KennstDuEinen Blog

Google Places: Verschärfte Qualitätsrichtlinien für den Eintrag

Geschrieben am von

Google verschärft die Qualitätsrichtlinien für Einträge in Google Places

Google PlacesIn dem Benutzerhandbuch für Google Places wurde der Abschnitt “Qualitätsrichtlinien für Unternehmenseinträge” in der US-Version überarbeitet (Die deutsche Version ist aktuell nicht erreichbar!).


Die wichtigsten Neuerungen betreffen dabei den Abschnitt “Unternehmensbezeichnung”:

  • Represent your business exactly as it appears in the offline world. The name on Google should match the business name, as should the address, phone number and website.
  • Do not attempt to manipulate search results by adding extraneous keywords or a description of your business into the business name.
  • Do not include phone numbers or URLs in the business name.

Im Klartext heißt das:
Dem bislang äußerst erfolgreichen Ansatz bei der Optimierung für Google Places – Branche & Stadt in die Unternehmensbezeichnung mit aufzunehmen – möchte Google nun einen Riegel vorschieben.

So konnte man beispielsweise seinen Kosmetikbetrieb in Göttingen prima für das lokale Branchencenter optimieren, indem man als Unternehmensname “Kosmetikstudio Wunderschön in Göttingen” hinterlegt hat… Das hatte außerdem den Vorteil, dass die Begriffe auch noch fett dargestellt wurden, wenn diese vom Nutzer in die Suchmaske eingeben wurden, was den CTR zusätzlich verbessert hat.

Hinweise zum Unternehmensstandort:

  • Do not create listings at locations where the business does not physically exist.
  • PO Boxes do not count as physical locations.
  • Do not create more than one listing for each business location, either in a single account or multiple accounts.
  • Businesses that operate in a service area as opposed to a single location should not create a listing for every city they service. Service area businesses should create one listing for the central office of the business only.
  • Businesses with special services, such as law firms and doctors, should not create multiple listings to cover all of their specialties.
  • The precise address for the business must be provided in place of broad city names or cross-streets.
  • A property for rent is not considered a place of business. Please create one listing for the central office that processes the rentals.

Wie man sieht führt Google hier nunmehr eine Vielzahl an Empfehlungen, Einschränkungen, Hinweisen & “Verboten” auf, die Betriebe, die die Funktionen von Google Places nutzen möchten, zu berücksichtigen haben.

All diese Einschränkungen verweisen ein mal mehr auf den Umstand, als wie wichtig das Unternehmen aus Mountainview den lokalen Suchmarkt einschätzt, denn:

Im Rahmen der Verschärfung der Qualitätsrichtlinien nimmt Google nun die lokalen Betriebe und Dienstleister sehr viel mehr als bislang an die Leine nach dem Motto: “Tut dies. Unterlasst das. Macht jenes keinesfalls. Andernfalls seid ihr raus.”

Im Umkehrschluss könnte man auch meinen, dass nun die Zeit der unklaren Verhältnisse im Lokalen Branchencenter/ Google Places vorüber seien und nun jedes Unternehmen sich darüber freuen dürfte, ein umfangreiches Tool kostenlos nutzen zu dürfen, dem die Kinderkrankheiten mittlerweile ausgetrieben wurden.

Fragwürdig ist dabei jedoch der Umstand, dass Google nunmehr auch in den Jagdrevieren der klassischen Verzeichnismedien “wildert” und dabei ist, selbst eine Provider für KMU-Daten zu werden… und das ganz Umsonst und ohne eine klassischen Vertriebsstruktur!

Kritik an den neuen Guidelines für Google Places

Ein erhebliches Problem an den neuen Richtlinien ist m.E. folgendes: Wenn beispielsweise ein Reifenservice etliche Standorte in sämtlichen Stadtteilen Berlins betriebt, dann macht es keinen Sinn hier als Unternehmensbezeichnung 31 x “Firmenname Mustermax” in Google Places zu hinterlegen, da Nutzer mit dieser Information sehr viel weniger anfangen können, als wenn diese gleich neben der Google Maps Karteneinblendung “Reifen Mustermax in Berlin-Kreuzberg” lesen können.

Gerade im lokalen und hyperlokalen Umfeld profitieren Betriebe und Verbraucher von einem feineren und detaillierten Ansatz, den Google sicher aber schlicht nicht leisten kann, weil keine Ressourcen zur Verfügung stehen, um die Einträge auf Google Places zu überprüfen, da alles algorithmisch ausgesteuert werden soll. Dies läßt sich aus Umsatzsicht sicher besser skalieren, heißt aber für den Verbraucher nun einen immensen Rückschritt bei der Verwendung des ehemaligen Lokalen Branchencenters.

Mal schauen wie’s weitergeht…

Sebastian
via blumenthals.com

Update 04.05.2010:
Nun wurde auch die deutsche Version der Qualitätsrichtlinien für den Google Places Eintrag überarbeitet…


Eine Antwort zu “Google Places: Verschärfte Qualitätsrichtlinien für den Eintrag”

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von KDE Frankfurt , KennstDuEinen, KDE Stuttgart, KDE Hamburg, KDE Nürnberg und anderen erwähnt. KDE Nürnberg sagte: RT @kennstdueinen: Frisch gebloggt: Verschärfte Qualitätsrichtlinien für den Google Places Eintrag – http://ow.ly/1E3pv [...]

Einen Kommentar schreiben