal Search Ads:
Vor einem Jahr von Google gestartet, werden bei diesem Anzeigenformat lokale Informationen wie bsspw. Rufnummern, Wegbeschreibungen, Click to Call Button sowie Verkehrsinformationen eingeblendet. Eingebettet in den richtigen lokalen Suchkontext können derartigen Search Ads die Anzahl gewonnener Kontakte und damit Neukunden gut in die Höhe treiben.

Circulars Räumliche Distanz zum Zielort als Rankingfaktor bei Mobile Search Ads:
Je näher das Angebot des werbetreibenden Unternehmen an einem Nutzer liegt, der sich für ein solches Angebot interessiert, desto höher die Relevanz von Anzeigen, die zu diesem Unternehmen führen. Der Standort der Nutzers und die räumliche Distanz zum beworbenen Angebot ist daher ein zentraler Rankingfaktor, der die Reihenfolge der eingeblendeten Search Ads bestimmt.

Damit dieses Suchanzeigenformat funktioniert muss jedoch der Nutzer zuvor per Opt In bei seinem Endgerät zugestimmt haben, dass Standortinformationen übermittelt werden. Für AdWords stehen in diesem Kontext die sog. Location Extensions zur Verfügung, welche hierzulande unter dem Titel Lokale Standorterweiterungen zur geografischen Ausrichtung der Anzeigen zu finden sind.

Neues Anzeigenformat – „Circulars“:
Google berichtet auch von laufenden Tests mit neuen Anzeigenformaten, sogenannten „Circulars“. Diese zielen darauf ab, den Nutzer mit medienlastigen Inhalten (Fotos, Videos) sowie günstigen Sonderpreisen oder Rabattaktionen zu stimulieren. Hierbei soll die Desktop Suche mit dem Smartphone verknüpft werden, denn dieses Anzeigenformat soll ganz simpel per Mail vom Desktop auf das Smartphone übertragen werden, damit der Nutzer später in den Laden gehen kann, um seinen Gutschein einzulösen.

Mobile Marketing 2012 – Fazit:

Es ist klar, dass die US wie üblich auch in diesem Segment noch eine Vorreiterrolle einnehmen, weshalb noch nicht zwangsläufig die Alarmglocken bei denjenigen erklingen müssen, die sich bislang noch nicht detailliert mit Mobile Marketing befasst haben.

Nichtsdestotrotz sind die hier skizzierten Entwicklungen im Mobile Web nicht mehr aufzuhalten, weshalb es daher für jedes Unternehmen – egal ob klein oder groß – empfehlenswert sein dürfte, einfach mal zu evaluieren, welches mobile Werbeformat Sinn machen könnte, um so die Zahl der Kanäle, über die Kunden gewonnen werden können, zielgerichtet und sinnvoll zu erhöhen.


2 Antworten zu “Mobile Suche: Das Marketing-Kaleidoskop von Google”

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