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Support von Google benötigt? Einfach an die NYTimes wenden…

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Reagiert Google immer erst, wenn die NYTimes öffentlich Kritik ausübt?

Google PlacesUm es kurz zu machen: Google bietet keinen Kundensupport bei Google Places an. Trauriger Zeuge ist das Google Places Hilfeforum, wo vielleicht jede 15. Frage halbwegs zufriedenstellend beantwortet wird. Ich möchte auch gar nicht mehr länger auf den mittlwerweile hinlänglich bekannten, weit verbreiteten Problemen auf Google Places herumtrampeln.

Heute geht es darum, wie Google mit genau dieser Kritik, die derzeit rund um den Globus immer lauter zu werden scheint, mit Bezug auf Google Places umgeht. Scheinbar versteht Google immer noch nicht, wie man mit kleinen- und mittelständischen Unternehmen umgehen muss:

Verständnisvoll für die indiviuellen Sorgen und Nöte, flexibel und schnell bei der Lösung von individuellen Problemen sowie transparent bei der Aufstellung von Regeln, die für alle gleichermaßen gelten.

Davon ist Google speziell auf Places jedoch noch weit entfernt…

Get your business found on Google... NOT!

Hilfe!!! Ich habe ein Problem auf Google Places…???

Kein Problem… in diesem Fall hilft eines ganz bestimmt: Man führt eine öffentlichkeitswirksame Aktion durch, indem man das Google Hauptquartier in Mountainview auf Google Places kurzerhand schließt. Anschließend berichtet man auf breiter Ebene im Blog und auf Social Media Plattformen über diesen Coup. Eng vernetzt mit anderen Fachleuten & Expertinnen im Bereich Local SEO nimmt so eine Aktion dann schließlich Fahrt auf, auch Google äußerst sich kurz, bis am Ende der ganze Sachverhalt bei der NYTimes landet, die es sich ohnehin auf die Fahne geschrieben hat, Google neuerdings ganz besonders genau auf die Finger zu schauen…

Auszüge aus dem Beitrag der NYTimes:
Nobody is quite sure how prevalent these sham closings have become. In Google Forums, where users can pose questions about Google’s features, there are dozens of exasperated postings like this one, written in July: “Help! My business is listed ‘PERMANENTLY CLOSED’ on Google Maps even though it has always been open! Help!”

Anschließend wandte sich die NYTimes direkt an Google:
A Google spokesman, Gabriel Stricker, declined to comment on whether the company kept a running tally of fraudulent closings. But he said Google was aware of the issue and was already working on changes, which will be adopted in coming days, to prevent what he called “malicious or incorrect labeling.”

“We know that accurate listings on Google Maps are an important tool for many business owners,” he wrote in an e-mail. “We take reports of spam and abuse very seriously and do our best to ensure the accuracy of a listing before updating it.”

Google reagiert mit einem Blogpost im Google Maps Blog (Link):
About two weeks ago, news in the blogosphere made us aware that abuse — such as “place closed” spam labels — was occurring. And since then, we’ve been working on improvements to the system to prevent any malicious or incorrect labeling. These improvements will be implemented in the coming days.

We know that accurate listings on Google Maps are an important tool for many business owners. We take reports of spam and abuse very seriously and do our best to ensure the accuracy of a listing before updating it. That being said, we apologize to both business owners and users for any frustration this recent issue of spam labeling has caused, and we’re committed to making sure that users and potential customers continue to have the most up-to-date and accurate information possible.

Infografik: Probleme mit Google Places? Die NYTimes hilft!

Probleme mit Google Places - Einfach an die NYTimes wenden
Bildquelle: OptiLocal | Zum Vergrößern auf die Abbildung klicken…

Erst bei ausreichend großem Druck gelobt Google Besserung

Wie kann es sein, dass immer erst ein anerkannter Experte wie Mike Blumenthal den Bogen überspannen muss, bis Google es für nötig befindet zu reagieren? Warum muss erst ein ausreichendes Maß an Öffentlichkeit zusammenkommen, bis geschilderte Probleme von Google Ernst genommen werden?

Reicht es nicht aus, wenn tausende von lokalen Unternehmern weltweit ihre Stimme in den eigens dafür zur Verfügung gestellten Google Places Hilfeforen erheben? Wozu sind diese denn sonst da? Zur Schau? Aus Spaß? Zur Beruhigung?

Letztendlich sollte sich Google klar machen, dass es aus Sicht von kleinen- und mittelständischen Unternehmen hochgradig problematisch ist, wenn es kein System auf Google Place gibt, welches dafür sorgt, dass folgende Punkte gezielt verhindert bzw. verbessert werden:

  • Mißbrauch durch Wettbewerber & Scherzbolde
  • Kontinuierliche Ergänzung von Dubletten
  • Fehlerhafte Anzeige von korrekt eingetragenen Firmendetails
  • Vermischung von “ähnlichen” Einträgen
  • Fehlende Branchenkategorien für den Firmeneintrag
  • Unerklärliche Sprünge im Reporting
  • Katastrophale Usability der Places Tools
  • Mangelhafte Fehlerberichterstattung
  • Nicht vorhandener Support

Wie stellt sich das Google eigentlich vor mit dem breit angelegten Plan mehr und mehr KMU auf den Kanal “Online” setzen zu lassen, wenn ein so einfacher Punkt, wie die Konsistenz eines Firmeneintrags nicht gewährleistet werden kann? Mal ganz abgesehen davon, dass die Regeln hier auch in regelmäßigen Abständen über den Haufen geworden werden, so daß am Ende keiner mehr weiß, was erlaubt, was geboten und was verboten ist…


6 Antworten zu “Support von Google benötigt? Einfach an die NYTimes wenden…”

  1. Gerald sagt:

    Das ist es, was den kleinen Leuten fehlt… Eine Lobby, damit Google mal zuhört. Ich werde meine Daten jedenfalls nicht mehr so schnell Google anvertrauen.

    Siehe auch hier einen schönen Fall mit Adsense: http://polizist.in/archives/224-Google-AdSense-Konto-deaktiviert.html

  2. [...] Support von Google benötigt? Einfach an die NYTimes wenden… Reagiert Google immer erst, wenn die NYTimes öffentlich Kritik ausübt? Um es kurz zu machen: Google bietet keinen Kundensupport bei Google Places an. Source: blog.kennstdueinen.de [...]

  3. Hallo mein name fotoschroen.de wurde mir entwendet und wird rufschädigend im internet benutzt.
    Können sie dieses unterbinden.
    Ich suche den Verursacher und werde gegen den Betreiber der sexseite unter meinem namen Strafantrag stellen.
    Erreichen können sie mich unter info@foto-schroen.de
    MFG
    Stephan Schrön

  4. Michaela sagt:

    Ich hab auch versucht mich per email an Google zu wenden. Es kam eine automatische email das sie nicht in der lage sind, mein problem zur kenntnis zu nehmen. Das ist ja wohl eine absolute frechheit.
    Bin enttäuscht von Google. Ich habe zb das problem, einen USD $ Playstore code auf mein Deutschen Account einzulösen. Lachhaft da ich gelesen habe das ettliche Deutsche dieses Problem haben.
    Und mir kann dabei auch keiner helfen. Nun, ich sehe es auch nicht ein mir eine euro card zu kaufen in penny rewe usw. Nicht mit mir google…..

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