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33 Tipps für KMU – Businessplan, Neukundengewinnung & Lifestyle-Design

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11 Fragen an Norbert Weider

Kurz zu mir: Ich war viele Jahre freiberuflich im Bereich der Marktforschung tätig, konzentriere mich aber seit längerem auf das Thema KMU Marketing und virtuelle Unternehmen. Vor einem Jahr habe ich unter http://www.ragazzi-group.de meinen Blog zum Thema Online Marketing und Entrepreneurship begonnen. Ich unterstütze kleine Unternehmen, Existenzgründer und lokale Anbieter bei der Neukundengewinnung. Nach einer kompletten Neuausrichtung biete ich diese Leistungen nun unter http://startupklinik.de an. Darüberhinaus sind gerade weitere Projekte in der Planung über die ich aber noch nicht verraten kann.

Häufigste Fragen rund um die Gründung eines Kleinunternehmen

Brauche ich einen Businessplan?

Ich bin der Meinung, dass Businesspläne gerade für die persönliche Planung von Klein- und Einzelunternehmer an Bedeutung verlieren, man aber auch nicht ganz darauf verzichten sollte. Ist man auf Fremdkapital oder Gründerzuschüsse angewiesen so kommt man daran ohnehin nicht vorbei. Wichtiger ist in meinen Augen heute die Ausarbeitung des Geschäftsmodells. Es zeigt auf, welchen Nutzen das Unternehmen seinen Kunden und Partnern liefert, wie dieser Nutzen erbracht wird und wie, bzw. an welchen Stellen damit Geld verdient wird.

Was hat es mit der Kleinunternehmerregelung auf sich?

Die Kleinunternehmerregelung stellt zunächst ein Wahlrecht für Existenzgründer dar. Mann kann sie in Anspruch nehmen oder nicht. Als Kleinunternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes gilt jeder dessen Gesamtumsatz im ersten Jahr nach der Gründung nicht mehr als 17.500 Euro beträgt. Nimmt man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch kann man auf die Erhebung der Umsatzsteuer verzichten, ist im Gegenzug aber auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Kann ich ohne Startkapital ein Unternehmen gründen?

Das kommt letztlich natürlich auf die Geschäftsidee an. Vieles ist heute aber auch schon mit minimalen Mitteln realisierbar. Wer schon zu Beginn lernt mit geringen Mitteln ein Geschäftsmodell auf die Beine zu stellen wird auch später nicht so schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Möchte man wachsen so hat man auf diese Weise auch vor potentiellen Geldgebern eine bessere Position. Die Amerikaner nennen das Bootstrapping.

Häufigste Fehleinschätzungen bzw. hartnäckigste Mythen rund um Kleinunternehmen?

Als Kleinunternehmer hat man keine Chance gegen die Großen

Es war noch nie so einfach ein eigenes kleinen Unternehmen zu gründen wie heute. Wenn man eine gute Idee hat mit der man ein Problem lösen oder ein Bedürfnis befriedigen kann, stehen die Chancen sehr gut. Verbraucher zieht es wieder mehr zu kleinen Unternehmen bei den sie einen persönlichen Ansprechpartner haben. Darüberhinaus können kleine Unternehmen sich viel flexibler an Veränderungen anpassen als große Konzerne. Diese sind es, die es in Zukunft immer schwerer haben werden. Es lohnt sich einfach nicht mehr groß zu sein. Ein modernes kleines Unternehmen muss nicht mehr alle Aufgaben in sich vereinen. Heute kann man ein Unternehmen aus verschiedenen am Markt verfügbaren Komponenten zusammensetzten. Fast wie aus einem Baukasten. Daraus ergeben sich auch neue Anforderungen an die Gründer. Man muss nicht mehr alles selber können und machen. Der moderne Entrepreneur hat vielmehr die Aufgabe eines Architekten. Er entwickelt aus einem Ideenkonzept ein Geschäftsmodell, gründet sein Unternehmen aus Komponenten und koordiniert diese untereinander.

Marketing ist zu teuer.

