KennstDuEinen Blog

Google Offers – „Deals“ als Ergänzung zu Google Places, Boost & Co.

Geschrieben am von

“Was sich nicht kaufen läßt kopieren wir einfach” – Google Offers

Wie von Mashable berichtet wird, ist Google derzeit dabei ein neues Produkt für den lokalen Suchmarkt zu launchen. Es handelt sich dabei um Google Offers und zielt damit voll auf den derzeit total angesagten Trend der lokalen Gutschein- und Rabattvermarktung ab.

Angesichts der erfolglosen Einkaufstour bei Groupon macht man es sich in Mountain View nun einfach gemütlich. Frei nach dem Motto: „Was sich nicht kaufen läßt kopieren wir einfach“ wird nun mit Google Offers das Daily-Deal Prinzip als klassische Copy-Cat in die Welt gesetzt.

Warum Google Offers?

Wie auch bei Groupon, soll Google Offers dazu beitragen lokalen Anbietern eine neue, web-affine Kundeschaft zuzuführen. Das ganze funktioniert über Rabatte für bestimmte Produkte, Aktionen oder Events, die nur dann für einen Sonderpreis eingelöst werden können, wenn sich ausreichend Nutzer einfinden, die sich für den Deal anmelden.

Google äußert sich zu Offers wie folgt:

  • Get in front of more potential customers in your city
  • Bring in both new and valuable customers with great deals
  • Exposure across Google ad networks at no additional cost
  • Manage your offer easily with tools to track and measure your ROI
  • Get paid quickly with no out-of-pocket expense for your business

Ein paar erste Informationen zu Google Offers kann man sich über folgenden Link zu einem 2-seitigen „Fact Sheet“ herunterladen, aus dem auch der folgende Screenshot stammt:

Das interessante an Google Offers erscheinen mir vor allem die Zahlungsmodalitäten zu sein. So werden lokale Anbieter wohl erst dann zu Kasse gebeten, wenn der Deal über erfolgreich an die willigen Käufer gebracht wurde. Es handelt sich dabei um eine Gebühr, die von dem Erlös, den der Deal für den (lokalen) Anbieter eingebracht hat, von Google abgezogen wird.

Wie Mashable berichtet, werden bei Google Offers 80% des über den Deal erzielten Gewinns innerhalb von drei Tagen an den Anbieter ausbezahlt… die restlichen 20% behält Google für 60 Tage ein, um etwaige Ausgaben vorläufig zu decken.

Damit das ganze auch wirklich funktioniert werden die Offers von einem Google Team „marketing-technisch“ aufpoliert, denn man kann schließlich nicht erwarten, dass ein Friseur oder eine Masseuse knackige Werbetexte erstellen. Darüber hinaus wird auch der Zeitpunkt für den Start des individuellen Google Offer von Google errechnet – die dafür notwendigen Conversion-Daten dürfte das Unternehmen recht fix zusammengestellt haben.

Ist Google Offers jetzt schon live?

Nein… Entgegen eines bei SEO-United eingebrachten Kommentars, dass man sich lediglich auf Google Places einloggen muss, und bei seinem lokalen Account die Sprache auf „English“ einstellen muss, um dann direkten Zugang zu Google Offers zu haben, handelt es sich dabei lediglich um die hinlänglich bekannten Coupons, die man bereits seit langem via Google Places als lokales Sonderangebot in den US einstellen kann.

Es handelt sich dabei eben nicht um sog. Gruppenangebote, sondern um einen klassischen Rabatt-Gutschein, den man frei definieren kann.

Google Offers & der ganze Rest…

Mit dem neuen Produkt zieht Google konsequent auf dem lokalen Suchmarkt weiter voran. In Kombination mit Google Places, Google Boost, Google Tags, lokalen Google AdWords Kampagnen und Google Hotpot ist mit Google Offers nun ein weitere Baustein im Puzzle der lokalen Neukundengewinnung im Internet am Horizont erschienen.

Bleibt abzuwarten, wie erfolgreich sich Google Offers gegen Groupon, Facebook Deals & Co. durchzusetzen vermag…


8 Antworten zu “Google Offers – „Deals“ als Ergänzung zu Google Places, Boost & Co.”

  1. okseo sagt:

    Hallo zusammen,
    „Was sich nicht kaufen läßt kopieren wir einfach“ das gilt doch nicht nur für Google. Es ist doch schon ein förmlicher Hype enstanden. Wer Copiert zuerst ein Geschäftsmodell und schaft den besten Exit aus dem Startup. Also mittlerweile ist darum ja schon eine richtige Industrie enstanden. Ich möchte nicht wissen wieviele Groupon Kopien im Netzt existieren. Die später auch noch einfach von Groupon und zukünftig von Goole aufgekauft werden um deren Reichweite und Vertriebswege zu nutzen. Also buy the way. Euer okeo

  2. okseo sagt:

    Naja, das sehe ich nicht ganz so. Beim Handel sind die Grenzen in der realen Wirtschaft auf die vorhandenen Verkaufsflächen beschränkt. Jetzt zu versuchen MC Donalds Konkurenz zu machen. Auf diese Idee würde keiner kommen. Aber im Internet ist diese Platzbeschränkung einfach nicht da. Hier zählt aus meiner sicht im ersten zuge, wer erreicht am schnellsten die Größte Reichweite. Selbst wenn das geschaft ist, bedeutet das nicht zwangsläufig langfristig erfolg. Siehe MySpace. Euer okseo

  3. Markus sagt:

    Da wird einem ja ganz schwindelig.

    Praktisch kein Monat in dem Google nicht irgendwas neues rausbringt bzw. ankündigt. Denn nur weil etwas bereits in den USA „gelauncht“ wurde heißt das ja noch lange nicht, daß es auch in Deutschland oder in anderen Ländern läuft (genau wie in diesem Fall). Hierzu mal eine Frage: Gibt es irgendwo eine Übersicht in welchen Ländern die verschiedenen Neuheiten, Produkte und Gadgets schon live sind? Und wenn nicht, warum nicht? Wäre doch mal ein tolles Projekt für dieses Blog *zwincker*

    MfG, Markus

    P.S.: Toller Bericht (mal wieder)

  4. Hendrik Maat sagt:

    Hi,

    Nunja, nicht alles sollte eine Kopie sein. Wir haben gerade eine Beta Version online gestellt die Verbunden ist mit unsere Facebookshop ShopShare. Wir bieten auf diesem Weg online Händler einen Weg um in der eigene Community Angebote zu platzieren. Der Deal ist auch als I-Frame Verfügbar für die eigene Webseite. http://www.facebook.com/shop.share?v=app_171250792918488

  5. Markus sagt:

    Danke für die hilfreichen Links. Und Glückwunsch zur erfolgreichen Finanzierungsrunde :)

Einen Kommentar schreiben