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Lokale Branchenergebnisse: Neue Maps „OneBox“ auf Google.de

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Google führt die neue „OneBox“ nun auch in den deutschen Suchergebnissen ein

Google PlacesWie bereits berichtet laufen in den US derzeit einige Tests, die alle auf ein neues Design der lokalen Branchenergebnisse hinauslaufen.

Der Grundtenor dieser Innovationen beläuft sich auf eine simple Tatsache: Es ist zu erwarten, dass künftig die Websites lokaler Firmen und Dienstleister ebenso wie auch die klassischen Online-Branchenbücher nicht mehr so viel Traffic erhalten werden, wie bisher. Es wurde daher in einschlägigen Blogs und Foren zum Teil recht lebhaft diskutiert, wie weitreichend die Folgen für beide Sektoren sind und in welchem Umfang und ab welchem Zeitpunkt wir mit den neuen lokalen Suchergebnissen rechnen können…

… und seit gestern Abend ist es nun soweit – die neue Maps OneBox ist nun auch in Deutschland online – und das in allen möglichen Browsern und Google Datacentern:

Screenshot neue Google Maps OneBox auf Google.de
Google Maps OneBox 1.1

Was hat sich zu bisher geändert?

Wie bei den Tests in den US auch, erscheint die Google Maps „OneBox“ in der hier vorgestellten Form vorerst nur bei Suchanfragen, die den Eigennamen des Unternehmens in sich tragen, oder sehr ähnlich sind. Der erste Suchtreffer, optisch aber bei weitem nicht so auffallend, wie die Karteneinblendung darunter, ist die Firmenwebsite des lokalen Anbieters. Direkt darunter befindet sich nun die neuen Maps „OneBox“, die sich aus der Karteneinblendung, zwei miteinander korrespondierenden roten PINs, sowie der Unternehmensbezeichnung mitsamt weiterführenden Informationen besteht. Der Clou ist nun, dass man nicht mehr (wie bisher) auf den Firmennamen klicken kann, sondern nur noch auf den darunter befindlichen Link „Google Maps-Profil“ klicken kann. Dieser leitet den Nutzer zu der Google Place Page des lokalen Anbieters.

Anders als in den US, werden unter den auffällig gestalteten gelben Bewertungssternen derzeit noch keine Zitate von Bewertungsportalen wie z.B. KennstDuEinen.de eingeblendet. Ein Klick auf diesen Link führt jedoch direkt via Sprungmarke zu dem Abschnitt „Bewertungen“ auf der entsprechenden Google Place Page.

Warum „Google Maps-Profil“ und nicht „Place Page“?

Obwohl Google erst kürzlich Google Places als den terminologischen Nachfolger des lokalen Branchencenters eingeführt hat, wird hier im Suchergebnis noch auf das „Google Maps-Profil“ verwiesen. Ein Grund könnte sein, dass Google die Sorge plagt, das der Nutzer nicht weiß, was sich hinter „Place Page“ verbirgt. Dieser Meinung bin ich jedoch nicht, da eine kleine Analyse bei Google Insights for Search zeigt, dass der Begriff „Google Places“ den Begriff „Branchencenter“ schon längst hinter sich gelassen hat:

Ob dieser Schachzug deshalb sinnvoll ist, wage ich zu daher bezweifeln, da die in den Suchergebnissen angezeigten Links zu den „Place Pages“ aus vertrieblicher Sicht auch dazu beitragen müssen, Millionen von lokalen Anbietern auf Googles lokalen Marketing-Kanal überhaupt aufmerksam zu machen.

Fazit:
Aktuell erscheint die neue Maps „OneBox“ als unkritisch für lokale Anbieter, da diese derzeit nur bei Suchanfragen erscheint, die den Eigennamen enthalten. Hier punktet Google nun jedoch v.a. beim Verbraucher, denn die „Google Place Pages“ bieten i.d.T. eine Menge an relevanten und hilfreichen Informationen über zahllose Locations, Sehenswürdigkeiten aber auch lokale Betriebe und Dienstleister, wie das folgende Beispiel andeutet:

Universal-Search Integration mit eingeblendeter neuer Maps „OneBox“:
Alexanderplatz Berlin | Google Suchergebnis

Link zur Google Place des Alexanderplatz

Spannend wird es nun werden, inwieweit die in den US durchgeführten Tests Realität werden und die lokalen Suchtreffer sich dann künftig über anderthalb Bildschirme erstrecken und somit die organischen Suchergebnisse vollkommen dominieren.

Dann heißt vielleicht doch noch „Google Places brings Salvation from Directory Hell„…


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