Viele Gründer, egal ob sie ein lokales Geschäft eröffnen oder mit einem digitalen Geschäftsmodell im Internet Geld verdienen wollen, sind oft ernüchtert, dass die Kunden ausbleiben nachdem Sie gestartet sind. Ohne Marketing läuft heute nichts mehr. Selbst Laufkundschaft gibt es nicht kostenlos. Ein Ladenlokal kostet in der Innenstadt auch mehr als Randbezirken. Im Internet ist das ähnlich. Gutes und cleveres Marketing muss aber heute nicht mehr zwangläufig viel kosten. Auch hier sind wieder kreative Ideen gefragt. Es ist erstaunlich was man heute auch mit kleinen Mitteln erreichen kann. Beispiele dafür gibt es genug.

Geld verdienen im Internet ist einfach und auch fast ohne Arbeit möglich.

Sicher der größte Mythos. Das Thema “Geld verdienen im Internet” zieht viele Menschen an, die oft nicht die geringste Ahnung haben WOMIT sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen. Diese Orientierungslosigkeit wird von vielen dubiosen Anbietern ausgenutzt, in dem Sie suggerieren im Internet könne jeder schnell reich werden. Natürlich verkaufen Sie dann auch gleich das passende Universalrezept dazu. Es ist das Geschäft mit dem Traum des schnellen Geldes. Die Menschen sollten aufhören nach irgendwelchen Tricks zu suchen und sich lieber darüber Gedanken machen wie sie ihre eigenen Fähigkeiten, Interessen und Ideen zu Geld machen können. Nur so kann man langfristig erfolgreich werden. Natürlich kann man im Internet Geld verdienen wenn man es richtig anstellt. Es sollte nur jedem klar sein, dass es ohne Herzblut, Fleiß und viel Arbeit nie funktionieren wird. Bis man dem Traum einer “4-Stunden Woche” nahe kommt vergeht viel Zeit in der man 60 Stunden und mehr die Woche arbeitet

Häufigste bzw. schwerwiegendste Fehler von Kleinunternehmern?

Viel lokale Unternehmen verzichten ganz auf eine Webseite oder nutzen sie lediglich als digitale Visitenkarte. Einmal ins Netz gestellt, wird sich danach kaum noch darum gekümmert. Ein Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen investiert ihr Marketingbudget am Kunden vorbei. Während ca. 50% der Verbraucher nach lokalen Produkten und Dienstleistungen zuerst im Internet suchen, hat die Hälfte der kleinen Unternehmen nicht mal eine Webseite. Der größte Teil des Budgets fließt immer noch in traditionelle Printmedien und Branchenverzeichnisse. Belegt ist das durch die Ergebisse der psyma/GfK-Studie “Mittelstand und Werbung” von Oktober 2010 im Auftrag der telegate AG.

http://www.telegate.com/htm/de/Unternehmen/1680.htm

Doch selbst dort wo die Basics im Online-Marketing stimmen, scheitern viele bei Social Media. Die Mentalität der klassischen Werbung hat bei Social Media einfach keine Chance. Das müssen viele noch lernen.

Insgesamt werden die Marketingaktivitäten der kleinen Unternehmen nicht effizient genug aufeinander abgestimmt. Man macht mal hier was, man macht mal da was und vergisst am Ende auch oft noch die Erfolgskontrolle. Integriertes Marketing wird auch für kleine Unternehmen immer wichtiger.

Kundenservice und Kontaktpflege vernachlässigen.

Viele vergessen, dass es einfacher ist einen zufriedenen Kunden erneut zum Kauf zu bewegen oder als Markenbotschafter zu gewinnen als einen neuen Kunden zu akquirieren. Nach einem getätigten Geschäft findet oft keine aktive Ansprache des Kunden mehr statt.

Beste Tipps vor der Erschließung des Geschäftsfelds?

Das Geschäftsfeld genau analysieren und seine Chancen abwägen. Wie groß ist die Nachfrage nach meinem Produkt oder meiner Dienstleistung? Wer sind die potentiellen Kunden? Wie und wo informieren sie sich? Mit welchen Mitbewerbern habe ich es zu tun? Was macht die Konkurrenz? Wie hoch sind die Preise? Gibt es Partner mit denen ich zusammenarbeiten könnte? Wodurch unterscheide ich mich von den Mitbewerbern? All das sind wichtige Informationen für die darauf folgende Entwicklung und Visualisierung eines Geschäftsmodells.

