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Local SEO: 12 Tipps für Pressemeldungen

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Pressemitteilungen als flankierende Maßnahme im Rahmen der lokalen Suchmaschinenoptimierung

Das Magazin Searchengineland hat nach längerer Pause in der Rubrik Locals Only endlich mal wieder eine Kolumne veröffentlicht.

Heute gebe ich daher – in Anlehnung an den Beitrag „12 Tips For Using Press Releases In Local Online Marketing“ – eine Vielzahl an praxisorientierten Tipps rund um das Thema Online-PR wieder, die als flankierende Maßnahme jegliche Aktivitäten im Bereich Local SEO zielgerichtet unterstützen können.

Presseportale & Online-PR

Analysen & Hintergrundinformationen zur Presseportalen aus SEO-Sicht

Zum Einstieg in diese Thematik empfiehlt sich die etwas ältere Untersuchung „Artikelverzeichnisse – Analyse und Sichtbarkeit“ (Teil 1 & Teil 2) von Frank Doerr, die man idealerweise als Guidleine dafür verwendet, diejenigen Presseportale, die man für seinen Verteiler verwenden möchte, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wie eine aktuelle Analyse bei Online-PR Portalen beispielsweise aussehen sollte, kann man sich in dem Beitrag „Presseportale – Welche lohnen sich?“ von Siegbert Müller anschauen, in dem die stolze Zahl von 65 Presseportalen auf unterschiedliche SEO-Kriterien hin abgeklopft wurde.

Die Grundlage für diese Untersuchung sowie die Links zu all diesen Online-PR Portalen findet man in den folgenden Artikeln:

Eine Abbildung mit umfassenden Infos zu zahllosen Presseportalen findet man außerdem noch bei SEO-United.de:

Auch die Internetkapitäne haben sich in dem Beitrag „PR-Portale im Vergleich“ bereits ausführlich mit dem Thema Online-PR befasst.

Eine etwas ausführlichere Fassung dieser Analyse kann man sich außerdem im Suchradar in dem Beitrag „Online-PR: Welches kostenlose PR-Portal darf’s denn sein?“ zu Gemüte führen.

Warum Online-PR betreiben?

Pressemeldungen in ausgesuchten PR-Portalen online zu stellen hat einige Vorteile: Man kann eine aktuelle Story, die in einem direkten Zusammenhang mit dem eigenen Unternehmen steht, gezielt online stellen.

Damit ist es unter Umständen möglich Journalisten, Blogger sowie News-Aggregatoren darauf aufmerksam machen. Idealerweise werden dabei vorrangig lokal tätige Medien anvisiert, Blogger als Zielgruppe ins Auge gefasst, die hauptsächlich über lokale Kontexte berichten sowie hyperlokale News-Aggregatoren wie bspw. Myheimat.de anvisiert.

Darüber hinaus bieten PR-Meldungen die Möglichkeit Links auf die eigene Website aufzubauen sowie umfassende Adress- und Kontaktinformationen passend zum eigenen Unternehmen im Web zu verbreiten. Dies wirkt sich positiv auf das Google Places Ranking aus, denn je mehr Firmenerwähnungen a.k.a. „Citations“ Google zu einem Unternehmen findet, desto besser ist dessen Chance im Rahmen der lokalen Google Suche gut gefunden zu werden.

Schlußendlich kann man Pressemeldungen auch prima mit Social Media Maßnahmen kombinieren, denn auf diesem Wege ist es bspw. möglich Online-Medien und Blogs auf eine Aktion aufmerksam zu machen, die möglicherweise auf der Facebook Fanpage bereits ein Weilchen recht erfolgreich läuft, was für die Aktion im Umkehrschluss noch mehr Rückenwind bedeuten kann.

Was gehört in eine Pressemeldung?

Pressemeldungen: 12 Tipps für Online-PR Maßnahmen

1.) Wer? Was? Wo? Warum? Wann?
Es sollte grundsätzlich sichergestellt werden, dass diese fünf Fragen in der Pressemeldung geklärt werden.

2.) Lokale Zusatzinformationen
Damit eine Pressemitteilung als „Citation“ für die Google Places Optimierung verwendet werden kann, müssen an das Ende der Meldung die vollständige Adresse, die Kontaktinformationen sowie der Firmenname hinterlegt werden.
Ergänzend macht es Sinn, die Stadt, in der man mit seinem Unternehmen ansässig ist, an sinnvollen Stellen im Fließtext unterzubringen. Dabei sollten auch Stadtteilbezeichnungen sowie regionale Umschreibungen verwendet werden.

