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SEO-Herausforderung: Google Panda VS. Branchenverzeichnisse

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Bedroht das “Panda” Algorithmus Update nun auch Branchenportale & Firmenverzeichnisse?

Andrew Shotland, Betreiber von Local Seo Guide und Autor auf Searchengineland hat einen lesenswerten Beitrag verfasst, der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie sehr das derzeit stattfindende Algorithmus Update namens Panda (als Nachfolger des Farmer-Update) auch eine Bedrohung für die Suchmaschinen-Sichtbarkeit von Branchenverzeichnissen und Firmenportalen darstellen könne.

Ausgehend von den bei SearchMetrics und SISTRIX veröffentlichten Daten, haben neben Artikelverzeichnissen und Preisvergleichern nämlich auch Firmenverzeichnisse wie bspw. hotfrog.co.uk und cylex-uk.co.uk, aber auch Bewertungsportale wie qype.co.uk gehörig an Sichtbarkeit bei Google verloren.

Basierend auf den offiziellen Aussagen seitens Google sowie angesichts der rapiden Sichtbarkeitsverluste etlicher Websites ähnlicher Machart, bei gleichzeitigem Zugewinn an Sichtbarkeit von inhaltlich starken und zudem auch noch als Marke bekannten Websites, wurde mit dem Farmer Update und nun auch mit dem Panda Update folgendes von Google intendiert:

  • Mehr hochwertige Websites mit relevanten Inhalten auf den vorderen Positionen anzeigen (Einzigartige Inhalte, Analysen, Studien, Reports, etc.)
  • Weniger “Low-Quality” Websites anzeigen, deren Inhalte lediglich auf Longtail-Keywords optimiert sind und dazu noch inhaltlich sehr dünn sind (Artikelverzeichnisse, Preisvergleiche, “Content-Farmen”, “Pseudo-Anleitungen”, etc.)

Die allermeisten Seiten, die nun aufgrund des Algorithmus-Updates bei Google verloren haben, weisen folgende Punkte auf:

  • Es sind kaum individuelle, einzigartige Inhalte zu finden, die redaktionell erstellt wurden und echten inhaltlichen Mehrwert bieten
  • Es sind zahlreiche kopierte Inhalte zu finden, die aus diversen Quellen aus dem Web teils legal, teils illegal gescraped wurden
  • Es sind etliche Websites darunter, die ihren eigenen Content automatisiert variieren lassen, um so noch mehr URLs zu Longtail-Keywords zu generieren
  • Die allermeisten der betroffenen Projekte finanzieren sich über wenig nachhaltige Modelle wie die Einblendung von Google AdSense, Affiliate-Links oder Werbebannern – in der Regel alles auf einmal!

Warum sollten gerade Brachenverzeichnisse davon betroffen sein?

Das Kernproblem, dass klassische Branchenverzeichnisse aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung aufweisen ist folgendes:

Kannibalisierung wg. fehlenden individuellen Inhalten & Duplicate Content

Die Inhalte der klassischen Branchenportale sind in der Regel nicht individuell, da auf diesen Portalen lediglich der Adress- und Kontaktdatensatz der eingetragenen Firmen zu finden ist.

Darüber hinaus sind diese Inhalte auch deswegen nicht individuell, da sich verhältnismäßig viele Firmenverzeichnisse erwerbare Daten wie z.B. von DeTeMedien die gleichen Datensätze teilen. Hierdurch entsteht klassischer externer Duplicate Content und genau dagegen geht Google derzeit mit Hilfe des aktuellen Algorithmus Update vor.

Man stelle sich einfach die Suchanfrage “Zahnarzt Berlin” vor und denke sich nun dazu ein und dieselbe auf diese Suchbegriffe optimierte Kategorie-Seite auf unterschiedlichen Portalen mit einer Auflistung ein und derselben Berliner Zahnärzte mit Adresse und Rufnummer – wie kann man hier noch von individuellen Inhalten sprechen?