Dafür gibt es zwei hervorragende Hilfen:
Zum einen “The Business Model Canvas” (PDF) von Alexander Osterwalder
und das “Business Model Drawing Tool” vom Board of Innovation.

Als nächstes sollte man sich Gedanken über eine Marketingstrategie machen, die verschiedene, aufeinander abgestimmte Instrumente und Kommunikationswege einbezieht und sich an der Zielgruppe orientiert.

Beste Tipps zur systematischen Neukundengewinnung (Offline, Online)?

Kunden und Zielgruppe beobachten und ihnen zuhören. Wo und wie informieren sie sich? Welche Art der Kommunikation findet statt? Welche Probleme und Bedürfnisse haben sie? Wo suchen Sie nach Lösungen? Reden sie über mein Unternehmen und wenn ja was? Hat man die Antworten auf diese Fragen so fängt man an sich an der Kommunikation zu beteiligen. Dabei sollte man immer authentisch bleiben und Persönlichkeit zeigen. Nur so kann man das Vertrauen potentieller Kunden gewinnen.

Eine gute Kommunikation mit dem Ziel der Neukundengewinnung erfordert eine Strategie. Dabei ist es wichtig dass alle Kommunikationsmaßnahmen aufeinander abgestimmt werden und zusammengefasst ein stimmiges Bild ergeben. Ist der Interessent erstmal auf der eigenen Website so ist es wichtig, dass die begonnene Kommunikation dort zielgerichtet weitergeführt wird. Dem Besucher sollten schnell die relevanten Informationen angezeigt werden und er sollte mit einer direkten Ansprache zu bestimmten Handlungen aufgerufen werden. Sei es der Kauf, die Kontaktaufnahme oder die Übermittlung von Kontaktdaten.

Integriertes Marketing ist die eine Hälfte. Die andere Hälfte ist guter Service. Hat man einen Kunden erstmal für sich gewonnen so gilt es ihn mit erstklassigem Service zu versorgen. Nichts ist so wertvoll wie ein zufriedener Kunde der eine persönliche Empfehlung ausspricht. Es war noch nie so einfach wie heute eine Empfehlung auch gleich allen seinen Freunden mitzuteilen. Man muss dem Kunden nur die Möglichkeit geben dies auch unkompliziert zu tun und ihn auch darum bitten. Am besten man belohnt ihn auch dafür. All dies setzt einen professionellen Gesamtauftritt voraus

Beste Tipps für ein erfolgreiches Marketing (Offline, Online)?

Die Grundlage für erfolgreiches online Marketing ist ein professioneller Internetauftritt und nach wie vor die Generierung von Kontaktdaten. Daran hapert es bei vielen Kleinunternehmern aber schon. Die meisten Marketingmaßnahmen führen den Interessenten früher oder später auf die Webseite des Unternehmens. Hier muss der Besucher an die Hand genommen und geführt werden. Das Design, die Relevanz und die Nutzerfreundlichkeit spielen ein große Rolle.

Man findet im Netz viele Listen und Artikel mit guten Tipps zum Thema Online Marketing. Wichtig ist, dass man eine Gesamtstrategie entwickelt und die einzelnen Komponenten sinnvoll aufeinander aufbaut und kombiniert. Nur so kann man langfristig die gewünschten Effekte erzielen. Das bezieht Online- wie Offline- Aktivitäten mit ein. Der Trend wird auch immer mehr dahin gehen Offline-Werbung mit Online-Inhalten zu verbinden. Ich denke das QR-Codes beispielsweise in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen werden. Immer mehr Verbraucher nutzen Smartphones mit mobilem Internetzugang. Dies wird dazu führen, dass die Grenzen zwischen Online- und Offline-Marketing verschwimmen.

Zuletzt ist die ständige Erfolgskontrolle der ergriffenen Maßnahmen und die daraus folgende Optimierung der Marketingaktivitäten unerlässlich. Nur so kann man sein Budget zielgerichtet und effizient einsetzen.

Beste Tipps für eine erfolgreiche Firmenwebsite?