3.) Erzähle eine Story!
Auch Pressemeldungen dürfen interessant sein und sollten nur dann veröffentlicht werden, wenn mach auch tatsächlich etwas zu erzählen hat. Über die bloße Faktenaufzählung hinaus, sollte ein roter Faden dafür sorgen, dass eine interessante Geschichte für die Presse und für die Leser aufbereitet wird.

4.) Keyword-Recherche
Es kann Sinn machen, vor dem Erstellen der Pressemeldung eine Keyword-Recherche durchzuführen. Damit ist sichergestellt, dass im Text auch relevante Suchbegriffe verwendet werden, die die Sprachwelt der Nutzer wiederspiegeln.

5.) Recherche sinnvoller Online-PR Portale
Es gibt eine Vielzahl an kostenlosen und -pflichtigen Portalen, über die man Online-PR betreiben kann. Es macht in jedem Fall Sinn, sich im Vorfeld etwas näher mit diesen zu befassen, um herauszufinden, ob der Inhalt der Meldung auch zu dem jeweiligen Portal passt, ob man Links in der Mitteilung unterbringen kann, etc.

6.) Füge hochwertige Abbildungen hinzu
Es macht Sinn die Pressemeldung um Fotos zu ergänzen. Dabei gilt es jedoch die grundsätzlichen Vorgaben im Rahmen von SEO für Bilder zu berücksichtigen, die Martin Missfeldt kürzlich in seinem Blog aktualisiert hat. Darüber hinaus sollten dabei auch noch die bei Searchengineland zusammengetragenen Tipps für Bilder & Local SEO beherzigt werden.

7.) PDF ergänzen
Die Pressemeldung sollte idealerweise um ein PDF ergänzt werden. Pressemitteilungen werden gerne von diversen Aggregatoren weiterverbreitet, was dazu führt, dass auch die Links im PDF zu Verbesserung der Linkpopularität beitragen.

8.) Einen „Pressebereich“ auf der Firmenwebsite einrichten
Zu jeder Firmenhomepage gehört ein Pressearchiv, wo die älteren PR-Meldungen abgerufen werden können, wenn diese nicht mehr im Web zu finden sind. Dies wirkt sich positiv auf die Inhalte der Firmenwebsite aus, denn je mehr relevanter Kontext zu finden ist, desto größer ist die Chance in der Suche aufzutauchen.

9.) Einen oder mehrere Links in die Meldung einfügen
Bei den meisten PR-Portalen ist es zulässig einen Link zur Firmenwebsite in der Meldung unterzubringen. Wenn mehr erlaubt sind, sollte man dazu übergeben auch den Firmenblog, oder die Social Media Profile – so denn vorhanden – zu verlinken.

10.) Rühr‘ die Werbetrommel
Es macht in jedem Fall Sinn, die eigenen Pressemitteilungen zu promoten und dafür zu sorgen, dass diese auch gelesen werden. Hierfür eigenen sich Social Media Profile, aber auch der direkte Kontakt zu Journalisten, Bloggern oder anderen Personen mit Reichweite, die dafür sorgen können, die Presemeldung als Story weiterzutragen. Hierbei macht es Sinn, sich auch tatsächlich auf diejenigen Empfängerkreise zu beschränken, bei denen man davon ausgehen kann, dass diese der Inhalt der Mitteilung auch tatsächlich interessiert.

11.) Ein PR-Meldung macht nur Sinn, wenn man etwas mitzuteilen hat
Es klingt banal: Man sollte nur Pressemeldungen verschicken, wenn die Inhalte auch eine Neuigkeit darstellen, über die es sich zu berichten lohnt. Nichts ist schlimmer, als die Zeit von Journalisten zu verschwenden, die einem grundsätzlich wohlgesonnen sind, denn so verspielt man die Chance beim nächsten Mal überhaupt gelesen zu werden.

12.) Nicht zu häufig PR-Mitteilungen verschicken
Es sollte in jedem Fall vermieden werden, sowohl Journalisten und Blogger als auch die Leser zu ermüden. Daher sollte man nicht zu häufig PR-Meldungen versenden, da sonst ein Ermüdungseffekt eintreten könnten. Im schlimmsten Fall, werden dann Meldungen dieses Unternehmens künftig einfach nur noch ignoriert.