Um diesem Problem zu entgehen haben die etwas einfallsreicheren Branchenportal-SEOs, bzw. solche mit hinreichendem Budget, sich in den vergangen Jahren so einiges einfallen lassen und waren damit auch für eine sehr lange Zeit ziemlich erfolgreich, gerade wenn der Bekanntheitsgrad als Offline Marke für einen steten Zustrom an frischen Backlinks sorgte:

Mit Hilfe der Implementierung von lokal bzw. branchenmäßig ausgerichteten News-Feeds, lokalen Wettervorhersagen oder auch schlicht und einfach kopierten Google Suchergebnissen, die zu der gestellten Suchanfrage passen, wurden so die Inhalte auf den jeweiligen Portalen für den Google Crawler “aufgewertet”. Hat man seinerzeit dann noch rasch einen computergenerierten Text mit hoher Keyword-Dichte (Branche + Stadt) inklusive aktuellem Datum kurz vor den Footer gepackt, schien es, als wäre eine niemals zu versiegende Traffic-Quelle für Branchenportale erschlossen. Man nennt so was dann auch gerne mal eine “Eier legende Wollmilchsau” ;-)

Doch leider geht diese Taktik nun nach hinten los denn das Panda Update richtet sich unter anderem eben auch gegen:

Negative Nutzer-Signale aufgrund miserablem Design & viel zu viel Werbung

Ein grundlegender Aspekt, der eine Vielzahl der Branchenverzeichnisse auszeichnet, ist der Umstand der Finanzierung über Werbung. Damit die Trafficströme nun auch tatsächlich auf die eingeblendeten Anzeigen oder Banner klicken ist es durchaus förderlich, dass man ein dermaßen unübersichtliches Design auf dem Portal verwendet, dass der Nutzer schlicht und einfach sein Heil in der “Flucht nach vorne” sucht, was in etlichen Fällen dann zu dem ersehnten Werbe-Klick führt. Zusätzlich bietet sich für Branchenportale auch noch die Möglichkeit den Nutzer mit Overlays, PopUps oder ähnlichem zu traktieren, was auch in Hülle und Fülle genutzt wird.

Und was hat das mit dem Panda Update zu tun?

Das Update richtet sich nach Aussagen von Google gezielt gegen Seiten, die “negative” Nutzersignale aufweisen. Dies können je nach Seiten-Typ (!) bspw. folgende Merkmale sein:

  • Hohe Bounce Rate (Absprungrate)
  • Geringe Verweildauer (bei hoher Bounce Rate)
  • Zurück zu Google und Klick auf anderes Suchergebnisse bzw. Verfeinerung der Suchanfrage

Da Google zunehmend Wert auf Qualität legt – denn ohne zufriedene Nutzer kein Umsatz – siebt das Panda Algorithmus Update nun eben jene Seiten aus, von denen die Nutzer genervt sind, da diese keinen Mehrwert bieten. Dazu gehören eben auch Firmenverzeichnisse auf denen ich die Adresse des gesuchten Schlüsseldienst vor lauter Werbung nicht finde…

Doch dass ist noch nicht alles, denn wenn eines zu positiven Nutzersignalen führen kann, dass ist das der geschickte Einsatz von Social Media.

Fehlende Social Media Strategie & Mangel an Relevanz

Die allermeisten Branchenportale setzen nicht auf Social Media. Wenn überhaupt, dann verfügen diese über einen Twitter Account, der entweder vollkommen irrelevante News aus dem Unterhaltungsbereich postet, in der Annahme, dass Twitter zu diesem Zweck genutzt wird, oder aber es werden munter Pressemeldungen ohne Link, nichtssagende Tweets zu “Neu eingetragenen Firmen” verbreitet und vieles mehr, was unterm Strich nur Bots veranlasst den jeweiligen Accounts zu folgen.

Firmenportale und Branchenverzeichnisse, die ihre Relevanz bei den Nutzern nicht mit Hilfe von sinnvollen (!) Social Media Strategien erhöhen können, werden zu den Verlieren des auch hierzulande zu erwartenden Google Panda Updates zählen.

Ein weiterer Umstand, der angesichts etlicher Brand Updates beim Google-Algorithmus ebenfalls im Rahmen des Panda Updates zum Tragen kommt ist folgender:

Fehlende Bekanntheit als Marke/ Brand

Außer den Gelben Seiten und 11880 (Verlagshäuser) und GoYellow (Digitale Gründung) wüßte ich jetzt spontan nicht wirklich, welches deutschlandweite Branchenportal bei dem Großteil der Nutzer als “Marke” bekannt ist. In den klassischen Werbemedien Print & TV ist jedenfalls außer den genannten Protagonisten niemand sonst zu finden.