Professionelles Design und hohe Benutzerfreundlichkeit.
Kundenorientierte, hochwertige, interessante und aktuelle Inhalte mit klaren Handlungsaufforderungen. Die Seite sollte “leben”, Persönlichkeit zeigen und zum persönlichen Branding beitragen. Ein Blog kann dabei sehr hilfreich sein wenn er richtig geführt wird. Natürlich ist es damit alleine nicht getan, Suchmaschinenoptimierung, Verknüpfung mit Social Media Diensten, kontinuierliche Pflege und Erfolgskontrolle sind ebenso wichtig. Auch hier kommt es natürlich auf das Produkt oder die Dienstleistung an. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an eine Webseite.

Beste Tipps für effizientes Suchmaschinenmarketing (SEA & SEO)?

Viele Kleinunternehmen die eine Webseite haben, wären einen Schritt weiter wenn sie schonmal eine vernünftige On-page-Optimierung durchführen würden. Schon das fehlt bei vielen völlig.

Für effizientes Suchmschinenmarketing ist eine ausführliche Keywordrecherche und Konkurrenzanalyse unerlässlich. Hat man die profitablen Keywords identifiziert so gilt es die Seite entsprechend darauf zu optimieren. Ebenso sollten die geschalteten Anzeigen individuell an den Suchbegriff angepasst werden. Zusätzlich sollte man eine auf den Suchbegriff optimierte Landingpage einrichten, die den Besucher gezielt anspricht und zu einer Handlung auffordert. Auch wenn ich mich wiederhole, gerade hier ist die Erfolgskontrolle und kontinuierliche Optimierung unerlässlich.

Social Media Optimierung wird in diesem Zusammenhang auch immer wichtiger. Die Suchmaschinen binden mehr und mehr Inhalte aus sozialen Netzwerken in die Suchergebnisse mit ein. Wenn man davon profitieren will sollte man in diesen Netzwerken auch präsent sein. Auch hier kann ein Blog sehr nützlich sein wenn es darum geht relevanten Traffic zu generieren und Backlinks aufzubauen.

Beste Tipps für erfolgreiches Social Media Marketing?

Erfolgsentscheidend ist nicht die die Größe eines Netzwerks sondern dessen Stärke. Um diese zu erhöhen ist es wichtig aktiv mit seinen Kontakten zu kommunizieren und Ihnen zuzuhören. Social Media Marketing ist keine Einbahnstraße in der man mit marktschreierischen Methoden etwas erreichen kann. Es geht in erster Linie um Kommunikation und den Aufbau echter Beziehungen. Zunächst sollte man sich also mit den Netzwerken und dem Nutzungsverhalten der eigenen Zielgruppe vertraut machen. Ein Schnellschuss kann auch nach hinten losgehen. Auch hier sollte man zunächst beobachten bevor man selber handelt.

Man sollte nicht nur in Kampagnen denken. Social Media Marketing sollte vielmehr eine langfristige Strategie darstellen mit dem Ziel eine treue und aktive Gemeinschaft aufzubauen. Nur so kann man auch aus Kunden Fans machen, die sich mit dem eigenen Unternehmen identifizieren und wertvolles Feedback liefern. Bei Social Media geht es weniger um das direkte vermarkten von Produkten sondern viel mehr das Zuhören, die Interaktion und Förderung von Mund-zu-Mund-Propaganda. Diese Interviewreihe von euch ist da ein gutes Beispiel.

Die Grundlage für erfolgreiches Social Media Marketing liefert in der Regel ein eigener Blog mit guten, relevanten und aktuellen Inhalten. Soweit dies möglich ist sollte man einen eigenen Blog einrichten. Macht man es richtig kann er zur eigenen Fanbase werden.

Eine gute Social Media Planung kann man auch mit der Arbeit eines Gärtners vergleichen. So wie der Gärtner erstmal den Boden vorbereitet bevor der die Samen setzt, so sollte man seine Profile vorbereiten. Es sollte das erstrebte Image, die Produkte und Leistungen und nicht zuletzt die eigene Persönlichkeit angemessen repräsentieren sowie die nötigen Informationen bereitstellen, die die eigene Zielgruppe erwartet. Hat man die Grundlage geschaffen kann man beginnen seinen Social Media Garten zu bepflanzen. Die Pflanzen, in diesem Fall der Content, sollte zum Boden passen und vielfältig sein, aber harmonieren. Pflanzen brauchen Sonne und Wasser um zu blühen. Bekommen sie zu viel davon, gehen Sie ein. So sollte man nicht zu viel und auch nicht zu wenig Inhalte liefern. Man sollte auf Reaktionen achten und darauf eingehen, sich aktiv an der Kommunikation in verschiedenen Medien und Blogs beteiligen und Kontakte knüpfen. Social Media Marketing zeichnet sich aus, durch ein ständiges Geben und Nehmen. Hat man erstmal das richtige Maß gefunden wird man auch durch einen blühenden Garten belohnt.