Pressemeldungen & Online-PR – Fazit

Eine Pressemitteilung zu schreiben ist eigentlich nicht so schwer. Auch um die allermeisten der hier aufgeführten Tipps zu berücksichtigen, braucht man kein Universitätsdiplom und muss auch nicht immer gleich eine professionelle PR-Agentur beauftragen…

…was jedoch eine Herausforderung darstellt ist in aller Regel die Story und diese ist es auch im Endeffekt, die darüber entscheidet, ob eine Pressemeldung von Journalisten aufgegriffen wird, oder eben nicht.


15 Antworten zu “Local SEO: 12 Tipps für Pressemeldungen”

  1. 12 Tipps für Pressemeldungen für lokale KMU…

    Zwölf praxisorientierte Tipps für KMU zum Umgang mit Pressemeldungen für eine gezielte Optimierung für die lokale Suche……

  2. Maik Bruns sagt:

    Ich gebe dir vor allem mit deinem Fazit Recht. Die Relevanz ist entscheidend. Ich muss zugeben, dass wir selber uns in der Hinsicht auch erst einmal die Hörner abstoßen mussten, als wir mit Presseverteiler-Arbeit begonnen haben. Aber mittlerweile stehen Relevanz und „Story“ immer möglichst weit oben auf der To-do-Liste. Wer beides nicht berücksichtigt, kann die Arbeit gleich liegen lassen. Ohne den nötigen Ernst ist auch dieser Teil nicht hilfreich.

    Vielleicht darf ich noch ergänzen, dass auch wir schon einmal einen Test zum Thema Presseportale durchgeführt haben. Unter http://www.suchradar.de/magazin/archiv/2011/1-2011/kostenlose-online-pr-portale.php und http://www.internetkapitaene.de/2011/01/03/pr-portale-im-vergleich-rangliste-fur-kostenlose-pr-portale-erstellt/ gibt’s die entsprechenden Artikel dazu. Markus Hövener hat Sie verfasst.

    • Hi Maik,

      Danke für die Hinweise… ich habe Die Links oben im Artikel ergänzt!

      Und ja: Ohne Story ist die Arbeit mit kostenlosen Presseverteilern auch nur eine Unterdisziplin von Artikelmarketing, was ja in der Regel eine reine SEO-Maßnahme ohne Leser darstellt…

      Gruß,
      Sebastian

  3. Hallo Sebastian,

    vielen Dank für den Artikel, hier ist wirklich noch einmal alles Wichtige zusammengefasst! Ergänzend führe ich gerne fünf PR-Tipps an, die ich in meinem Blog veröffentlicht habe: http://www.nierada-marketing.de/blog/35-fuenf-wirkungsvolle-pr-tipps.
    Eine Sache ist mir aber immer noch nicht ganz klar: die Frage mit dem Double Content. Wie sehen es Suchmaschinen, wenn ich denselben Text auf verschiedenen kostenlosen Presseportalen veröffentliche?

    • Hallo Marta,

      Danke für Deinen ergänzenden Link-Tipp und Dein positives Feedback!

      Was den Aspekt des „Duplicate Content“ anbelangt, so filtert Google schlicht die allermeisten Duplikate auf den ganzen Presseportalen erfolgreich aus der Wertung für das Ranking in den Suchergebnissen raus.

      Wie man auch dem Beitrag im Suchradar (http://goo.gl/uxMWT) entnehmen kann, macht es daher wenig Sinn, Dienste zu verwenden, die ein- und dieselbe Pressemitteilung an zig Portale verschicken.

      Es ist besser fünfzehn unterschiedliche Fassungen der Pressemeldung – v.a. mit anderen Headlines – zu schreiben und diese auf fünfzehn hochwertigen PR-Portalen online zu stellen, als ein- und dieselbe Mitteilung 100 mal zu verteilen.

