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Google Maps: Versorgtes Einzugsgebiet über Kartenausschnitt definieren

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Google Branchencenter & Maps führt neue Funktion für Heimarbeitsplätze oder Dienstleister ohne feste Adresse ein

Google Lokales BranchencenterWie Matt McGee auf Searchengineland berichtet hat Google Maps gestern eine neue, wichtige Funktion eingeführt:

Für Einträge im lokalen Branchencenter besteht nun die Möglichkeit das Einzugsgebiet auf einer Karte und über ein Formular zu definieren. Leider beschränkt sich die neue Funktion aktuell noch auf die US, aber es wird voraussichtlich nicht allzu lange dauern, bis dieses spannende Feature wohl auch in Europa zum Einsatz gebracht wird.

Wer schlägt daraus einen Vorteil?
Dienstleister ohne eine feste Adresse, die sich auf deren Einzugsgebiet, bzw. auf das versorge Gebiet bezieht (z.B. Schlüsseldienste), hatten bislang das Nachsehen mit ihrem Google Maps Eintrag. Denn dieser wurde nur dann angezeigt, wenn „Schlüsseldienst + Stadt“ in die Suchmaske eingegeben wurde, wo sich die physikalische Adresse des Branchencenter Eintrags befindet.

Das gleiche Problem betrifft übrigens auch Dienstleister und Kleinunternehmer, die von zu Hause aus ihrem Business nachgehen.

Beide Zielgruppen hat Google nun mit der neuen Funktion beglückt, die wieder ein wenig Abstand davon nimmt, dass die physikalische Adresse sowie zahllose „weiche“ Faktoren Einfluss auf die Positionierung in den lokalen Branchencenter Ergebnissen ausüben. Denn ein Frankfurter Schlüsseldienst kann eben nicht nur in Frankfurt, sondern auch in den umliegenden kleineren Ortschaften tätig sein.

Bisher bestand jedoch keine Möglichkeit den Dienstleister auch für andere Städtenamen als Suchbegriff auf der Google Maps Box in den organischen Google Suchergebnissen zu positionieren. Das hat nun zum Glück – hoffentlich auch bald in Europa – ein Ende!

Wie kann man auf Google Maps das versorgte Einzugsgebiet einstellen?

Als Nutzer des lokalen Branchencenters sieht man im eingeloggten Zustand folgende Maske unter dem neuen Reiter „Service Areas and Location Settings“.

Definition des Einzugsgebiets im lokalen Branchencenter
Google Maps Einzugsgebiet definieren

Wie man sehen kann, hat man nun die Möglichkeit als Kleinunternehmer, der von zu Hause aus arbeitet, die physikalische Adresse nicht auf Google Maps anzeigen zu lassen. Dies kann den Grund haben, dass in dem Umfeld der Adresse die Services oder Produkte ohnehin nicht angeboten werden, sondern woanders, oder schlichtweg aus Gründen der Privatsphäre, das es niemanden was angehen muss, wo man seinem Unternehmen nachgeht.

Bislang lösten zahlreiche Kleinunternehmer, die von zu Hause aus gearbeitet haben, dieses Problem über ein Postfach, was jedoch zu einem immensen Aufkommen an SPAM auf Google Maps geführt hat. Gerade das Szenario „Schlüsseldienst“ hat in den US Ausmaße angenommen, die ihresgleichen suchen, was mit der Grund sein dürfte, dass Google hier eine zufriedenstellen Lösung für alle lokalen Unternehmer entwickelt hat.

Versorgtes Gebiet im lokalen Branchencenter einstellen

Um angesichts des oben skizzierten Problems Abhilfe zu schaffen, bietet Google also die Möglichkeit ein anderes Einzugsgebiet, als die Adresse des Unternehmens oder Dienstleisters einzustellen.

Die Auswahl besteht zwischen „Distance from location“ (Entfernung vom Standort) und „List of areas served“ (Auflistung der versorgten Gebiete). Hier kann man sich als Betrieb jedoch nur für eine Option entscheiden.

Versorgte Gebiete mit dem „Service Area Tool“
im Google Branchencenter definieren
Google Maps Einzugsgebiet im lokalen Branchencenter einstellen

Ergänzend hierzu, wird das versorgte Gebiet nun als orange eingefärbter Umkreis um den roten PIN, der den Standort des Unternehmens markiert, angezeigt.

Das neue „Service Area Tool“ im Praxistest

Der Autor des Beitrags auf Searchengineland hat die neue „Service Area Tool“ auch gleich mal mit dem Branchencenter Eintrag seiner Frau getestet. Leider kam es dabei zu erheblichen Problemen, da ein Arbeitskollege zeitgleich seinen Eintrag im Branchencenter mit der gleichen physikalischen Adresse modifiziert hat.

Dies brachte den Google Maps Algorithmus offensichtlich auf Schleuderkurs, was schließlich dazu führte, dass die Daten beider Branchencenter Einträge vermischt wurden (siehe hier).

Demnach gilt auch hier die alte Wahrheit:
Niemals die erste Version eines neuen Tools verwenden, wenn einem daran gelegen ist, das man nichts verpfuscht!

„Versorgte Gebiete“ auf Google Maps – bald auch in Deutschland?

Bleibt zu hoffen, dass diese praktische Funktion so rasch wie möglich auch in Deutschland verfügbar ist, denn sehr viele Kleinunternehmer und Dienstleister mit einem Einzugsgebiet fernab der Unternehmensadresse, haben bislang leider kaum Möglichkeiten für eine zusätzliche Suchmaschinensichtbarkeit mit Hilfe von Google Maps zu sorgen.

Offizielle Statements von Google, wann das „Service Area Tool“ in Deutschland eingeführt wird, existieren aktuell noch nicht.

Sebastian


3 Antworten zu “Google Maps: Versorgtes Einzugsgebiet über Kartenausschnitt definieren”

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von KDE Frankfurt , KennstDuEinen, KDE Stuttgart, KDE Hamburg, KDE Köln und anderen erwähnt. KDE Köln sagte: RT @kennstdueinen: GMaps: Dienstleister können nun das "versorgte Einzugsgebiet" im Lokalen Branchencenter definieren http://bit.ly/a34iTv […]

  2. andreas sagt:

    Rascher geht’s nimmer!
    Es ist verfügbar – hab’s gerad gesichtet und benutzt.

    Hoffe das die Kinderkrankheiten sich bei uns in Grenzen halten…

    Bin gespannt wie es sich bewährt!

    😉

    • Klasse… danke für den Hinweis! Gleich mal ausprobieren…

      Update 29.10.2010:
      Nach eifrigem Testen der Funktion „Einzugsgebiet und Standort“ am heutigen Tag kann man berichten, dass das System bisher gut funktioniert und auch keine größeren Fehler im Lokalen Branchencenter bei der Verwendung aufgetaucht sind.

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