Natürlich gibt es früher oder später auch Unkraut. In sozialen Medien sind das in der Regel unangebrachte Kommentare und sonstiger Spam. Diesen gilt es zu entfernen bevor er sich breit macht und den Garten zerstört.

Hilfreiche Trends & Tools zur Aufgabenorganisation & -erleichterung?

Der Trend geht ganz klar in Richtung Cloud Computung und SaaS-Produkten. Diese Lösungen sind in der Regel kostengünstig, skalierbar und jederzeit an jedem Ort verfügbar.

Zur Angebots- und Rechnungserstellung nutze ich den Service von Fastbill.com Es gibt natürlich auch noch viele weiter Anbieter zur Online Rechnungserstellung.

Zur Verwaltung von Notizen, Ideen und allerlei Inhalten aus dem Web nutze ich gerne Evernote. Es ist praktisch mein virtuelles Gedächtnis. http://www.evernote.com

Ein weiteres Tool das ist regelmäßig nutze ist Dropbox. Es synchronisiert meine wichtigsten Daten und macht Sie mir überall zugänglich. Gleichzeitig eignet es sich auch zum File-Sharing und dadurch hervorragend zur Online-Zusammenarbeit. http://www.dropbox.com/

Erprobte Lifestyle-Design Tipps für Kleinunternehmer?

Lifestyle Design bedeutet für mich, dass man sein Leben selbstbestimmt gestalten kann. Dazu hatte man noch nie so viele Möglichkeiten wie heute. Um eine Unternehmen zur gründen und zu führen reicht heute schon eine Computer mit Internetanschluss. Man muß es nur richtig anstellen. Viele Kleinunternehmer machen den Fehler, dass sie alles selbst machen wollen und früher oder später völlig überfordert sind. Statt dessen sollten sie zeitraubende Aufgaben lieber Auslagern. Outsourcing ist heute nicht mehr nur etwas für Großunternehmen.

Es ist schwer hier Tipps zu geben. Jeder sollte sich in sich reinhören und sich klar darüber werden was er wirklich vom Leben will. Möglich ist vieles, aber Erfolg, wie auch immer man das für sich definiert wird man nur haben wenn man mit Herzblut und Freude bei der Sache ist. Das schnelle Einkommen auf Autopilot gibt es einfach nicht. Das müssen viele erstmal begreifen.

Ich möchte diesen Punkt für eine Buchempfehlung nutzen. “Kopf schlägt Kapital” von Prof. Dr. Günther Faltin zeigt tolle Möglichkeiten auf wie Kleinunternehmer und Existenzgründer ihre Pläne effizient umsetzen können und was heute alles möglich ist.

Ausblick: Welchen Herausforderungen müssen sich lokale Anbieter & Kleinunternehmen künftig verstärkt stellen?

Auch für lokale Anbieter und Kleinunternehmer wird sich der Wettbewerb zunehmen ins Internet verlagern und das Thema Marketing wird auch für diese Gruppe immer wichtiger. Ohne Webseite und entsprechendem Marketingkonzept werden es viele Unternehmen in Zukunft schwer haben.

Lokale Anbieter werden sich damit genauso auseinandersetzen müssen wie überregionale. Das zeigt schon alleine die Entwicklung hin zur lokalen Suche und die lokalen Social Media Angebote wie z.B. Facebook Places. Die sozialen Medien führen auch dazu, dass die Kunden noch mehr als vorher über den Erfolg oder Misserfolg entscheiden werden.

Unternehmen werden sich zunehmend mit den Bewertungen Ihrer Kunden auseinandersetzen müssen. Überleben werden langfristig nur die, die Ihre Kunden auch begeistern können. Das war zwar grundsätzlich schon immer so, nur dass der Erfahrungs- und Meinungsaustausch heute viele schneller und in in größerem Maßstab stattfindet. Gerade schlechte Erfahrungen und Nachrichten verbreiten sich oft noch schneller als die Guten.