In der Regel erhalten daher die meisten Firmenverzeichnisse ihren Traffic zu ungefähr 85% über Suchmaschinen. Da jedoch navigationsgetriebene Google Suchanfragen nach Marken der Suchmaschine eindeutig mitteilen, dass die anvisierte Seite bei den Nutzern bekannt und damit relevant ist, dürften vor allem diejenigen Portale künftig profitieren, die erfolgreich an dem Bekanntheitsgrad ihrer Marke gearbeitet haben. Aufmerksamkeitsstarke Social Media Aktivitäten können derartige Ziele ungemein gut unterstützen!

Wer soll bei lokalen Suchanfragen eigentlich vorne sein?

Wie ich bereits in meinem Beitrag “Google Place Search – Adieu Bewertungs- & Branchenportale?” anzudeuten versucht habe, haben Branchenportale aufgrund der massiven Veränderungen seit Umstellung der lokalen Google Suche zur Google Place Search ohnehin schon an Bedeutung und Sichtbarkeit verloren.

Eines ist klar: Im Zentrum der Aufmerksamkeit von Google steht die Website des lokalen Unternehmens.

Diese wird derzeit über die Google Place Search prominent mit Bild und Bewertungen eingeblendet und diese ist auch in der Regel das Ziel aller Bemühungen auf Seite der Nutzer.

Branchenportale sollten sich daher weniger als “Gelddruckmaschinen” verstehen, als vielmehr den derzeit stattfindenden Paradigmenwechsel zu ihren Zwecken zu nutzen, indem sie den eingetragenen Unternehmen transparent nachweisen, dass auch tatsächlich Besucher und Kontakte über den Eintrag generiert werden. Alles andere ist nämlich reine Zeit- und Geldverschwendung für den lokalen Betrieb, der sein schmales Budget möglichst effizient angelegt sehen möchte.

Google Panda SEO – Was ist zu tun?

Angesichts der obigen Überlegungen stellt sich die Frage, welche Maßnahmen von Firmenportalen und Branchenverzeichnissen zu ergreifen sind, um den Klauen des hungrigen Pandas zu entgehen?

Individuelle Inhalte
Verwendet man noch immer Firmendaten aus ein und der selben Quelle, die alle nutzen, dann sollte man so langsam damit beginnen neue Quellen aufzutun. Werden außer Firmendaten nur kopierte Inhalte, Feeds und automatsierte Platzhalter-Texte mit hoher Keyword-Dichte eingesetzt, dann sollte man sich überlegen, wie man nicht vielleicht doch an etwas einzigartigere Inhalte gelangt.

Nutzerrelevanz
Am besten man überlegt sich folgendes: Sind diese Inhalte nur deswegen auf der Seite, weil ich diese aus Sicht der Suchmaschinenoptmierung benötige, oder weil diese dem Nutzer dienen. Kann man letzteres mit JA beantworten, dann ist man auf dem richtigen Kurs!

Social Media Aktivitäten
Nachdem nun rasch der Twitter Account aufgesetzt ist und die Facebook Landingpage für 20.ooo€ eingekauft wurde geht’s jetzt los mit Social Media, oder? Am besten man stellt die Frage, ob man nun auf diesen Accounts erneut unidirektionale Nachrichten absetzt, oder ob man seinen Fans und Followern wirklichen Mehrwert bietet, der im Idealfall zu fruchtbaren Diskussionen und wertvollem Feedback für das Unternehmen führt. Als Hilfestellung kann man sich auch einfach mal den Beitrag “Twitter & Facebook: Warum (ent)folgen Fans & Follower Unternehmen?” anschauen, denn wer zu viel postet, nur Werbung platziert, der ist schon bald recht einsam im Social Web.

Websites für KMU anbieten
Eine Möglichkeit weiter im Geschäft mit lokalen KMU zu bleiben ist das Anbieten von simplen, aber dennoch conversion-optimierten Firmenwebsites. Selbst Google zieht derzeit in Kooperation mit telegate u.a. eine derartige Kampagne im Rahmen von Online-Motor Deutschland durch.

Marketing zur Steigerung des Bekanntheitsgrads
Was nicht nachhaltig funktioniert ist initiales Branding per Suchmaschine. Sicher ist es toll, wenn ein Unternehmen zu zahllosen Suchanfragen ganz oben erscheint, denn auch das führt zu einem hohen Bekanntheitsgrad bei den Nutzern, wenn die präsentierten Inhalte auch das halten, was eine Google No. 1 Position verspricht. Nutzer suchen jedch in aller Regel nach einer Lösung für ein spezifisches Problem, das sich so nicht zwingend wiederholt, daher sind Besucher über Suchmaschinen einfach selten gute Markenbotschafter…

“Stop! Das stimmt nicht!” könnte man jetzt einwenden, wenn man z.B. an Amazon, eBay oder Holidaycheck denkt. Doch diese Unternehmen waren mit die ersten in ihrer Nische und haben allein schon hierüber Alleinstellungsmerkmale aufgebaut. Hieraus entsteht dann eine Koppelung von sich verstärkenden Effekten, die wiederum in etlichen Backlinks resultieren und damit auch zu besseren Rankings und so auch zu einem höheren Bekanntheitsgrad als Marke.