      Gruß,
      Sebastian

  4. […] wieder ein super Artikel von Sebastian Socha auf KennstDuEinen: Local SEO: 12 Tipps für Pressemeldungen. Die Tipps sind natürlich auch für “nicht-Local SEOs” super (etwa der Tipp: […]

  5. Als Betreiber so eines kostenlosen Presseportals kann ich noch ein paar Tipps ergänzen, gegen die leider immer wieder verstoßen wird:

    – „saubere“ Mitteilungen einliefern, ohne HTML- oder CSS-Formatierungen
    – keine Überschriften in durchgängiger Großschreibung
    – Keine Ausrufezeichen in der Überschrift
    – In der Mitteilung Bezug nehmen auf aktuelle Ereignisse („Röcke jetzt bei Shop XYZ“ ist nicht wirklich eine Pressemitteilung, die es wert ist, veröffentlicht zu werden)

    • Hallo Torsten,

      Danke für Deine Tipps!

      Das stimmt schon, dass viele bereits daran scheitern, eine formal halbwegs korrekte PM rauszuschicken…
      … ergänzen könnte man aus SEO-Sicht evtl. noch, dass man idealerweise für jedes Presseportal einen individuellen Text inkl. einzigartiger Headlines verschickt, aber das ist ein Haufen Arbeit 😉

      Gruß,
      Sebastian

  6. Online PR sagt:

    Wirklich schöne Tipps für Pressemeldungen. Ich glaube gerade die Keywordoptimierung wird dort gerne vernachlässigt. Dabei ist es wirklich nicht schwer, die Keyworddichte mit kostenlosen Tools zu überprüfen bei http://www.webtubes.de gibt es im Bereich Tools einen Keyworddichtechecker der kaum Wünsche offen lässt.

    Beste Grüße

    Holle

  7. Ramin sagt:

    Pressemitteilungen sind natürlich sehr wichtig. Meiner Meinung nach kommt es auf den Inhalt an. Man möchte für sich, sein Unternehmen oder aber auch für seine Produkte werbe, sollte dies aber erst einmal in den Hintergrung verbannen.
    Kein Mensch möchte lesen, das ich Produkt XY verkaufe. Aber eine nette und lesenswerte Storry sorgt für die nötige Aufmerksamkeit des Lesers, der dann auch vllt. auf die Seite des Verfassers geht;-)

    Ich habe hier ein Beispiel für so einen Pressebericht.

    http://www.spar-wunderland.de/PublishedFiles/Holzdildo%20selber%20bauen.pdf

    Wir produzieren Erotiktoys aus Holz und bei dem Bericht zeige ich, wie man selber einen Holztoy zuhause bauen kann. Der Effekt hat bis jetzt meine Erwartungen mehr als übertroffen, obwohl alle meinten, mein Bericht wäre Geschäftsschädigend.

    • Sebastian Socha sagt:

      Hallo Ramin,

      ich glaube Du triffst den Kern ganz gut. Man muss auch mal über seinen Schatten springen um eine „gute Story“ zu finden und zu veröffentlichen.

      Was gut ist entscheidet am Ende ohnehin nur die Zielgruppe und darüber sollte man sich Gedanken machen.

      Ich finden Deinen Beitrag echt nicht schlecht, weil man so 1) Aufmerksamkeit erregt und 2) eine recht breite Maße an neugierigen Nutzern zu sich ziehen kann, wobei sicher auch mal der eine oder andere Link abfällt, der die SEO-Rankings nach vorne bringt.

      Auch wenn dein Text eher weniger einer Pressemitteilung entspricht, denke ich kann man sich davon in puncto „Storytelling“ durchaus ein Scheibchen abschneiden, wenn man denkt, dass man in einem „langweiligen“ Gewerbe tätig ist.

      Es kommt immer nur auf den Blickwinkel und gute Ideen an :)

      Gruß,
      Sebastian

  8. […] sich die große Frage, wie eine Pressemeldung auszusehen hat und wie sie aufgebaut werden sollte. Hier eine wunderschöne Anleitung, die auch heute noch gültig ist. Da wir hier aber vor allem […]

  9. Der Horst sagt:

    Bringen es die Pressemitteilungen noch? Der Artikel war vor zwei Jahren und mittlerweile liest man immer mehr davon, dass das veraltet ist und keine Rolle spielt.

    • Hallo Der Horst,

      ich würde PR-Meldungen immer nur dann verschicken, wenn es wirklich was zu berichten gibt. Die Links bringen so gut wie nichts mehr und bei massenhaftem PR-Versand im Web, können diese sogar schaden. Daher wirklich nur dezent einsetzen und v.a. darauf bauen, dass die PR-Meldungen gelesen und woanders erwähnt werden. Ggf. fällt dabei auch mal ein Link ab…

      Gruß,
      Sebastian

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