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Online-Marketing für die lokale Suche: 3 aktuelle Trends

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Aktuelle Herausforderungen für KMU & lokale Anbieter im Internet

Spinnennetz InternetAls Empfehlungsportal für lokale Dienstleister und Ladengeschäfte stehen wir selbstverständlich mit einer großen Zahl an Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen in einem engen Kontakt. Dabei bemerken wir in letzter Zeit ein paar grundsätzliche Veränderungen, was die Zielvorgaben, Wünsche und vor allem auch das vorhandene Know-How unserer Kunden rund um den lokalen Suchmarkt und die Kundengewinnung im Internet anbelangt.

Diese Tendenz ist in meinen Augen selbstverständlich mehr als begrüßenswert – heißt das doch, dass wir mit unserem umfangreichen Serviceangebot rund um die lokale Suche für eine wachsende Zielgruppe potenzieller Kunden interessant sind und darüber hinaus, dass eine Zusammenarbeit mit derart informierten Kunden meist recht fruchtbar ist und dementsprechend erfolgreich verläuft.

Im heutigen Beitrag möchte ich daher drei aktuelle Trends zusammentragen, die sich mit Bezug auf Online-Marketingmaßnahmen von KMU & lokalen Anbietern zusehends in den Vordergrund spielen.

Trend 1: Lokale Anbieter & KMU wollen aktiv ihre digitalen Präsenzen managen

Bis vor drei, vier Jahren haben sich lokale Anbieter nur wenig im ihre digitale Identität im Internet gekümmert. Meist reichte es aus, eine Website erstellen zu lassen, die technisch mal mehr oder mal weniger gut im Hinblick auf die lokale Suchmaschinenoptimierung gestaltet wurde. Das gleiche gilt auch für die zumeist von externen Dienstleistern erstellen Inhalte, die zwar manchmal schön zu lesen sind, oftmals von ihrer Keyword-Basis vollkommen am Suchverhalten der Nutzer vorbeikonzipizert wurde. Parallel dazu wurde ggf. noch der ein oder andere Eintrag in einem der bekannteren Online-Branchenverzeichnisse getätigt – was zumeist als kostenlose Dreingabe für einen bezahlten Eintrag z.B. in der Printausgabe der GelbenSeiten angeboten wurde.

Diese Adressdaten nahmen anschließend ihren Lauf quer durch Internet: Teils wurden die Firmendaten von autorisierten Partnern für weitere Branchenportale weiterverwendet, teils von illegalen Scrapern für zwielichtige MfA-Branchenverzeichnisse entwendet. Als vor einigen Jahren zusehends Bewertungsplattformen auf den lokalen Suchmarkt vordrangen, machten sich einige unter ihnen daran, ihren Index mit gescrapten legal erworbenen Adress- und Kontaktdatensätzen aufzublähen. Das Resultat war eine bunte Landschaft von lokalen Branchen- und Bewertungsportalen, auf denen der eine zigfach verwertete Firmendatensatz wieder und wieder zu finden war.

Im Zuge der letzten Jahre wurde jedoch genau dieser Umstand für viele lokale Anbieter & KMU zu einem Stolperstein im Web: Zum einen tragen veraltete Adress- und Kontaktdatensätze auf den unterschiedlichsten Firmenverzeichnissen und Online-Branchenbüchern dazu bei, das Potenzial für Neukunden erheblich zu minimieren, da die Anrufe schlicht ins Leere laufen und zum anderen führten seit ungefähr anderthalb Jahren genau diese Inkonsistenzen der Firmendatensätze zu einer miserablen Performance im Google Maps Ranking (damals noch „Lokales Branchencenter“).

Citations unter "Mehr zu diesem Ort"

Im Hinblick auf etliche Bewertungsportale kam außerdem noch hinzu, dass sich lokale Anbieter & KMU zusehends mit ihrem Eintrag als „gekidnapped“ fühlen konnten. Man wurde nun auf etlichen Portalen als Dienstleister oder Geschäftsinhaber ungefragt bewertet, von Laien beurteilt und auch hin und wieder vollkommen ungerechtfertig „niedergemacht“ – teils auch von der neidischen Konkurrenz…

Kein Wunder, dass sich angesichts dieser Zustände eine gewisse Ohnmacht auf seiten lokaler Anbieter & KMU breit machte: Wie soll man mit beschränkten Ressourcen zahllose digitale Präsenzen managen? Wie kann man adäquat auf Bewertungen reagieren? Worauf ist bei Einträgen in Branchenverzeichnissen und Bewertungsplattformen zu achten und wie kann man diese aktuell halten? Wie kann man das Google Places Ranking optimieren? Was nützen einem als lokaler Anbieter z.B. Plattformen wie Twitter oder Facebook oder andere Social-Media Tools?