Fazit
Betreiber von Branchenportalen, die die Zeichen der Zeit noch immer nicht haben kommen sehen, sollten spätestens jetzt damit beginnen, Strategien zu entwickeln, die eine Abstrafung aufgrund des Google Panda Updates verhindern können.

Denn wenn sogar ziemlich bekannte Bewertungsportale wie Qype in den UK massiv abgestraft wurden (u.a. weil diese das gleiche Spiel mit dem international “gespinnten” Content treiben, wie Hotfrog), dann wäre ein “die Füße still halten” schlicht und einfach als fahrlässig zu bezeichnen.

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28 Antworten zu “SEO-Herausforderung: Google Panda VS. Branchenverzeichnisse”

  1. Vom bösen Panda, Branchenportalen & Suchmaschinenoptimierung…

    Was bewirkt das Panda Update? Wer ist betroffen? Warum? Welche SEO-Maßnahmen sind von Branchenverzeichnissen zu ergreifen, um dem Griff des bösen Pandas zu entgehen?…

  2. [...] SEO-Herausforderung: Google Panda VS. Branchenverzeichnisse var szu=encodeURIComponent(location.href); var [...]

  3. Theodor sagt:

    Vielen Dank, für diese ausführliche Analyse.

  4. Sehr schöner Artikel mit vielen Fakten. Aber lassen wir uns überraschen wie lange es dauert bis die alten bekannten wieder an den alten stellen auftauchen. Ein gutes Branchenverzeichnis und Artikelverzeichnis hat ja auch ein anrecht auf guter Indexierung. Ich empfinde diese Anpassung des Algo immer wieder wie das Hase und Igel Spiel

    • Ganz sicher hat ein seriöses Branchenverzeichnis ein Anrecht auf Indexierung…

      Nur muss es eben zusehen, dass zum einen dessen Kunden den Mehrwert einer dortigen Firmenpräsenz zu schätzen wissen und dies im Idealfall womöglich noch in Form von Links, Facebook-Likes, Tweets, etc. zum Ausdruck bringen.

      Zum anderen müssen jedoch auch zunehmend die Nutzer-Interessen in den Fokus der Portalbetreiber geraten, was einem rein auf Werbung basierenden Finanzierungsmodell (außer ggf. TKP) oftmals diametral entgegenläuft… Darüber hinaus ist der Herausforderung, sich als Marke zu etablieren auf lange Sicht eben nur mit Hilfe von handfestem Mehrwert zu erreichen.

  5. Thomas Müller sagt:

    Liebes KennstDuEinen Team,

    sicherlich ein sehr interesannter Artikel. Er lies sich auch schlüssig. Aber wie oft im Leben ist SEO auch ein bischen Augenwischerei und es gilt noch ganz andere Fakten miteinzubeziehen.

    Die wirkliche politische Brisanz im Artikel liegt im Sachverhalt das unter den 20 Gesellschaftern der KennstDuEinen GmbH auch die Firma “Google LLC” aktiv ist.

    Was mich nun zu drei Überlegungen führt:

    1. Der Artikel war mit Google nicht abgestimmt und die hier geäußerten zukünftigen Entwicklungen sind eine persönliche Vermutung der Autoren. Sucht KennstDuEinen also eine Konfrontation mit den Verzeichnismedien?

    2. Der Artikel ist mit dem Gesellschafter Google abgestimmt. Was einem Frontalangriff Googles auf die Verzeichnismedien gleichkommt. Der Artikel wäre wenn sich dies bewahrheiten sollte ein interessanter Gesprächsstoff bei den nächsten Terminen in der der ABC-Strasse.

    3. Unter den genannten Umständen, ist wohl davon auszugehen, das KennstDuEinen keine größeren Ängste vorm Farmer Update hat. Oder werden hier andere vorgeschoben um von sich abzulenken?

