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Website Geschwindigkeit: Pagespeed mit HTML5, Gzip & schlankem Code verbessern

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Praxisbeispiel zur Verbesserung des Website Geschwindigkeit mit Hilfe von HTML5, Gzip sowie minifizierten CSS- & JavaScript-Dateien

Da angesichts des Google Panda Update regelmäßig über Nutzersignale als mögliche Ranking-Faktoren nachgedacht wird [Vgl.: Google Panda Update – User Behavior and Other Signals], wollte ich heute mal auf ein paar sekundäre Faktoren zum Sprechen kommen, die sich ebenfalls auf das Benutzerverhalten auswirken.

In dem heutigen Beitrag soll daher der Aspekt der Website Geschwindigkeit angesprochen werden, da Google bekanntermaßen schnelle Websites liebt und auch die Nutzer rasche Ladezeiten und einen fixen Seitenaufbau mit weniger Absprüngen quittieren.

Als Beispiel möchte ich heute direkt über das Portal KennstDuEinen sprechen, dass wir erst kürzlich einer Frischzellenkur unterworfen haben. Im Zuge des Redesigns haben wir dabei voll auf HTML5, minifizierten CSS- und JavaScript-Code sowie Gzip gesetzt um die Menge an übermittelten Daten sowohl serverseitig, als auch Code-mäßig erheblich zu reduzieren.

Google Webmastertools: Website Geschwindigkeit & Crawling Statistiken auswerten

Die Google Webmastertools bieten zwei Möglichkeiten sich mit dem Aspekt der Website Geschwindigkeit zu befassen:

Zum einen hat man die Möglichkeit sich unter Diagnose sich die Crawling-Statistiken anzeigen zu lassen. Ergänzend zur Dauer zum Herunterladen einer Seite werden einem dabei außerdem noch Pro Tag gecrawlte Seiten sowie Pro Tag heruntergeladenen Kilobyte angezeigt.

Zur Veranschaulichung, wie sich diese Werte und damit auch die Website Geschwindigkeit seit dem Relaunch entwickelt haben, wollte ich heute einfach mal einen Screenshot aus den Google Webmastertools zeigen, der recht eindrucksvoll die Effektivität von HTML5 in Kombination mit Gzip und minifizierten Codes zur Verbesserung des Pagespeed dokumentiert.

Wie man hier sieht, haben wir unseren Relaunch exakt zu Beginn des Monats März durchgeführt. Aus diesem Grund gehen auch die beiden Werte Pro Tag heruntergeladene Kilobyte, wie auch die Dauer des Herunterladens einer Seite deutlich nach unten. Da jedoch der Crawler seine Aktivität zufällig (?) zum Zeitpunkt des Relaunch erheblich reduziert hat, war es aufgrund der ebenfalls gefallenen Menge an Pro Tag gecrawlte Seiten leider nicht möglich herauszufinden, wie effektiv nun unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Website Geschwindigkeit waren.

Nach nunnmehr zwei Monaten hat sich der Crawler jedoch wieder entschieden auf einem halbwegs normalen Niveau unsere Seite zu indexieren, weswegen es nun auch möglich ist, einen Vergleich zu den Daten der alten Website durchzuführen.

Die obere rote Linie verweist dabei auf die gleiche Menge an Pro Tag gecrawlte Seiten. In der Abbildung darunter ist nun unschwer erkennbar, wie sehr die Menge an Pro Tag heruntergeladenen Kilobyte bei identischer Crawler-Aktivität in Richtung Keller rauscht, was selbstverständlich auf unsere Maßnahmen zurückzuführen sind, die sich vorrangig darauf gerichtet haben, die Menge an HTML-Code sowie externen Code-Dateien, erheblich zu reduzieren.

Wie man nun an der Abbildung darunter sieht, hat das auch tatsächlich geklappt, denn die Dauer des Herunterladen einer Seite ist deutlich gesunken.

Google Webmastertools: Google Labs zur Ermittlung der Website Leistung

Zum anderen besteht in den Google Webmastertools die Option sich unter Google Labs die sog. Website Leistung näher zu betrachten, welche mit Hilfe der aktivierten Google Toolbar ermittelt wird.

Auch hier sieht man nun – mit leichter zeitlicher Verzögerung – wie sich die Website Geschwindkeit des Portals verbessert hat, wenn auch nicht in einem solch eindrucksvollem Maße, wie dies die anderen Abbildungen zeigen.

Website Geschwindkeit als Rankingfaktor?

Laut einem Artikel im offiziellen Google Webmaster Central Blog ist die Website Geschwindkeit ein offizieller Rankingfaktor, wenn auch ggf. einer, der ein wenig nachgelagert ist. Seinerzeit betonte Google, dass aktuell nur 1% aller Suchanfragen von der Auswertung der Website Geschwindkeit als Rankingfaktor betroffen sind.

Da jedoch Google wie immer zuallererst dem Nutzer ein möglichst positives Surferlebnis garantieren möchte, werden seitdem Websites die ewige Ladzeiten aufweisen von Google ein wenig zurückgestuft.

