KennstDuEinen Blog

Google Places: Kundengewinnung mit sinnvollen Abbildungen

Geschrieben am von

Hochwertige & thematisch passende Fotos auf Google Places hochladen

Google PlacesUnternehmen haben mit Ihrem Google Places Eintrag etliche Möglichkeiten, sich potenziellen Kunden optimal zu präsentieren. Hierunter fallen vor allem auch die Abbildungen, die keine geringe Rolle bei der Entscheidungsfindung für oder wider einen lokalen Anbieter spielen.

Zwar kann man mit guten Fotografien nicht das Ranking auf Google Places positiv beeinflussen, nichtsdestotrotz sollte jedoch klar sein, dass diese bisweilen an sehr prominenter Stelle inmitten der Google Suchergebnisse auftauchen können.

Wenn man sich daher keine Gedanken über den Aspekt Abbildungen macht, dann kann es sein, dass man entweder mit wenig sinnvollen Bildern in den Suchergebnissen präsentiert wird, oder gar unvorteilhafte Abbildungen angezeigt werden, die den Betrieb in einem negativen Licht erscheinen lassen.

Drei Abbildungen vom Google Places Eintrag in den Google Suchergebnissen
Google Places - 3 Abbildungen in den Google SERPs

Wie man hier erkennt, werden aufgrund eines nur unzureichend gepflegten Google Places Profils, dass leider noch nicht ein Mal vom „Inhaber bestätigt“ wurde, nicht gerade optimale Abbildungen angezeigt [Link zur Place Page].

Die erste Abbildung zeigt den perspektivisch verzogenen Schnappschuss einer Google Street View Kamera, die zweite Abbildung entstammt einem Firmeneintrag bei Cityguide und ist nur wenig aussagekräftig und die dritte Abbildung – ein grundsätzlich sehr sinnvolles Gruppenporträt der Mitarbeiter – entstammt dem Stadtmagazin PRINZ – und ist leider auch nur in einer kleinen Version zu sehen, auf der man kaum etwas erkennt.

Fotos & Logos auf Google Places – Was macht Sinn?

Um mal einen kleinen Überblick zu bieten, welche Arten an Abbildungen auf Google Places Sinn machen, worauf man beim Hochladen achten sollte und was in jedem Fall eher vermieden werden sollte, möchte ich nachfolgend einige positive wie auch negative Beispielen präsentieren.

Offizielle Informationen und Richtlinien zu Fotos auf Google Maps und Places findet man hier:

Eigene Abbildungen hochladen
Man sollte in jedem Fall eigene Abbildungen und Fotos auf Google Places hochladen. Dies hat den Vorteil, das man bestimmen kann, in welcher Reihenfolge diese angezeigt werden und welches Foto etwas größer in der rechten oberen Ecke des Eintrags präsentiert wird.

Die etwas größere Abbildung ist immer die erste, die man bei seinem Google Places Profil hochlädt. Diese ist übrigens auch diejenige Abbildung, die in den Google Suchergebnisse als erste angezeigt wird. Das wichtigste: Man kann die Abbildungen in einer großen Version hochladen, die man sich bei einem Klick auf die kleine Vorschauabbildung genauer ansehen kann.

Außenansichten präsentieren
Aussenansicht Blaue TischeDamit man den Laden, das Studio, das Restaurant oder die Fahrrad-Werkstatt beim Vorbeilaufen auch erkennt, macht es in jedem Fall Sinn zwei, drei Außenansichten – bei gutem Wetter – zu erstellen. Diese sollten von unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen worden sein und in jedem Fall auch ein wenig von den umliegenden Gebäuden zeigen, damit man die Gegend wiedererkennen kann.

Bei dem Beispiel des hier gezeigten Berliner Restaurants hätte man zum einen auf ein paar Sonnenstrahlen warten können – zum anderen wären weitere Fotos mit ggf. etwas mehr Abstand noch sinnvoll, die man zusätzlich noch optisch aufhellen könnte, damit diese freundlicher wirken.

Aussenansicht Plansecur BeratungMöglicherweise ist das Gebäude aber auch sehr repräsentativ, weshalb es in Branchen wie „Recht & Geld“ in jedem Fall Sinn machen kann, dieses auch prominent auf Google Places zu präsentieren, falls man beabsichtigt in einem hochwertigen Kundensegment tätig zu sein.

Hierfür habe ich als Beispiel ein schönes Foto einer Gründerzeitvilla in München entdeckt, die von einer Gruppe von Finanzberatern auf der Google Places Page verwendet wird und idealerweise bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen wurde.

Gruppenporträt der Belegschaft oder einzelner Teams
Mitarbeiter FitnessstudioJedes Unternehmen lebt vom reibungslosen Zusammenspiel der Belegschaft, speziell bei lokalen Unternehmen, treten die Mitarbeiter jedoch oftmals in einen recht engen Kontakt mit den Kunden.