    Vielleicht können Sie die interessierte Leserschaft in diesen Punkten bitte aufklären. Ich denke Ihre Antwort ist auch für die Fachpresse von Interesse :)

  6. Lieber Herr Müller,

    Zum von Ihnen geschilderten Sachverhalt:

    Werfen Sie doch bitte mal einen Blick in das Handelsregister…

    Der von Ihnen als “Google LLC” kolportierte Gesellschafter heißt in Wirklichkeit “Goggle LLC (mit zwei “g” in der Mitte), was zu dem Schluss führt, dass keine Verbindung zwischen Mountainview und Frankfurt besteht.

    Zu 1)
    Selbstverständlich ist der Beitrag nicht mit Google abgestimmt. Ganz sicher sind die hier verbreiteten Inhalte eine persönliche Vermutung von mir, die jedoch auf 6 Jahren Berufserfahrung als SEO basiert. Außerdem: Die Beobachtungen bzgl. der OnSite-/ Content-Probleme der durch das Panda-Update in UK betroffenen Seiten lassen die von mir identifizierten Schlüsse zu.

    Zu 2)
    Siehe 1. (was ist die ABC-Straße?)
    (Update: Ach da sitzt Google in Hamburg…)

    Zu 3)
    Nein, wir haben keine Angst. Wir verfügen über haufenweise unique Content, den wir nicht automatisiert spinnen oder künstlich aufblähen um noch mehr Longtail-Keywords abzugreifen.

    Ich hoffe damit die Fragen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit geklärt zu haben. Falls nicht, dann freue ich mich über weiteres Feedback oder eine rege Diskussion hier im Kommentarbereich.

    Gruß,
    Sebastian

    P.S.

    Was mir gerade noch einfällt:

    Ich verstehe eigentlich nicht, wie ein Beitrag, der eine mögliche Rettung der Branchenverzeichnisse aus SEO-Sicht skizziert einem “Frontalangriff” gleich kommt? Hier werden vielmehr hilfreiche Überlegungen angestellt, und zwar angesichts von aktuellen Entwicklungen, die möglicherweise auf die Verzeichnis-Branche in DE zukommen!

  7. Thomas Müller sagt:

    Liebes KennstDu einen Team,

    also Entwarnung – nun gut…
    ein Kaffee mehr am Morgen und der Dreher zwischen “Google LLC” und “Goggle LLC” wäre vielleicht aufgefallen
    … die Überlegungen lagen aber auch so schön nah.

    Vielen Dank für die umfassende Aufklärung.

    • Hey… aber spannend wär’s gewesen, ich gebe es ja auch zu!

      Eigentlich hätte ich nix antworten sollen, darauf hoffend, dass sich daraus eine Verschwörungstheorie ergibt, die weite Kreise im Web zieht und in der Folge zu Backlinks von SpOn & Co. führt ;-)

  8. Christian sagt:

    Wieder mal ein sehr interessanter Artikel!

    Vielen Dank!

    Frohe Ostern

  9. [...] Beispielweise für Branchenportale und Firmenverzeichnisse scheint es, wie auch diese Woche bei kennstdueinen.de nachzulesen, nicht rosig [...]

  10. Eric sagt:

    Interessanter Artikel. Aber ich finde es doch recht amüsant dass die Punkte die du nennst durch welche sich Kennstdueinen.de von den typischen Branchenbüchern unterscheiden würde zum großen Teil nicht zutreffend sind.

    Woher stammen eure Inhalte? Auf Grund der Menge an Daten gehe ich stark davon aus dass sie nicht redaktioneller Herkunft sind (die Adressen, natürlich nicht die Bewertungen), oder doch? Ich gehe außerdem davon aus dass die Daten ansich nicht das Problem sind, sondern die Aufbereitung.

    Und was die Aufbereitung von Texten für den Longtail angeht, da seid ihr doch ganz vorne dabei!

    Ich zitiere mal ein paar Stellen des Artikels:

    “automatsierte Platzhalter-Texte mit hoher Keyword-Dichte eingesetzt”

    “computergenerierten Text mit hoher Keyword-Dichte (Branche + Stadt)”

    und ähnliches.

    Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Zahnarzt Berlin => http://www.kennstdueinen.de/ergebnis-zahnarzt-in-berlin-307-228.html

    Auf der Seite finden sich gleich einige gute Beispiele:

    “Hier finden Sie empfohlene Zahnärzte in Berlin, die von bisherigen Patienten bewertet wurden. Ob Sie jetzt einen zahnärztlichen Notdienst für den Notfall bei akuten Zahnschmerzen, oder eine Empfehlung für eine Praxis für Kieferorthopädie oder einen Kieferchirurgen suchen, einen guten Zahnarzt in Berlin finden Sie bei KennstDuEinen.de.”

