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Google Places: Neue Bezeichnung für das Lokale Branchencenter

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Relaunch des Lokalen Branchencenters

Logo Google PlacesWie Greg Sterling (Searchengineland), Matt McGee (Small Business Search Marketing) und Mike Blumenthal (Understanding Google Maps & Local Search) berichten, hat Google in einer Pressemitteilung das „ReBranding“ des Local Business Center (LBC) in den US und in etlichen anderen Staaten angekündigt (und zum Teil auch schon umgesetzt).

Im Rahmen dieses Relaunch wurde der Name in Google Places geändert, neue Funktionen und Features eingeführt sowie aktuelle Statistiken und Daten zu Suchanfragen, Nutzerverhalten und viele spannende Informationen um das Lokale Branchencenter erstmals veröffentlicht.

Google Places – Video:

Link zum YouTube Channel „Google Places“

„Google local business center“ wird zu „Google Places“

Das zunehmend stärker von Google beworbene lokale Branchencenter, wurde nun in Google Places umbenannt. Damit nähert sich Google terminologisch an den Begriff ‚Google Place Pages‘ (wir berichteten) an, was darauf hinausläuft, dass diese bislang nur wenig wahrgenommenen, sog. „Google Ortsseiten“ nun stärker in den Fokus der Nutzer rücken sollen.

Dazu ein Zitat:

Why? Millions of people use Google every day to find places in the real world, and we want to better connect Place Pages – the way that businesses are being found today – with the tool that enables business owners to manage their presence on Google.

Google macht demnach keinen Hehl mehr daraus, was für eine Rolle die ‚Google place pages‘ für lokale Geschäftsinhaber und Dienstleister spielen sollen:

Als Seiten mit statischen URLs, auf denen sämtliche Adressdaten, Kontaktinformationen, Fotos, Videos, Nutzerbewertungen, Gutscheine, Statusmeldungen, QR Barcodes und vieles mehr rund um einen lokalen Betriebe zu finden sind, sollen diese zur „Kommandozentrale“ lokaler Anbieter und Dienstleister werden.

Aus diesem Grund hat Google in den letzten Monaten zahlreiche neue Features eingeführt, die als neue Funktionen fortan standardmäßig im lokalen Branchencenter – nunmehr Google Places – für lokale Anbieter zur Verfügung gestellt werden.

Neue Funktionen auf Google places

Google Places Dashboard USFolgende neuen Features werden standardmäßig nun auf Google Places in den US zur Verfügung gestellt – in der deutschen Version von Google Places konnte ich diese allerdings noch nicht im Interface entdecken, was wohl aber nur eine Frage der Zeit ist:

  • Vereinfachter Bulk-Upload bei mehreren Betriebsstandorten & Filialen
  • Vereinfachte Erstellung Karten der Unternehmensstandorte für die eigene Website
  • Vereinfachte Erstellung von KML-Files für Google MyMaps
  • Schaltung von sog. „Enhanced Listings“ – nunmehr „Tags“ genannt – für monatliche Fixkosten von 25US$. Dabei können Fotos, Videos und Websites verlinkt und prominent in den lokalen Branchenergebnissen eingeblendet werden
  • QR Codes Google Places

  • Erstellung von QR Barcodes für Nutzer mobiler Endgeräte wie Smartphones. Diese können auf Visitenkarten, Flyer, etc. gedruckt werden und bieten einen Direktlink zur entsprechenden Google place page des Anbieters
  • Ankündigung der Funktion „Business Photos“, für die sich lokale Anbieter bewerben können. Von Google engagierte Fotografen erstellen dabei die Abbildungen – für lokale Betriebe und Ladengeschäfte ist dieser Service kostenlos, aktuell jedoch noch auf einige wenige Städte in den US, Australien und Japan beschränkt

Zusammen mit dem neuen „Service Area Tool“, bei dem Geschäftsinhaber und Dienstleister nun im Lokalen Branchencenter (seit heute: Google Places) das versorgte Einzugsgebiet einstellen können, bedeuten diese Schritte für den lokalen Suchmarkt nicht, dass vereinzelt spannende Features hinzukommen, sondern vielmehr einen umfassenden Schritt im Rahmen der Geschäftsstrategie von Google.

Denn: Google bringt diese neuen Features auf Google Places mit begleitenden „Webinaren“, einem YouTube Channel für Google Places, Videos mit Kundenreferenzen & Fallstudien und vieles mehr auf den Markt. So sollen Vorbehalte gegenüber Google als unnahbarer und kundenunfreundlicher Moloch entgegengewirkt werden – ob das funktioniert wird sich zeigen!

Die neue Marke „Google Places“ dient hierbei als Klammer, die sämtliche neue Features wie die QR Barcodes, Gutscheine, „Business Photos“, lokale Werbeanzeigen („Tags“, „Local listing Ads“) etc. umfasst und dabei möglichst kundenfreundlich die Vorzüge des ehemaligen lokalen Branchencenters kommunizieren soll.

