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Google Offers – BETA Test des Groupon Klons gestartet

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Google Offers – „A new, smart way to bring in customers“

Google hat kurz vor Ostern den erst kürzlich per Gerücht in Umlauf gebrachten Groupon Klon Google Offers in die offizielle BETA Phase entlassen. Damit startet das Unternehmen aus Mountainview nun ebenfalls offiziell in das Group Buying Business, nachdem bereits erste Erfahrungen mit Google Check-In Offers als Konkurrenz zu Foursquare Specials für Google Latitude für Android & iPhone gesammelt wurden.

Was macht Google Offers?

Wie auch bei Groupon & Co. geht es bei Google Offers lediglich darum, lokalen Geschäftsinhabern neue Kundschaft zuzuführen, indem Gruppenrabatte zum Schleuderpreis angeboten werden, die der Nutzer in der Regel per Email erhält.

Dazu ein Zitat von der offiziellen Google Offers Hilfe Seite:

„Google Offers BETA will get you great deals in your city on things you like and things you need. Whether it’s half off a title at the corner bookstore or a meal at a local restaurant, the offers will be delivered right to your inbox.“

Kann man Google Offers schon testen?

Der neue Service Google Offers steht derzeit lediglich lokalen Dienstleistern und Ladeninhabern in Portland, Oregon zur Verfügung. Interessierte Anbieter können sich jedoch bereits für den Start von Google Offers in weiteren US-Städten anmelden.

Weitere Städte in denen Google Offers neben Portland demnächst an den Start geht sind New York City, Oakland und San Francisco.

Wie kann man sich offiziell bei Google Offers anmelden?


Um sich für Google Offers zu registrieren, ist es notwendig, dass lokale Anbieter ein Formular ausfüllen, mit dem sie ihr Interesse an einer Kontaktaufname durch einen Google Vertriebler bekunden. Dieser wird anschließend vermutlich das Produkt Google Offers erläutern, Konditionen besprechen und den Start des BETA Tests in die Wege leiten.

Was bedeutet Google Offers für Google Places?

Nachdem vor wenigen Tag das nur wenig verbreitete Werbeinstrument Google Tags unter der Ägide vom neuen Vorstand für „Social & Local Commerce“ Jeff Huber abgesägt wurde, geht das Unternehmen aus Mountainview nun noch einen Schritt weiter und startet jetzt mit einem bereits erfolgreich in der Geschäftswelt verankerten Business Modell an den Start. Damit könnte die von Google anvisierte Monetarisierung des lokalen Suchmarkts nun ggf. doch etwas besser funktionieren, als im Rahmen des kunterbunten Blumenstrauß an Tools und Features rund um und für Google Places. Deswegen wurde erst kürzlich auch Google Hotpot direkt in Google Places integriert, was aus dem lokalen Branchenverzeichnis ein vollwertiges mobile Bewertungsportal macht.

Mit Google Offers wird v.a. Google Places promotet:
Das Besondere an Google Offers ist dessen enge Verschränkung mit Google Places. Dass diese Verschränkung ein Aspekt allerhöchster Priorität ist, erkennt man daran, mit wie viel Aufwand Google die Landingpage für Google Offers in Portland erstellt hat.

Dieser Seite ist unter dem Reiter „Places“ nämlich eine Übersicht über die bislang in Portland bewerteten und eingetragenen Unternehmen und Dienstleister vorangestellt:

Mit Hilfe dieser Übersicht verschiedener lokaler Anbieter in unterschiedlichen Kategorie, die bereits Google Places aktiv nutzen, sollen so Wettbewerber in diesen Branchen „geködert“ werden, ebenfalls auf Google Places aktiv zu werden.

Ob das im Endeffekt nun darauf hinausläuft, dass das lokale Unternehmen sich bei Google Offers registriert, das Werbeinstrument Google Boost für eine Flatrate kauft, oder einen anderen kostenpflichtigen Service wie z.B. lokale Google AdWords Kampagnen nutzt – Hauptsache es wird zunächst ein umfassender, vollständiger Google Places Eintrag [Checkliste] angelegt.

Ist dieser Schritt erst ein mal vollzogen – so scheinbar die Logik von Google – dann wird das lokale Unternehmen nach einer Weile die Vorzüge von Google als Partner bei der Neukundengewinnung im Internet zu schätzen wissen…

Google Offers & Group Buying – Das Ende eines Trends?

Schenkt man den aktuellen Statistiken und Studien rund um Group Buying Glauben, dann ist das Unternehmen aus Mountain View mit Google Offers nun wohl leider ein wenig spät dran.

Der Grund: Es zeichnet sich scheinbar ab, dass der Zenit des Group Buying bereits jetzt schon überschritten ist. Zumindest verzeichnete der Branchenführer Groupon zuletzt sinkende Erträge, was vor dem Hintergrund einer von Business Insider durchgeführten Verbraucherstudie, die einen erheblichen „Ermüdungszustand“ der Groupon Abonnenten verzeichnet, sicher keinen Grund zur Freude darstellt.

Das nun auch Google in diesen heftig umkämpften, aber auch von den Verbrauchern kritisch betrachteten Markt einzudringen versucht, ist wohl eine notwendige Konsequenz aus der Anwendung kapitalistischer Maxime (und eine sinnvolle Maßnahme angesichts der Entwicklung des mobile Web [Infografik]) – da jedoch Google Places leider immer noch unter mieser Qualität leidet, wurde erneut das Pferd von hinten aufgezogen, anstatt sich endlich mal um eine stabile und zuverlässige Datenbasis zu bemühen.

Ganz sicher werden zahllose mit Google Places verknüpften Dienste wie Google Offers erfolgreich ihren Teil dazu beitragen, dass Google immer mehr aktuelle Firmendaten erhält. Solange aber Bewertungen unterschiedlicher Firmen vermischt werden, einzelne Einträge regelmäßig verschwinden, oder durch veraltete Duplikate ersetzt werden, obwohl der Firmeneintrag bestätigt wurde, so lange werden zahllose lokale Betriebe erheblich unter den Fehlern des Google Places Algorithmus leiden und sich sukzessive wieder von Google abwenden…

… da helfen dann auch funky Promotionartikel von Google nicht weiter 😉


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