    “Hier finden Sie die Top Städte für die Branche Zahnarzt in Deutschland mit seriös bewerteten Dienstleistern.”

    “Hier finden Sie die besten Dienstleister für Zahnarzt in Berlin. Seriös bewertet auf KennstDuEinen.de.”

    “Hier finden Sie die Top Mitglieder für Zahnarzt in Berlin, welche Bewertungen für Dienstleister abgegeben haben.”

    Die letzten drei Sätze sind sogar ausgeblendet. Der einzige individuelle und wertvolle Inhalt ist “eine” Bewertung auf dieser Seite.

    Nichts gegen Kennstdueinen.de, ihr seid definitiv eines der besten Branchenbücher im deutschsprachigen Raum. Aber wie du siehst kann es euch genauso treffen wie viele andere, zumindest wenn deine Bedenken zutreffend sind.

    Also, viel Glück ;)

    • Hi Eric,

      Vielen Dank… Glück kann man immer gebrauchen :-)

      Selbstverständlich sind auch wir SEO-technisch nicht “perfekt” aufgestellt, arbeiten aber kontinuierlich daran – erst recht angesichts dessen, was auf uns alle angesichts von Panda & Co. zukommt.

      Was aber das von Dir aufgeführte Beispiel “Zahnarzt Berlin” anbelangt:
      http://www.kennstdueinen.de/ergebnis-zahnarzt-in-berlin-307-228.html

      Hier finden sich zwar die erwähnten Platzhaltertexte (von den wir ohnehin demnächst eine ganze Box, die lediglich für “old-school” Querverlinkungen gedacht ist, entfernen) – es finden sich aber neben den vollständigen Adressdaten auch ziemlich viele individuelle Inhalte bereits auf dieser Kategorie-Seite!

      Tipp:
      Deaktiviere doch mal JavaScript, dann siehst Du, dass bei fast jeder Adresse zwei Bewertungen auf der Seite für den Crawler zu finden sind = ~40 Bewertungen à 150 Zeichen = 6000 Zeichen.

      Daher sind die von Dir diagnostizierten Punkte zwar sachlich vorhanden, fallen aber bei weitem nicht so in Gewicht, wie in Deinem Kommentar angedeutet, denn es sind sehr viel mehr individuelle Inhalte vorhanden, als Platzhaltertexte.

      Darüber hinaus arbeiten wir bereits seit einem halben Jahr redaktionell daran, die Einleitungstexte, bei denen wir mit automatisch generierten Texten gearbeitet haben, nun von Hand und individuell zu erstellen, aber das dauert eben seine Zeit und wir sind noch nicht ganz damit durch für das ganze Portal.

      Grundsätzlich werden wohl die allermeisten großen Portale und Verzeichnisse nicht umhinkommen, einen kleinen Anteil ihres Contents – also v.a. solche Punkte, die du bzgl. unserer Side-Bar aufführst, computer-generiert zu erstellen – die Hauptsache ist jedoch, dass der unique content, diese Inhalte anteilig deutlich überwiegt, was m.E. bei uns mehr als eindeutig der Fall ist, es sei denn in einer bestimmten Stadt/ Branche ist nur ein Anbieter bewertet worden, dann ist das selbstverständlich etwas “mager”, aber so eine Seite braucht auch nicht gut zu ranken, denn sie bietet dem Nutzer noch (!) nicht viel… Google regelt solche Fälle bereits seit einer Weile schon recht gut von alleine.

      Gerne können wir hier noch darüber debattieren – konstruktive Tipps nehme ich ohnehin immer gerne entgegen – und vielen Dank für das nette Kompliment am Ende Deines Beitrags!

      Gruß,
      Sebastian

  11. Eric sagt:

    Oh, Tatsache, die weiteren Bewertungen habe ich übersehen. Ich war schon verwundert weil schließlich Bewertungen vorhanden sind und fragte mich wieso sie nicht in der Liste integriert werden. Aber da habe ich nur nicht deutlich genug hingesehen. Dadurch fällt der Rest natürlich schon weniger ins Gewicht.

    Eure Bewertungen sind nun mal was euch von den vielen typischen Branchenbüchern (branchenbuchsuche.de, stadtbranchenbuch.com, …) abhebt. Für diese wird es wirklich schwer, und dass zu Recht!

