7 Faktoren zur Optimierung des Ranking auf Google Maps
Als kompakte Hilfestellung für lokale Betriebe und Dienstleister, die ihre Firmeneintrag auf Google Places optimieren möchten, will ich heute versuchen, den Themenkomplex Google Maps Ranking in 7 Punkten nutzerfreundlich zusammenzufassen.
Inspiriert wurde ich dazu durch Matt McGees heutigen Blogpost “10 Likely Elements of Google’s Local Search Algorithm“, wobei ich nicht in allen Punkten mit dem Autor übereinstimme, einzelne Aspekte anders gewichte und andere wiederum, bezogen auf Google.de, als noch nicht relevant erachte.
Eines vorweg: Es sollte klar sein, dass diese Tipps in je nach Branche und geographischer Region ein wenig differieren.
1.) Adresse
Wenn man für ein bestimmtes Keyword in einer bestimmten Stadt gefunden werden möchte, ist es notwendig, dass man mit seinem Unternehmen auch tatsächlich in dieser Stadt sitzt. Je größer die Stadt ist, für die man als Suchbegriff gefunden werden möchte, desto unwahrscheinlicher ist es, dass man mit einer Adresse in einer nahe gelegenen kleineren Stadt gefunden wird. (Vgl. Friseur Hamburg VS. Friseur Norderstedt).
In ländlichen Regionen sieht dies jedoch oft genau umgekehrt aus: Ein lokaler Firmeneintrag in einer kleinen Ortschaft, der jedoch viele Bewertungen erhalten hat, kann durchaus auch ohne Probleme 75km weit entfernt sein, gerade wenn es in der jeweiligen Branche nur wenig Wettbewerber gibt, oder es durchaus üblich ist, derart weit entferne Angebote zu nutzen.
Beispiel:

2.) Kategorie
Die Verwendung von mind. einer vorgeschlagenen Kategorie (sofern passend und vorhanden gerne noch weitere) beim Anlegen des Firmeneintrags in Google Places ist absolut notwendig. Banales Beispiel: Ein Friseur, der als Kategorie Hairstylist, Coiffeur und Frisör hinterlegt, leider aber Friseur vergessen hat, braucht sich nicht zu wundern, warum über diesen wichtigen Begriff keine Nutzer seinen Google Places Eintrag finden.

Angesichts der verschärften Qualitätsrichtlinien für Einträge in Google Places ist es meiner Erfahrung nach wichtiger diesen Punkt zu berücksichtigen, als möglichst viele relevante Suchbegriffe in die Firmenbezeichnung zu integrieren (außer die Firma hieß schon immer “Friseur Coiffeur Frisör Berlin”, was nur selten der Fall sein wird und dazu noch absolut unseriös wirkt).
3.) Anzahl der externen “Citations”: Bewertungen, Firmeneinträge und Nennungen
Google zieht zur Bewertung der Seriösität, Relevanz und Prominenz eines lokalen Betriebs sämtliche im Web auffindbaren Informationen zu diesem Betrieb heran. Es ist daher klar, dass Firmeneinträge deren Kontakt- und Adressinformationen in möglichst vielen seriösen Online-Branchenbüchern auf einem aktuellen Stand sind, einen Vorteil gegenüber Unternehmen besitzen, die nicht auf die Datenkonsistenz ihrer Standortinformationen geachtet haben. Darüber hinaus ist die schiere Anzahl der Bewertungen – und nicht der Umstand, ob diese negativ oder positiv sind – aussschlaggebend für eine Top Position in den lokalen Branchenergebnissen.

Ein Punkt, der hierzulande noch vollkommen unterschätzt wird, ist die “Nennung”. Das heißt im Klartext: Wird über einen lokalen Betrieb in einem Blog oder einer regionalen Online-Zeitung berichtet und dazu noch die lokale Rufnummer und/oder die Adresse des Betriebs genannt, dann kommt es immer häufiger dazu, dass diese Informationen von Google als Bewertungskriterum herangezogen werden. Außerdem werden diese “Citations” auch unter “Mehr zu diesem Ort” auf der Google Pace Page angezeigt.
Beispiel: Link zu einer “Nennung” auf Suedkurier.de
“Nennung” wird angezeigt auf der Google Place Page (Link):