Tools zur Verbesserung der Website Geschwindigkeit

Google gibt in dem erwähnten Beitrag nicht nur ein paar Tipps zur Verbesserung der Website Geschwindigkeit, sondern verlinkt auch etliche Tools, die man hierfür verwenden kann:

Praxisbeispiele & Links zur Verbesserung der Website Geschwindkeit

Neben einiger kleinerer Stellschrauben bei der Optimierung unserer Datenbanken, haben tatsächlich lediglich die oben erwähnten Maßnahmen zu einer solch deutlichen Verbesserung der Website Geschwindigkeit unseres Portals beigetragen.

Hier für Interessierte daher ein paar Links zu den minifizierten CSS- und JavaScript-Codes unseres Portals, die wir mit dem kostenlosen Tool YUI Compressor minifiziert haben:

Grundlegende Informationen zu der Komprimierungsmethode Gzip findet man unter folgenden Links:

Zu HTML5 brauche ich eigentlich nicht viel zu schreiben, denn es sollte eigentlich allen klar sein, dass HTML5 in jedem Fall die Zukunft gehört, denn der neue Standard ermöglicht nicht nur attraktive visuelle Spielereien ohne dass hierfür Flash-Technologie zum Einsatz kommen muss, sondern bietet obendrein interessante, neue Möglichkeiten den Quellcode semantisch und strukturell zu gliedern.

Interessante Artikel zu den Implikationen von HTML5 auf SEO:

Website Geschwindigkeit zur Verbesserung der Nutzersignale optimieren – Fazit

Grundsätzlich kann man sagen, dass es auch ohne die Existenz von Google Sinn macht eine möglichst flinke Website zu betreiben. Da schließlich Traffic Geld kostet und angesichts der drohenden, weltweiten Umwelt- und Energiekrisen das Sparen von Strom schlicht und einfach Sinn macht, sollten sich Webmaster in jedem Fall mit dem Thema Website Geschwindkeit auseinandersetzen.

Denn es besteht nicht nur die Möglichkeit, dass man gegenüber den langsameren Wettbewerbern einen kleinen Ranking-Vorteil gewinnt, sondern man hinterläßt vor allem bei den Nutzern einen positiven Eindruck, was letztendlich ja das Ziel aller Bemühungen ist…

… denn wenn Nuterzsignale einen zusehends gewichtigeren Einfluss auf das Google Ranking nehmen, dann sollten die Hausaufgaben bei der Optimierung des Pagespeed in jedem Fall erledigt sein!


11 Antworten zu “Website Geschwindigkeit: Pagespeed mit HTML5, Gzip & schlankem Code verbessern”

  1. Website Geschwindigkeit mit HTML5, Gzip & schlankem Code erhöhen…

    Tipps zur Verbesserung der Website Geschwindigkeit, u.a. veranschaulicht anhand von GWT-Daten des Bewertungsportals KennstDuEinen [+ inkl. weiterführender Linksammlungen]….

  2. Christian sagt:

    Was ist denn ein guter beziehungsweise sehr guter Wert für die Ladezeit einer Webseite?

  3. Christian sagt:

    1,5 s bei welcher Geschwindigkeit?

    Also wie viele Kilobyte wären ein guter Wert für die Startseite einer Webseite?

    • Nehmen wir als Beispiel die Startseite von KennstDuEinen.de:

      Der gesamte Dateiumfang beträgt ~234kB
      Ladezeit DSL: 1,9 s (Document Complete = ohne Browser Rendering)
      Ladezeit DSL: 2,5 s (Fully Loaded = inkl. Browser Rendering)

      Fazit:
      Ein kleines bißchen weniger darf’s schon sein, d.h. mit ca. 150-200kB ist man meiner Meinung nach in jedem Fall auf der richtigen Spur, denn der Crawler rendert ja nicht.

  4. Christian sagt:

    Ich hatte gedacht in der heutigen Zeit mit DSL sind 300 oder auch noch 400 kB nicht viel für eine Startseite.

    Ein Flash-Intro mit 1 MB oder so ist dann also alles andere als gut.
    Und ebenso ein Flash-Banner oder ein jquery-Slider mit extern geladenen Bildern, denn wir kommen auch gleich einige 100 kB zusammen.

    • Klar hängt das auch davon ab, was für einen Website-Typ man ins Auge fasst und welche Zielgruppe man mit dieser anspricht. Portfolio Websites für Webdesigner weisen sicherlich oftmals deutlich höhere Dateiumfänge auf, als informative, textlastige Blogs und das Publikum ist auch entsprechend darauf eingestellt, akzeptiert also notfalls längere Ladezeiten…

      … mal abgesehen davon, dass ich Flash-Intros schrecklich finde 😉

      P.S. noch etwas, was hier im Beitrag nicht ganz so zum Ausdruck kommt, ist der Umstand dass bei geringerem Dateiumfang der Google Crawler auch weniger Zeit pro indexierter URL benötigt, was sich positiv auf die Crawl-Performance auswirken kann, da der Crawl-Scheduler dem Crawler mehr Budget zum Indexieren zur Verfügung stellen kann… größtenteils fällt dieser Vorteil aber seit der Umstellung von Google auf den Caffeine-Index nicht mehr ganz so ins Gewicht.

  5. Gretus sagt:

    Hallo,

    Speed, Speed, Speed, da reicht die Zeit kaum noch für einen Kommentar 😉

    Grüße

    Gretus

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