    Eure Pläne für die Zukunft klingen sehr gut und ich nehme auch an dass zuzügliche individuelle Texte je Branche und Stadt wohl auch notwendig sein werden. Gute Inhalte kosten immer Zeit und Geld, Content ist und bleibt King. Ich persönlich freue mich auch über diese Entwicklung.

    • Kein Problem… ich vergesse auch hin und wieder meinem Browser die “Suchmaschinen-Brille” aufzusetzen.

      Ich denke mal für die kommende Zeit, dass gute Texter/ Copywriter dank dem bösen Panda nun Konkjunktur erleben werden, denn lediglich mit viel UGC gelingt auch nicht alles, wenn man sich ein mal anschaut, was manchmal für orthografische & grammatikalische Böcke in den Bewertungen bei uns geschossen werden…

      … das ist dann bisweilen auch ganz schön “Low Quality” wie man dies in noch heftigerem Umfang z.T. auch auf Frage-Antwort Portalen wie z.B. Gutefrage.net findet.

      Ich habe noch keine handfesten Erkenntnisse darüber, wie Google damit umgehen wird, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch Grammatik und Orthografie irgendwann sehr deutliche Qualitätsmerkmale darstellen werden.

  12. @Eric

    Hallo Eric,

    Ich weiss, dass Branchenbücher gerne kontrovers diskutiert werden. Wer sich Bewertungsportal nennt hat in den Diskussionen meist die besseren Karten.

    Ich möchte nur für Stadtbranchenbuch.com ergänzen, dass dort 250.000 Textbewertungen vorhanden sind, wovon die Mehrzahl exklusiv ist (der Rest über Partner eingebunden). Diese Bewertungen wurden wiederum von einer Redaktion gegengelesen, damit die Qualität stimmt.

    Stadtbranchenbuch besitzt ebenfalls über 300.000 exklusive, von Firmen selbst angelegte Inhalte. Auch diese wurden von einer Redaktion überprüft. Diese Eintrage beinhalten wiederum alle einen Link auf die Webseite der Firma.

    Ich wollte damit nur sagen, dass oft mehr Aufwand und Qualität dahinter steckt als auf den ersten Blick vermutet wird.

    Viele Grüße
    Andreas

  13. [...] SEO-Herausforderung: Google Panda VS. Branchenverzeichnisse (blog.kennstdueinen.de) [...]

  14. Panda Update: ich kann deine Punkte teilen. Ich sehe den Nutzen von Branchenportalen nicht mehr. Ich versuche andere Wege zu gehen.

    Welche Branchenbücher wäre neben Gelbe Seiten und 11880 noch interessant? Ich tue mich schwer, andere zu finden.

    • Ich denke mal, dass man jetzt erst am besten erst mal abwartet, wie sich das Google Panda Update in Deutschland entwickelt, wer davon betroffen ist (und warum) und entscheidet sich anschließend auf dieser Wissensgrundlage für weitere notwendige Schritte.

      Ganz sicher werden einige Online-Branchenbücher das Panda Update erfolgreich überstehen und das sind dann wohl die Kandidaten für die engere Auswahl… andere Faktoren, wie bspw. ein ggf. vorhandenes Erfolgsreporting oder die Möglichkeit Social Media Monitoring über zur Verfügung gestellte Tools zu betreiben, sollten ebenfalls berücksichtig werden.

  15. [...] Panda Update changed The Playing Field Googles Farmer aka. Panda Update SEO-Herausforderung: Google Panda VS. Branchenverzeichnisse Panda Update und das crossmediale [...]

  16. Moritz sagt:

    Hallo zusammen! Ich reihe mich gerne ein, auch wenn ich mit meinem Firmenverzeichnis weit hinter einem Herrn Stahl stehe und seiner Firma stehe. Darf ich mal in die Runde fragen: welche Branchenbücher/Firmenverzeichnisse o.ä. fallen Euch so auf die schnelle ein? Eure aus-der-Pistole-geschossenen-Top10 würde mich mal sehr interessieren ;)

  17. Stefan sagt:

    Ich finde das Thema Panda Update sehr interessant. Fast jeder Webmaster wird hier deutlich umdenken müssen. Google will die Qualität der Webseiten viel stärker anhand des Inhaltes bewerten. Wer Double Content hat wird sicherlich bald deutlich in den Ergebnissen absinken.

  18. [...] SEO-Herausforderung: Google Panda VS. Branchenverzeichnisse | Kennstdueinen.de Blog Bedroht das Panda Algorithmus Update nun auch Branchenportale & Firmenverzeichnisse? Source: blog.kennstdueinen.de [...]