Google Places (Lokales Branchencenter): Aktuelle Statistiken & Daten

Um diese Marketing-Maßnahme noch ein wenig zu unterstützen, hat Google wie üblich ein paar Informationsbrocken hingeworfen:

  • Auf Google Places wurden mehr als 4 Mio. Einträge von ihrem Eigentümern bestätigt
  • Nahezu 2 Mio. davon befinden sich in den US
  • 20% aller Suchanfragen auf Google haben einen lokalen Bezug (*)
  • Es gibt 50 Mio. Place Pages
  • Das Feature „Favorite Places“ wurde bislang 200.000 Betrieben angeboten

(*) Wie Matt McGee berichtet, spricht Google hier nicht nur von Suchanfragen mit lokalem Keyword, sondern bspw. auch von Anfragen, die diesen Bezug intendieren wie z.B. „Autowaschanlage“.

Google Places – Fazit:
Es ist sicher wünschenswert, dass Google mit einigen praktischen Funktionen nachlegt – solange aber Google die Qualität der Ergebnisse nicht in den Griff bekommt, oder einen unzulänglichen Kundensupport anbietet, werden sich lokale Dienstleister und KMUs garantiert nicht auf Google als alleinigen Kanal zur Neukundengewinnung im Internet verlassen.

Da bis auf einen vereinfachten Zugang zu bereits existierenden Funktionen eigentlich nur das Feature „Business Photos“ neu ist, gilt nach wie vor die Empfehlung für lokale Anbieter, sich um eine solide Branchencenter Optimierung zu kümmern, vorerst mehr aber auch nicht…

Sebastian

Update 14:45 Uhr:
Google berichtet nun im offiziellen Google Maps Blog über Google Places

Update 15:30 Uhr:
Auch Golem berichtet nun über die Namensänderung zu Google Places

Update 16:45:
Wie es scheint hat sich das mit den KML-Files und der vereinfachten Erstellung von Karten für die eigene Website zunächst erledigt. Anscheinend waren die Screenshots nur versehentlich in von Google zur Verfügung gestellte Pressematerial hineingerutscht….


9 Antworten zu “Google Places: Neue Bezeichnung für das Lokale Branchencenter”

  1. uberVU - social comments sagt:

    Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by kennstdueinen: NEWs: „Google lokales Branchencenter“ heisst jetzt „Google Places“ http://bit.ly/96WZRz #googleplaces #googlemaps #branchencenter…

  2. ‚Google Places‘ – Ein neuer Name für das Branchencenter…

    Google unternimmt erneuten Vorstoß auf den lokalen Suchmarkt: Mit einer gelungenen Marketing-Aktionen führt Google heute die neue Bezeichnung für das lokale Branchencenter in etlichen Ländern ein. Das lokale Branchenverzeichnis nennt sich nun ‚Google …

  3. newstube.de sagt:

    Google Places – Der neue Name des lokalen Branchencenters…

    Im Verbund mit einer Pressemitteilung, einem eigenen YouTube Channel sowie einer offiziellen Meldung im Google Maps Blog hat Google über Nacht das lokale Branchencenter umbenannt: Dieses heißt jetzt Google Places und bietet ein paar neue, vereinfachte …

  4. Pixelfolk sagt:

    Google Places – Googles neues Branchencenter…

    Das Google Local Business Center wird in Google Places umbenannt und erhält zusätzliche Funktionalitäten. …

  5. […] die BasisEinträge bei Pointoo.de oder auf Stadtbranchenbuch.com, aber auch ein Eintrag in Google Places, also des Lokalen Branchencenters, das bei einer Google-Suche als Karte eingeblendet wird, ist […]

  6. Wolke23 sagt:

    Den Namen „Google Branchenbuch“ fand ich für deutsche Kunden klar besser als „Google Places“. Seit jener Umbenennung kommt es bei dem ein oder anderen zu Verwirrung. Hier hat das Branding leider über Verständlichkeit gesiegt. Aber bei der Marktmacht von Google wird es sicher mit der Zeit klar werden… Die zwei Monate seit Umbenennung haben m.E. dafür allerdings noch nicht ausgereicht.
    Und ich bin gespannt auf die Auswirkungen von kennstdueinen.de auf das Ranking in Places / universal search…

  7. Es ist davon auszugehen, dass Google mit seinem Kleingeld in der Tasche entweder mit Google Places und Eigenentwicklungen weiter Gas geben oder sich einfach ein in diesem Bereich tätiges Unternehmen mit dessen Technologie einverleiben wird. Google Places und das Abfotografieren von Häusern und Städten gehört alles zu einer großangelegten Strategie der kompletten Vernetzung des realen zum digitalen Leben. Sobald das rund läuft wird Google als bekannter Brand scharenweise die ganzen KMU von allen anderen Plattformen absaugen. Wer in Google Places nicht ist, wird anderswo auch nicht gesucht.

  8. E. Asyweb sagt:

    Wieder ein wertvoller Beitrag von Google, die WorldWideMüllkippe (d.h. den Schrott im Netz) weiter auszubauen …
    Erfolg: man meint auf den ersten Blick, man hat z.B. die gewünschte Firmen-Homepage mit entsprechenden Informationen gefunden – Pustekuchen: nur eine Schrottseite von Google …
    Wieso nennen sie die Seiten nicht gleich „GOOGLE-PLACEBO“ !?!?!? 😐

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