Daher ist es wichtig, gerade diejenigen Mitarbeiter, die häufig in Kundenkontakt treten, auch auf den Place Pages zu präsentieren. Dabei kann es auch Sinn machen diese in einzelne Teams, z.B. „Kassierer“, „Kundensupport“, „Einkaufsberater“, „Trainer“ o.ä. einzuteilen.

Gruppenporträt FriseurMan wird so nicht nur der Realität im Betrieb gerecht, sondern bietet Kunden die Möglichkeit die Menschen hinter dem Unternehmen zu sehen. Wirken diese freundlich, gepflegt und kompetent, dann sollte einer Kontaktaufnahme nichts im Wege stehen.

Werden hingegen unterbelichtete Aufnahmen mürrisch dreinblickender Mitarbeiter präsentiert, dann überlegt sich es der potenzielle Kunden sicher nicht länger und kontaktiert einfach einen anderen Anbieter, der in der Regel nur einen Mausklick weiter entfernt zu finden ist.

Einzelporträts bei Kanzleien, Arztpraxen… oder um den Chef zu zeigen
Rechtsanwalt in KanzleiWenn man den Chef eines Betriebs zeigen möchte, dann sollte man diesen zwar in jedem Fall wenigstens ein Mal inmitten seiner Mitarbeiter zeigen, ergänzend aber auch im vorteilhaften Einzelporträt.

Das gleiche gilt vor allem auch für Arztpraxen und Anwaltskanzleien, oder ähnlichen Berufen mit zumeist akademischen Hintergrund, in denen die Reputation und das Know-How einer einzelnen Person die Kernkompetenz darstellt.

Hier nun einen unrasierten Anwalt, einen Arzt mit Flecken am Kittel oder einen Versicherungsmakler im rot-grünen Strickpulli zu präsentieren ist ganz sicher nicht Sinn der Sache, wenn man den Kanal Google Places zur Neukundengewinnung im Internet nutzen möchte.

Innenansichten präsentieren
Innenansicht FriseurWichtiger noch als Außenansichten sind für die meisten Betriebe die Innenansichten. Die Behandlungsräume eines Kosmetikstudios, der Innenraum bei einem Friseur, aber auch der Empfangsbereich einer Autolackiererei, der Warteraum einer Praxis und ganz bestimmt das Ambiente eines Restaurants müssen auf Google Places gezeigt werden.

Sind die Abbildungen unterbelichtet, dann wirkt der Innenraum in jedem Fall schmuddelig, egal wie sauber er in Wirklichkeit ist.

Es möchte jedoch niemand einen schmuddeligen Friseur oder ein miefiges Restaurant besuchen. Da jedoch der erste Eindruck zählt, heißt es genau bei diesem Punkt sich richtig Mühe zu geben. Die Bilder sollten gut ausgeleuchtet sein, es sollten abwechseln Abbildungen mit Details zu finden sein, wie auch unterschiedliche Perspektiven derjenigen Räume, die der Kunde auch tatsächlich betreten kann.

Die Dienstleistung in Aktion präsentieren
Kfz-MechanikerEs klingt banal, ist es auch – warum es jedoch auf fast keiner Places Seite umgesetzt wird, entzieht sich meiner Kenntnis: Man sollte die Dienstleistung bzw. das Produkt in Aktion zeigen. Eine Kosmetikerin sollte auf den Aufnahmen gerade einen Kunden behandeln, ein Schreiner beim Montieren einer Schrankwand zu sehen sein und ein Kfz-Mechaniker beim Reparieren eines Autos präsentiert werden.

Es geht dabei nicht darum, dass reale Situationen im Berufsleben fotografiert werden. Es müssen auch wirklich keine echten Kunden auf den Abbildungen auftauchen…

ReifenwechselDiese Aufnahmen dienen als Symbol dafür, womit man dem Kunden dienen kann. Sie sind ideale Darstellungen, die zeigen sollen, welche Fähigkeiten, Kenntnisse, Alleinstellungsmerkmale ein bestimmter Betrieb oder Dienstleister bietet. Der Nutzer, der sich im Moment nach einem relevanten Anbieter im Internet umsieht, soll anhand der Fotos auf einen Schlag erkennen können, ob dieser grundsätzlich das anbietet, was er sucht, oder nicht.

Firmenlogo hochladen
Sixt LogoNeben den aufgeführten Abbildungen bietet es sich ergänzend noch an ein Firmenlogo hochzuladen. Man sollte es sich jedoch gut überlegen, ob man dieses als die prominenteste Abbildung der Google Places Seite verwenden möchte, oder ob abhängig von der Branche nicht eventuell ein Gruppenporträt, eine Innenaufnahme, etc. besser geeignet wäre.

Die prominente Anzeige des Logo ermöglicht es, dass positive Image, dass mit Hilfe der übrigen Abbildungen evoziert wird, direkt mit dem Unternehmenslogo zu verknüpfen.

Sixt CounterDabei sollte das Logo gut erkennbar sein, wenn möglich auch in genau dieser Form auch auf den Außen- oder Innenansichten zu sehen sein – etwa wie bei dem Beispiel der Sixt Autovermietung hier – damit ein potenzieller Kunde das Logo ggf. auch etwas später noch mal auf einem Flyer, in einer Anzeige oder beim Vorbeifahren wiedererkennt.