  19. Interessanter Artikel, wobei ich auch die Idee der Trustlinks nicht unterschätzen sollte. Wer also neben den bekannten Firmen aus der Branche gelistet wird, befindet sich in guter Gesellschaft und das wird sicherlich auch von den Suchmaschinen honoriert.

  20. Zahnfee sagt:

    Hallo Sebastian,

    ein ziemlich guter Artikel zu diesem heiß umkämpften Markt.

    Als “Hobby-SEO” stört mich der hohe Grad an Kommerzialisierung. Offenbar kann man sich mit Geld auch im Internet so ziemlich jede Platzierung kaufen.

    Obwohl ich mich nur als Autodidakt und nebenbei diesem Thema widme, bin ich doch erstaunt über das Geld welches der Mitbewerb in eine gute Platzierung investiert.

    Das geht von einigen hundert Euro im Jahr bis hin zu einigen hundert Euro im Monat.

    Beobachtete Beispiele sind teure Adwords Kampagnen, Linkkauf, Satelittenseiten, hunderte themenrelevante und versteckte Unterseiten zur Linkvererbung usw.

    Daher kommt mir das Panda-Update sehr entgegen.

    Meine Strategie ist jedenfalls mit einem Null-Budget (ausgenommen FTP Kosten) dem Nutzer wichtige und/oder interessante Informationen und als Fingerübung Zug um Zug auch etwas mehr an Inhalten zur Verfügung zu stellen.

    Das Ranking kommt durch den Bekanntheitsgrad auf jeden Fall dann ganz von selbst.

    Gegen den schnöden Mammon
    LG von den Zahnfeen aus Berlin Kreuzberg

  21. Caren Sommer sagt:

    Hallo Herr Socha,

    vielen lieben Dank für den spannenden Artikel!
    Was ich mich allerdings frage, wie macht es das Öffnungszeitenbuch (http://www.oeffnungszeitenbuch.de) oft so gut gerankt zu sein? Gebe ich z. B. Bad Trissl Schönklinik ein, sind die ersten 3! SERPs von dem Öffnungszeitenbuch.
    Was machen die also richtig? Wirklich hilfreich sind die Infos selten und die Öffnungszeiten sind teilweise auch falsch…

    Haben Sie da eine Idee woran das liegen könnte?

    Über eine Rückmeldung von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße,
    Caren Sommer

    • Hallo Frau Sommer,

      Habe mir gerade die Domain angeschaut.

      Tja… mit so viel Werbung und üblem Keyword-Stuffing ausgestattet, glaube ich nicht, dass sich diese Domain lange an der Spitze der Suchergebnisse halten wird. Noch zeigt allerdings die Sichtbarkeitskurve steil nach oben. Wenn allerdings die Nutzersignale Google zeigen, dass es sich hier um eine eher “spammiges” Projekt handelt (dass sich über die schnelle Traffic-Generierung finanziert), dann werden die Rankings wieder purzeln…

      Denn:
      Wenn man sich ein mal die Links anschaut und die Link-Texte, dann erkennt man auf einen Blick, dass hier massiv mit harten Link-Texten optimiert wird. Das geht am Anfang ein Weilchen gut, wird aber spätestens seit dem Penguin Update zuverlässig erkannt und abgestraft. Außerdem entstammen die Links für dieses Projekt von höchst fragwürdigen Websites, die z.T. aus der “Schmuddel-Ecke” stammen… das wird nicht mehr lange gut gehen!

      Ich gebe dieser Domain höchstens noch zwei, drei Monate mit guter Performance in den Suchergebnissen, dann wird sie abschmieren.

      Gruß,
      Sebastian

  22. Caren Sommer sagt:

    Hallo Herr Socha,

    vielen Dank für die hilfreiche Antwort!

    Ich arbeite selber für einen “alteingesessenen” Verlag, der verschiedene Verzeichnisse neben Print auch online und mobil anbietet. Hier wird unwahrscheinlich viel Zeit in die Datenerfassung und Recherche gesteckt, um eine gute Datendichte und Tiefe zu gewährleisten. Allerdings crawlen wir eben nicht das Internet sondern sind vor Ort, machen Telefonaktionen und wir sind immer mit den Geschäften / Unternehmen in Kontakt. Da wundert man sich schnell, wie es so eine Seite schafft, derart gut gerankt zu sein.

    Viele Grüße,
    Caren Sommer

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