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SEM im E-Commerce 2011 – Aktuelle Studie

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SEM Deutschland & Searchmetrics geben Studie „Suchmaschinenmarketing im E-Commerce 2011“ heraus

Zusammen mit dem SEO- & SEM-Tool Anbieter Searchmetrics hat die Online Marketing-Agentur SEM Deutschland die umfangreiche Studie „Suchmaschinenmarketing im E-Commerce 2011“ herausgegeben.

Ziel der Untersuchung war es, die 97 größten Online-Shops auf ihre Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen sowie in den bezahlten Anzeigen zu analysieren.
Ebenfalls untersucht wurde die Verteilung der Nutzerzugriffe über die unterschiedlichen Traffic-Kanäle 1) organische Suche, 2) AdWords sowie 3) Universal Search (Google Products, Google Places & Maps, Video, Bilder, etc.).

Gegenstand der SEM- & SEO-Analyse – Datengrundlage

Die Zusammenstellung der Online Shops basiert auf der iBusiness Studie „Der deutsche E-Commerce-Markt 2010„, in der die umsatzstärksten deutschen Online Shops zusammengetragen wurden.

Die 97 in der Studie analysierten Online Shops setzen sich dabei aus 19 Komplettsortiment Shops, 4 Arzneimittel Shops, 2 B2B Shops, 24 Elektronik Shops, 5 Bücher Shops, 5 Online Shops für Büroausstattung, 17 Kleidungs bzw. Fashion Shops, 5 Online Shops zum Thema Wohnen und 16 sonstige Shops zusammen.

Wer sich die einzelnen Aspekte der interessanten Studie im Detail anschauen möchte, dem sei geraten sich das PDF einfach herunterzuladen und sich die zusammengetragenen Inhalte zu Gemüte zu führen, denn ich möchte mich nur mit einem isolierten Aspekt der Analyse befassen:

Welchen Stellenwert nimmt die Universal Search, insbesondere Google Maps & Places im Bereich E-Commerce ein und warum ist das so?

Universal Search: Google Places, Maps & E-Commerce

Im Rahmen der Universal Search spielen Google Places & Maps für den Bereich E-Commerce keinesfalls die Hauptrolle als Traffic-Kanal.

Spitzenreiter sind hier die beiden Segmente Arzneimittel (4,27%) und Wohnen (5,17%). Etwas weniger Besucher über Places & Maps erhalten Shops in den Segmenten Kleidung (3,02%), Bücher (2,93%) und Komplettsortimente (1,98%).

Warum ist das so?
Shops für Arzneimittel unterliegen stark restriktiven Einschränkungen im Bereich AdWords, weswegen eine gute Positionierung in der Universal Search mit Google Maps Treffern und mit einem optimierten Google Places Profil hier für etwas Abhilfe gesorgt werden kann!

Im Segment Wohnen angesiedelte kommerzielle Webprojekte hingegen stellen eindeutig einen lokalen Bezug her, weshalb diese – wie mit gewissen Einschränkungen auch Büchershops und Komplettsortimentler – mit Hilfe einer zielgerichteten Optimierung für Google Places einiges erreichen können – zumal Google in den US bereits Google Products mit Google Places verknüpft hat!

Lokale Produktsuche auf Places – Google startet „Local product availability“

Links:
A new way to share local product availability with your customers (offiz. Google Merchant Blog)
What Does „Local Product Availability“ on Google Place Pages Look Like (Mike Blumenthal)

E-Commerce & Universal Search – Fazit: Shopping eindeutig vor Places

Betrachtet man die oben aufgeführte Verteilung über die unterschiedlichen Traffic-Kanäle erneut, so fällt auf, wie stark der Kanal Shopping, also Google Products, im Rahmen der Universal Search bei Online Shops ins Gewicht fällt.

Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da Online Händler in der Regel ihr Produktsortiment via Google Merchant Center per FTP-Upload bzw. per Feed in den Index stellen.

Über das Google Merchant Center funktioniert übrigens auch die Verknüpfung von Google Places mit Google Products (derzeit nur US):

Hierfür ist es lediglich notwendig, dass man als lokal operierender Händler 1) einen Google Merchant Center Account anlegt, 2) seine Place Page „als Inhaber bestätigt“ und anschließend 3) im Google Merchant Center auf Antrag einen Account für lokale Produkte erstellt.

Ausblick:
Es ist zu erwarten, dass Google den Kanal „Lokale Produktsuche“ noch weiter in den Vordergrund spielen wird, sobald auch hierzulande die Datenbasis von Google Places/ Maps, mit Google Shopping/ Products zuverlässig und nutzerfreundlich miteinander verknpüft werden. Lokal operierende Händler mit zweitem Standbein im Web, sollten sich demnach schon bald mit dem Feature „Local Product Availabilty“ befassen, um künftig auch hierüber neue Kunden zu gewinnen…


Eine Antwort zu “SEM im E-Commerce 2011 – Aktuelle Studie”

  1. Stefan sagt:

    SEM ist extrem wichtig und wird immer wichtiger für jeden der eine Webseite erfolgreich betreiben will. Google & Co fallen immer neue Features ein die man sinnvoll nutzen kann. Als SEO-Experte ist es zwingend erforderlich sich ständig über alle Neuigkeiten zu informieren. Besonders die Bilder- und Videosuche wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung für die Optimierung von Onlineshops und auch anderen Webseiten gewinnen. Auf diese Art kann man mit seiner Werbung auch „lesefaule“ Internetuser erreichen und zum Kauf animieren. Oftmals sagt eben ein Bild mehr als 1000 Worte.

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