Preise & Auszeichnungen präsentieren
Infratest BefragungFrei nach dem Motto „Tue gutes und sprich darüber“ macht es natürlich viel Sinn, wenn man auf seiner Google Places Seite auch Auszeichnungen, Ehrungen und Preise präsentiert.

Dabei kann es sich um Prädikate von Stiftung Warentest handeln, um eine ISO 9001-Zertifizierung, um seriöse Umfrage-Ergebnisse und vieles mehr.

Es ist jedoch wichtig, dem Nutzer mitzuteilen, wo er sich diese im Original ansehen kann, denn irgendeinen Screenshot einbauen und als den eigenen ausgeben kann jeder. Hierfür bietet es sich bspw. an, die URL der Fundstelle unter die Abbildung zu schreiben, oder per Google Places Statusupdate darauf mit einem funktionierenden Link aufmerksam zu machen.

Zahlungsmöglichkeiten & akzeptierte Kreditkarten präsentieren
Kreditkarten BezahlmöglichkeitenZu guter Letzt soll der Interessent ja in irgendeiner Form zum Kunden werden. Damit es jedoch nicht daran hapert, dass der Kunde die falsche Kreditkarte eingesteckt hat, oder schöne Situationen entstehen, weil dieser nicht wusste, dass prinzipiell immer Bar bezahlt werden muss, bietet es sich die Bezahlungsmöglichkeiten als Screenshot bei seinem Google Places Profil hochzuladen.

Dies macht insofern Sinn, da Google ja leider dieses Feature von den Google Places Einträgen entfernt hat, so daß man sich nun selbst helfen muss, um potenzielle Kunden im Internet adäquat zu informieren.

Hierzu fertigt man sich einfach eine Zusammenstellung der akzeptierten Kartensymbole, etc. mit dem Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl an und lädt diese Abbildung wie bisher auch bei Google Places hoch.

Fotos & Abbildungen auf Google Places: Was vermeiden?

Abschließend noch eine kleine Liste mit Punkten, die man bei Fotos und Abbildungen für Google Places vermeiden sollte, um sich nicht schlechter darzustellen, als man in Wirklichkeit ist:

  • Unscharfe Fotografien: Jeder Person und jedes Gebäude sieht unsauber und nur wenig vertrauenswürdig aus, wenn es unscharf präsentiert wird.
  • Bilder aus kostenlosen & -pflichtigen Fotodatenbanken: Dies Fotos werden zigfach wiederverwertet und tauchen in allen möglichen Kontexten auf. Es macht daher keinen Sinn, sein Unternehmen mit derartigen Abbildungen zu präsentieren
  • Winzige Abbildungen: Werden keine großen Versionen bei Google Places hochgeladen, dann erkennt der Nutzer auch nach einem Klick auf die einzelne Abbildung noch immer nichts. Diesen frustrierenden Moment sollte man dem Interessenten ersparen.
  • Veraltete Abbildungen: Tragen alle Mitarbeiter Cordjackets und Schlaghosen auf den Fotos? Dann ist es höchste Zeit mal neue Fotos anzufertigen. Das gleiche gilt auch, wenn das Nebengebäude bei der Außenansicht schon längst fertig gebaut wurde.
  • Abstrakte Abbildungen: Falls die Fotos so abstrakt sind, dass sie keinen Bezug mehr zum Unternehmen aufweisen oder zu wenig konkret darstellen, um was es bei dem jeweiligen Anbieter geht, dann sollte man auf diese einfach verzichten.

Fazit

Man kann kann insgesamt zehn Abbildungen auf sein Google Places Profil hochladen. Das sind zehn visuelle Ansatzpunkte, den Nutzer davon zu überzeugen, sich für den angeklickten Betrieb zu entscheiden.

Idealerweise deckt man mit den Abbildungen den Informationsbedarf des Interessenten umfassend ab, stellt sich dabei in einem positiven, aber glaubwürdigen Licht dar und sorgt im Rahmen einer systematischen Google Places Optimierung noch zusätzlich für regelmäßig neue Bewertungen, dann sollte der Kundengewinnung über diesen Kanal nur noch wenig im Wege stehen…

… via Localvisibilitysystem.com


3 Antworten zu “Google Places: Kundengewinnung mit sinnvollen Abbildungen”

  1. Wieder mal ein toller interessanter Artikel von Ihnen. Danke für die Tipps sagt Ihr Schreiner Georg Niebler.

  2. danke, sehr übersichtliche und verständliche Zusammenfassung

  3. Sabrina sagt:

    Super Beitrag. Bin grad auf der Suche nach den passenden Bildformaten für Google Maps und da taucht auch schon dieser Bericht auf, mit vielen guten Tipps!

    Neben den Bildern sollte man natürlich noch versuchen, alle wichtigen Informationen mit unterzubringen 😉

Einen Kommentar schreiben