Kleine Unternehmen werden lernen müssen mit Social Media richtig umzugehen. Ich denke, dass in Zukunft viel Kreativität bei der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen gefragt ist. Denn mit den klassischen Marketingmethoden sind viele Verbraucher heute nicht mehr zu erreichen. Für junge, kreative und flexible Gründer ergeben sich daraus aber auch sehr gute Chancen für die Zukunft. Wer es richtig anstellt und auch ein wenig Glück hat kann heute auch sehr schnell Erfolgreich werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch herzlich bei euch bedanken, dass Ihr mir die Möglichkeit gegeben habt euren Lesern meine Sichtweise mitzuteilen.

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Das Dankeschön geben wir Dir für dieses sehr vielschichtige und umfangreiche Interview selbstverständlich mehr als gerne zurück! Auf der Erfahrungs- und Wissensgrundlage bzgl. der von Dir hier geäußerten Informationen sollte den von Dir jüngst gestarteten, unternehmerischen Projekten sicherlich viel Erfolg beschieden sein – wir wünschen es Dir jedenfalls :-)

Das war wieder mal ein interessantes Gespräch aus unserer nun schon seit längerem laufenden Interview-Reihe, die von Markus Bauer und mir ins Leben gerufen wurde. Eine Übersicht zu sämtlichen bislang veröffentlichen Expertengesprächen findet man bei Seite 1 Suchmaschinenoptimierung – viel Spaß beim Lesen!


8 Antworten zu “33 Tipps für KMU – Businessplan, Neukundengewinnung & Lifestyle-Design”

  1. 33 Tipps für KMU – Geschäftsmodell, Marketing, SEO & Co….

    KMU: Die 33 besten Tipps für Unternehmensgründung, Neukunden-Gewinnung, Firmen-Website, Suchmaschinenoptimierung, Social Media, Software, Tools und mehr….

  2. Maler Graf sagt:

    Sehr gute Tipps – geh ich konform damit!

  3. okseo sagt:

    Vielen Dank für dieses nette Interview. Leider finde ich die Betrachtung etwas schwierig. Was sind denn die harten Fakten eines Kleinunternehmers??? Ist es konkret § 19 des Umsatzsteuer-Gesetzt ??? Oder die EU Klassiefizierung??? Ich halte diesen Begriff für völlig danaben, es gibt nur Unternehmer und nicht´s anderes. Schon alleine im Sinne des Marketings im speziellen Fall der Aussendarstellung. Euer okseo

  4. Unternehmer sagt:

    Finde die Aussagen stimmig. Auf jeden Fall ein interessantes Interview. Danke dafür!

  5. Norbert sagt:

    @okseo

    Größe ist natürlich relativ und ich stimme Deiner Sichtweise, besonders im Hinblick auf das Marketing und die Aussendarstellung, durchaus zu. Allerdings muss man festhalten, dass wir jetzt von der Person des Unternehmers sprechen. Betrachtet man das Unternehmen als ganzes ist wohl nicht zu bestreiten, dass es Größenunterschiede gibt. Die Übergänge sind dabei sicher fließend.

  6. Danke für das interessante Interview! Bin gespannt wie sich Facebook Places in Deutschland machen wird.

  7. Sven Dzuba sagt:

    Als Kleinunternehmer hilft einen die Planung faktisch nicht – der Businessplan ist überflüssig – da in eine nicht vorhersehbare Zukunft gerichtet. Umgekehrt wichtiger ist die retrograde Betrachtung als Fehleranalyse. Der Rest ist Show-Programm for Customers! Da an Kredite nicht ranzukommen ist (bei uns trotz einwandfreier Auskunft) wird er auch nicht gebraucht. Wichtig ist die überarbeitung und Ergänzung der Website. Soziale Medien lasse ich jedoch links liegen, da meist Umgang mit Daten unkorrekt ist. Klare Konsequenz Face-Book? Nein Danke. Erfolg ist also nicht planbar, vorallem nicht im voraus. Erfolg ist nur klassisch durch „Arbeit“ und nicht durch „Spekulation“ möglich.

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