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33 Social Media Tipps: Vom Hype zur Realität

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11 Fragen an Philip Hoevels

Philip Hoevels Social Media Experte Philip Hoevels ist seit 1997 an der Akademie der Wildner AG, einem privaten Weiterbildungsinstitut mit Hauptsitz in München (Link), als leitender Dozent und Qualitäts-Management Beauftragter der Akademie tätig:

„Nach meinem Architektur-Studium an der TU München hat mich die virtuelle Welt des Internets mehr fasziniert als die reale Herstellung von Gebäuden: Webdesign, Programmierung, Flash, Usability, SEO, Social Media. Mich interessiert das ganze Bild, alle Puzzleteile und deren Vernetzung untereinander.“

Definition und Abgrenzung von Social Media versus SMM versus SEO?

SEO handelt in seiner Grundausrichtung von der idealen technischen Bereitstellung von Inhalten für das Web, um die Sichtbarkeit so zu verbessern, dass potentielle Besucher den Inhalt im Web leicht auffinden können.

Social Media sind Orte, wo sich immer größere Teile der potentiellen Zielgruppe aufhalten. Im Social Media Marketing sollte es sich um die Beantwortung der Frage gehen, wie das Unternehmen kundenorientiert kommunizieren kann. Social Media sind Informationsquellen für den potenziellen Kunden.

Häufigste Fragen (potenzieller Anwender) rund ums Thema Social Media?

  • Was kostet das?
  • Was ist ein Follower/Fan wert?
  • Kann man Social Media fremdvergeben (outsourcen)?

Social Media soll sofort Mehrwert für das Unternehmen bringen. Social Media auf Verbraucherseite. Marketing auf der Unternehmensseite.

Und zack: Da haben wir die ideale Kombination: Social Media Marketing. Früher wurde hinter jeden Begriff Management gesetzt, heute eben Marketing. Wenn es nur so einfach wäre.

Das Vertrauen muss langsam und kontinuierlich aufgebaut werden. Das braucht Zeit. Und Zeit ist bekanntlich auch Geld. Und sie müssen es ernst meinen. Social Media bedeutet Transparenz. Wenn sie keine Lust verspüren, direkt mit Ihren Kunden auf Augenhöhe zu kommunizieren, sollten sie es lassen.

Häufigste Fehleinschätzungen bzw. hartnäckigste Social Media-Mythen?

  • Es ist ein weiterer Marketing Kanal
  • Es ist neu
  • Es ist leicht

Social Media gibt es seit einer kleinen Ewigkeit. Es wird nur zunehmend einfacher, eine Bühne zu bekommen. Früher haben sich einzelne Probanden in Foren ausgetauscht. Heute wird Vieles deutlich sichtbarer ausgebreitet. War das Internet fast unendlich, konzentriert sich heute der Traffic auf wenige Plätze. Machtzentren entstehen.

Bereits 1999 wurde das cluetrain Mainfest aufgesetzt: „95 Thesen für die neue Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter“. Social Media wurde als Begriff bereits 2004 eingeführt. Die Kunst für Unternehmen besteht darin, sich auf diesen Plätzen zu tummeln, ohne die Gemeinschaft durch plumpe Marketing Aktivitäten zu stören. Kunden merken immer deutlicher, welche Macht sie entfalten können.

Häufigste bzw. schwerwiegendste Fehler im Bereich „Social Media“?

  • Blind mitmachen
  • Falsche Erwartungen
  • Ohne Exit-Strategie einsteigen

Die Einarbeitungszeit in die Thematik ist nicht zu unterschätzen. Sie müssen sich vorbereiten, zuhören, und sinnvoll mitmachen. Das Ganze ist ein Spiel.

Kommerz wird zunehmend geduldet, muss aber ein Entertainment-Faktor haben. Langeweile geht gar nicht. Wollen sie sich blamieren? Früher, in der Pubertät, war ein Korb erträglich, solange nicht zu viele Freunde davon Wind bekamen. Heute ist die Tragweite bedeutend größer.

Wichtigste Gründe für den Einsatz von Social Media?

  • Es ist da
  • Es wird verwendet
  • Es ist „state of the art“

Neben den genannten Risiken birgt das Thema Social Media enormes Potenzial. Allein die Reichweite ist bemerkenswert. Auch für den kleinen Geldbeutel ist dieses Feld gut zu beackern. Selbstverständlich können Brands „fetter“ einsteigen.