Trend 2: Die Landschaft der Portale für Nutzermeinungen und Bewertungen diversifiziert sich zusehends

Parallel zu dem Erfolg horiziontal aufgestellter Bewertungsportale wie Qype, golocal oder der etwas jüngeren Plattform tupalo, auf denen von der Parkbank über einen Nachtclub bis zum Rechtsanwalt schlichtweg alles bewertet werden kann, entstanden zusehends auch vertikale Bewertungsplattformen, die auf bestimmte Branchen fokussiert sind. Angefangen von Reiseportalen wie Tripadvisor, Holidaycheck oder Trivago über Gesundheitsportale wie DocInsider, Imedo oder Sanego bis hin zu Handwerkerplattformen wie MyHammer, Bewertungsportalen für Rechtsanwälte wie Anwalt.de oder Dienstleisterportalen wie KennstDuEinen.de stehen Verbrauchern unzählige Optionen zur Verfügung sich über lokale Anbieter unterschiedlichster Branchen zu informieren.

Bewertungsportale in Deutschland

Nimmt man noch Blogs, Microblogging Dienste wie Twitter oder andere Social Media Portale wie Facebook hinzu, in denen lokale Anbieter zusehends erwähnt und bisweilen auch beurteilt oder weiterempfohlen werden, stehen Dienstleister und Geschäftsinhaber vor einer unüberschaubaren Vielfalt an Optionen gegenüber, wo sie ihre digitale Präsenz pflegen können. Jüngere Entwicklungen wie beispielsweise Google Hotpot, die gerade auch für mobile Nutzer attraktiv sind, verstärken diesen Trend noch. Ganz abgesehen von „Location based services“ wie Foursquare oder Friendticker, die von der Nutzungsrate her in Deutschland allerdings bisher nur eine marginale Bedeutung aufweisen.

Angesichts dieser unüberschaubaren Vielfalt an Orten im Web, an denen Konversation betrieben wird, in deren Rahmen eben auch Empfehlungen für lokale Anbieter ausgesprochen werden, ist es für Dienstleister und Geschäftsinhaber schlichtweg aus Zeitmangel schwierig, sämtliche aktuelle Bewertungen auf dem Schirm zu haben, auf negative adäquat zu reagieren bzw. sich mit unzufriedenen Kunden im Detail im Rahmen von Kulanzmaßnahmen auseinanderzusetzen.

Trend 3: Die Kunden als Marketing-Abteilung

Empfehlungen bei Google HotpotFragt man lokale Anbieter, wie sie bisher an neue Kunden gelangt sind, so erwähnen die allermeisten, dass neue Kundschaft in der Regel über die „Empfehlungen“ von zufriedenen Kunden hinzugewonnen wird. Ein Umstand, den wir uns hier bei KennstDuEinen zu Nutze machen, indem wir gezielte AdWords-Anzeigen für bestimmte Suchbegriffe direkt zu den Dienstleister-Profilen schalten, wo der Nutzer dann den Anbieter direkt kontaktieren kann – per Email, Kontaktformular oder Telefon – deren Effizienz letzterer dann mit Hilfe transparenter Reportings auch auswerten kann.

Vor diesem Hintergrund wir immer mehr lokalen Anbietern und KMU klar, dass die fortwährenden Konversationen über den eigenen Betrieb im Sinne der gezielten Neukundengewinnung und der positiven Imagebildung genutzt werden können.

Linktipp: „Online Reputation Management für lokale Anbieter

Eine gesteuerte Incentivierung relevanter Bewertungen loyaler Kunden sollte daher für lokale Anbieter genau so im Vordergrund stehen, wie das Bewußtsein darüber, dass ein unzufriedener Kunden die Macht hat, den eigenen guten Ruf leider öffentlich zu beschädigen.

Linktipp: Google Places: Von Maps stammende Bewertungen kommentieren

Aus diesem Grund werden einfach zu bedienende und leicht verständliche Marketing-Tools wie bspw. Yext Rep, die etliche Konversationen auf zahlreichen relevanten Plattformen im Web über den eigenen Betrieb monitoren und tracken, in der kommenden Zeit auf eine stetig wachsende Nachfrage stoßen. Denn damit wird dem lokalen Anbieter ein gewinnbringendes Instrumentarium zur Hand gestellt, mit dem dieser sich gezielt in Konversationen einschalten kann, um mit Kunden oder Interessenten unkompliziert dort in Kontakt treten zu können, wo sich diese im Web auch aufhalten.

Linktipp: 7 Fragen, die sich lokale Betriebe und Dienstleister stellen sollten

Von da ist der Weg zum „Kunden als Markenbotschafter“ dann auch für einen kleinen Handwerkerbetrieb, Kosmetiksalon oder Umzugsunternehmen tatsächlich nicht mehr weit…

Inspiriert durch:
Three Important Online Trends For Local Business

Bildquelle: pixelio / AngelaL


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