KennstDuEinen Blog

Google Places: Werbeinstrument „Tags“ wird eingestampft

Geschrieben am von

Nach Hotpot nun auch „Tags“ – ein weiteres Google Produkt wird abgesägt

Nachdem das Unternehmen aus Mountainview vor wenigen Tagen das Ende von Google Hotpot verkündet hat, ging es am vergangenen Freitag einem weiteren Tool für Google Places an den Kragen:

Google Tags segnet das Zeitliche und damit auch die Option für lokale Anbieter „ihren“ Google Places Suchtreffer mit einem auffälligen, gelben Icon in den Suchergebnissen hervorzuheben. Lokale Anbieter hatten dabei die Möglichkeit per Deep-Link auf bestimmte Inhalte ihrer Website aufmerksam zu machen (Fotos, Videos, etc.) oder ihre Google Place Page zu bewerben (Coupons, etc.)

Scheitert Google an der Monetarisierung des lokalen Suchmarkts?

Wie Greg Sterling berichtet wurde Google Tags bislang parallel zu Google Boost hauptsächlich via Telesales vertrieben. Leider war jedoch der Effekt von Google Tags, welche man für eine Flatrate von 25 US$/Monat buchen konnte, nicht wie erwartet, was wohl der ausschlaggebende Punkt für die Beedingung dieses Werbeinstruments war.

Es hat demnach den Anschein, dass Jeff Huber, der neue Verantwortliche für den Bereich Local Commerce bei Google, nun rasch „Nägel mit Köpfen“ macht, um das Knäuel lokaler Google Produkte noch weiter zu entwirren.

Nach Hotpot & Tags: Was kommt als nächstes?

Nachdem Google Hotpot nun in die Plattform Google Places integriert und Google Tags eingestampft wurde, stellt sich die Frage, an welcher Stelle als nächstes die Schere angesetzt wird?

Kein Zweifel: Googles Monetarisierungsstrategien hinsichtlich des lokalen Suchmarkts haben bislang schlichtweg nicht funktioniert, weswegen das Interesse des Unternehmen aus Mountainview an etablierten und reichweitestarken Coupon- & Deal-Plattformen wie Groupon zuletzt so stark war.

Dürfen wir deswegen vielleicht schon bald wieder von Google Offers hören?

Google steht in der Verantwortung!

Meiner Meinung nach sollte Google jedoch vorher das Chaos auf Google Places endlich in den Griff kriegen, ein vernünftiges Qualitätsmanagement sowie einen hilfreichen und v.a. menschlichen Support einrichten, um eine erste grundlegende Vertrauensbasis lokaler KMU bezüglich der Servicequalität von Google aufzubauen.

Denn schließlich ist persönlicher Kontakt und ein umfassender Servicegedanke nun mal die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit lokalen Dienstleistern und Unternehmen.

Außerdem: Vor dem Hintergrund, dass die Verbraucher die lokalen Suchergebnisse von Google zunehmend zu schätzen wissen und lokale KMU aus den US mittlerweile bestätigen, dass Google (Places) mittlerweile Traffic-Kanal No. 1 für ihre Firmenwebsite liefert, steht der Suchmaschinengigant ja geradezu in der Verantwortung hier für korrekte Daten zu sorgen, bzw. für die Möglichkeit zu sorgen, Firmendaten zeitnah und ohne lästige Wartezeiten von bis zu 8 Wochen zu korrigieren.

„Einfach“ nur Google Places endlich zum Funktionieren zu bringen und sinnvoll bedienbar zu machen – das wäre doch was, oder?

Update:
Hier noch ein lesenswerter Beitrag von Mike Blumenthal, der sich angesichts der Beendigung von Google Tags ebenfalls einige sinnvolle Gedanken zum Thema „Google & der lokale Suchmarkt“ gemacht hat: The Logic Behind the Demise of Google Tags


Einen Kommentar schreiben