Aber auch kleine Unternehmen haben hier die Chance auf wichtige Multiplikatoren zu treffen. Sie dürfen den Anschluss nicht verpassen. Social Media ist kein Hype.

Social Media

Beste Social Media- (Anwendungs-) Tipps für größere Unternehmen?

  • Schnelle Eingreiftruppe bilden (Task force)
  • Mitarbeiter schulen
  • Kritik ernst nehmen und reagieren

Sind sie vorbereitet? Was passiert, wenn Ihre Strategie nicht aufgeht? Die Sache nimmt einen unerwarteten Verlauf. Welche Deeskalationsstufen haben sie geplant? Kennt jeder Mitarbeiter Ihre Guidelines? Sind involvierte Mitarbeiter fähig aus Kundensicht zu denken? Haben Sie sich jahrelang was vorgemacht?

Beste Social Media-Tipps für kleine Unternehmen und Selbstständige?

  • Mitmachen, oder auch nicht
  • Ehrlich sein
  • Nicht zu viel erwarten

Für Selbstständige bieten Social Media viel Lesestoff. Und führen im Idealfall auch zu Aufträgen. Word of Mouth. Aber bitte: Wir brauchen keine weiteren selbsternannten Social Media Berater oder Social Media Evangelisten.

Für kleine Unternehmen sind Social Media interessant, sofern die avisierte Zielgruppe sich hier bereits tummelt. Nicht jedes Unternehmen braucht ab sofort eine Facebook-Page oder ein Twitter-Account.

Social Media-Erfolgsbeispiele aus dem Bereich Brands?

Alle Beispiele sind sicherlich den meisten bekannt. Spannend wird es nochmal für den eher konservativen Versender OTTO, wenn der Katalog mit Brigitte ausgeliefert wird. Insbesondere der nicht eingeweihten, älteren Zielgruppe muss die Aufmachung des Katalogs schonend beigebracht werden.

Bei der jüngeren Zielgruppe hat OTTO sicher Anerkennung gefunden. Fragt sich nur, ob es nicht auf Kosten der älteren Kunden ist.

Social Media-Erfolgsbeispiele aus dem Bereich KMU?

Content is king. Die kleinen Beispiele zeigen, dass der Aufwand belohnt wird. Im Gegensatz zu Brands können sich kleinere Unternehmen wesentlich freier im Bereich Social Media bewegen. Es steht hier beim Misslingen nicht so viel auf dem Spiel.

In Nischen können diese Unternehmen sehr erfolgreich sein. Diese Unternehmen haben es in der Regel auch nicht verlernt die Kunden angemessen zu bedienen.

Tipps für Social Media (Monitoring) Tools?

Das Monitoring gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Bereich Social Media. Das Monitoring kann sehr zeitintensiv sein. Jede Quelle muss gefunden und gewichtet werden. Hier sind noch keine echten Klassiker zu nennen.

Es gibt x Quellen, die für die Messung spannend sind. Internet von A bis Z.

Wie werden sich Verständnis und Einsatz von Social Media entwickeln?

Nach dem Hype kommt die Ernüchterung. Dann wird sich die Erkenntnis einstellen, dass Social Media kein Wundermittel ist. Social Media wird Normalität. So wie wir heute mit der E-Mail Kommunikation umgehen.

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Recht herzlichen Dank lieber Philip für diese wirklich auf den Punkt gebrachten Antworten zu unseren Fragen rund um „Social Media“. Markus und ich wünschen Dir auch weiterhin lehrreiche Erkenntnisse und vor allem viel Spaß im Rahmen Deiner Dozentur sowie selbstverständlich auch weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog.

Das war nun das vierte Interview der gemeinsam mit Markus Bauer (S1-Suchmaschinenoptimierung.de) ins Leben gerufenen Interviewreihe, bei der wir verschiedenen Experten auf unterschiedlichen Themengebieten 11 Fragen gestellt haben.

Sämtliche bereits veröffentlichten Interviews aus dieser Reihe findet man hier:

Viel Spaß bei der Lektüre!


3 Antworten zu “33 Social Media Tipps: Vom Hype zur Realität”

  1. 33 Social Media Tipps: Vom Hype zur Realität…

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