4.) Relevante Suchbegriffe in der Firmenbezeichnung
Wie oben schon angemerkt, ist es durchaus förderlich für das Ranking in den lokalen Branchenergebnissen, wenn relevante Keywords im Firmennamen enthalten sind. Hier jedoch mit der Brechstange herzugehen und auf “Teufel-komm-raus” die Unternehmensbezeichnung zu verbiegen ist nicht Sinn der Sache und ich konnte schon beobachten, dass jüngere Einträge auf Google Places, einige Positionen verloren haben, nachdem diese ergänzende Keywords in die Firmenbezeichnung integriert haben. Hier gilt es nun zu beobachten, wie streng Google seine neuen Qualitätsrichtlinien zur Anwendung bringt.
5.) Bestätigung des Firmeneintrags
Es ist dringend zu empfehlen, einen Firmeneintrag (falls bereits vorhanden) auf Google Places zu bestätigen. Zum einen hat man nur so die volle Kontrolle über die angezeigten Inhalte, zum anderen konnte ich etliche Male beobachten, dass Firmeneinträge, die von ihren Eigentümern bestätigt wurden, einige Positionen rechts neben der Karte gut machen konnten. Gegenbeispiele gibt es hier jedoch einige, weshalb ich diesen Punkt auch nicht zu einem wichtigen Rankingfaktor hochstilisieren möchte – aus ganz banalen Gründen (Vermeidung von Mißbrauch durch den Wettbewerb) sollte jedoch jedes Unternehmen seinen Google Places Eintrag verifizieren.
6.) Geschäftsdaten zu 100% ausfüllen
Hat man seinen Eintrag auf Google Places bestätigt, stehen einem etliche Möglichkeiten offen, den Firmeneintrag inhaltlich zu optimieren, um sich den Nutzern bestmöglich zu präsentieren: Als Optionen stehen einem dabei zahlreiche weitere Kategorien, benutzerdefinierte Attribute, ergänzende Informationen, Fotos, Videos, Coupons und Statusmeldungen zur Verfügung.
Da Google in den US derzeit neue lokale Branchenergebnisse testet, bei denen man bereits sehen konnte, dass künftig keine Links zur Website des Betriebs sondern direkt zur Place Page angezeigt werden, ist davon auszugehen, dass Google Firmeneinträgen mehr Beachtung schenkt, die den Nutzern möglichst umfassende Informationen über ihr Unternehmen präsentieren.
Neues lokales Branchenergebnis – Link zur Firmenhomepage fehlt!

7.) Konsistenz & Aktualität der Firmendaten im Web
Wie oben unter Punkt 3.) bereits angemerkt, ist es für ein Unternehmen aus naheliegenden Gründen nicht förderlich, wenn im Web unzutreffende, weil veraltete Adress- und Kontaktdaten, zu finden sind. Da Google die Prominenz und Seriösität eines Firmeneintrags u.a. anhand dieser “Citations” in Online-Branchenbüchern bewertet, macht es als lokaler Anbieter durchaus Sinn, seinen Brancheneintrag bei den wichtigsten Branchenportalen auf dem neuesten Stand zu halten. Dies gilt umso mehr, wenn man seinen Eintrag auf Google Places noch nicht bestätigt hat.
Video von Google über die Ranking-Faktoren für Google Places/ Maps
Google Places Mitarbeiter Jeremy Sussman hat sich zuletzt in einem Video zu den Rankingfaktoren geäußert:
“(…) How do we decide the order of which museum to show you? Some of it’s the distance; some of it’s the relevance of the query; and some of it is the prominence of the actual business. (…)”
Folgende drei Faktoren konstituieren demnach das Ranking der lokalen Branchenergebnisse:
- Ortsbezug (Nähe zum gesuchten Ort; nicht zum Ortszentrum!)
- Relevanz (Seriösität, Aktualität, Suchbegriffe und Kategorien)
- Prominenz (Anzahl der Bewertungen, “Citations” = “Nennungen”)
Auf den Aspekt “Prominenz” möchte ich im folgenden Abschnitt noch kurz eingehen.
Was kommt noch auf uns zu? Worauf sollte man vorbereitet sein?
Bei Google Places dauert es in jedem Fall noch eine Weile, bis einige Ranking-Faktoren, die in den US bereits greifen, auch hierzulande für die Sortierung der lokalen Branchenergebnisse herangezogen werden.
1.) Benotung – Durchschnittsnote der Bewertung
Google zeigt auf den Place Pages in den US bereits eine sehr viel differenzierte Analyse der Bewertungen und Nutzermeinungen an, als dies in Deutschland der Fall ist (wie berichtet). Dabei ist das System mittlerweile in der Lage die inhaltliche Stimmung (eher negativ, oder eher positiv?) einer Bewertung recht gut zu analysieren.
Man wird davon ausgehen können, dass Google in der Zukunft nicht nur lokale Anbieter mit möglichst vielen, sondern mit möglichst vielen positiven Bewertungen einblendet, um dem Verbraucher die bestmögliche Nutzererfahrung zu ermöglichen.
2.) User Generated Content & MyMaps
Als Nutzer von Google Maps hat man die Möglichkeit mit Hilfe des Tools MyMaps eigene, thematisch fokussierte Karten zu erstellen und diese mit ergänzenden Informationen anzureichern.
Als lokaler Anbieter kann man so bspw. sehr gut eine Anfahrtskizze erstellen, die um hilfreiche Marker und Informationen für den Nutzer ergänzt sind. Firmeneinträge, die nun häufig von anderen Nutzern in ihre MyMap integriert wurden, können künftig ggf. eine höhere Prominenz erreichen, wodurch sich ihr Ranking verbessert.
Darüber hinaus finden Inhalte, die via MyMaps in das Google-Netzwerk eingespeist wurden, problemlos Eingang auf den Google Place Pages, wie das folgende Beispiel mit Bezug auf das Brandenburger Tor in Berlin zeigt:

Um Firmeneinträge mit noch mehr relevanten Informationen anzureichern, ist es bspw. künftig sinnvoll Fotos hochzuladen, die mit Geo-Informationen versehen wurden. Dies wird daran deutlich, wie leicht es Google i.d.R. fällt, eigenständig passende Fotos des hauseigenen Fotoportals Panoramio in die Place Pages von Sehenswürdigkeiten zu integrieren.

Da man davon ausgehen kann, dass Google möglichst umfassende, relevante und hochwertige Informationen auf den Google Place Pages anzeigen möchte, kann man davon ausgehen, dass Betriebe und Dienstleister, die die oben erwähnten sieben Tipps beachten, und darüber hinaus auch auf die unten genannten beiden Aspekte vorbereitet sind, verhältnismäßig effizient sicherstellen können, optimal auf den lokalen Branchenergebnissen zu positioniert zu sein, um über diesen (derzeit noch) kostenlosen Kanal möglichst viele viele Kontaktanfragen zu generieren.




Google Places optimieren – 7 praktische Tipps…
Gute Positionen in den lokalen Branchenergebnissen erreicht man nur, wenn man als lokaler Dienstleister oder Betrieb einige wichtige Aspekte berücksichtigt, bzw. vermeidet. Die in unserem heutigen Blogbeitrag vorgestellten 7 praktischen Tipps zur Optim…
Hervorragender Post mit viel Liebe fürs Detail, danke! Das Lustige: Ich habe mich grade heute wieder intensiver mit den Rankingfaktoren bei Places beschäftigt und mich wegen eines kniffligen Falls mit Hanns Kronenberg ausgetauscht. Zu deinen Aussagen kann ich dir nur zustimmen.
Vielen Dank für Deine Zustimmung und schön dass Dir mein Beitrag gefallen hat
Übrigens: Seit gestern Abend ist die neue “Maps OneBox” auch auf Google.de live – hier daher noch kurz mein Post von heute zu dieser Neuigkeit:
http://blog.kennstdueinen.de/2010/07/lokale-branchenergebnisse-neue-maps-onebox-auf-google-de/
Google Places optimieren – 7 Punkte, die man beachten sollte…
Google ist mit 92% Marktanteil auf dem deutschen Suchmarkt die mit Abstand am meisten genutzen Suchmaschine hierzulande. Für ……
Ist es für dritte Dienstleister eigentlich möglich die Places Pages für lokale Firmen zu verwalten/anlegen/bearbeiten?
Ja, da die Place Pages über einen zentralen Google-Account, der mit der eingetragenen Firma verknüpft ist, verwaltet werden. Idealerweise achten lokale Anbieter darauf, dass dieser Google-Account an den dritten Dienstleister lediglich für die Zeitdauer der Betreuung übergeben und danach wieder vollständig an den lokalen Anbieter zurückgegeben wird…