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Google: Personalisierte Suche – Personalized Search kurz vorgestellt

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Anfang Dezember informierte Google im offiziellen Blog die Suchwelt über den neuesten Streich aus den Google Laboratorien:

Es handelt sich dabei um Googles personalized search, auch personalisierte Suche genannt. Diese neue Funktion zielt darauf ab, die Suchergebnisse, ähnlich wie die soziale Suche, möglichst nahe an den eigenen Vorlieben, Interessen sowie (Achtung Datenschutz!) dem eigenen Surfverhalten auszurichten.

Das folgende Video zeigt, wie sich Google die personalisierte Suche vorstellt:

Video: Google personalisierte Suche

Wie funktioniert Googles personalisierte Suche?

Basierend auf Statistiken über das individuelle Surfverhalten des einzelnen Nutzers erhält nun derjenige Nutzer, der mit dem Begriff „Eisbären“ die ebenso genannten Berliner Eishockey-Mannschaft zusehends Suchtreffer, die sich auf die sportliche Auslegung dieses Begriffs beziehen weiter oben in den Ergebnissen ausgeliefert, eben weil er des öfteren bei derartigen Suchanfragen auf die Homepage des Sportvereins oder auf relevante Eishockey-Blogs geklickt hat.

Ein Schüler hingegen, der eine Projektarbeit rund um Klimaerwärmung schreibt und im Zuge dessen nach „Eisbären“ sucht, sucht hingegen mit einer ganz anderen Intention. Entsprechend werden im Verlauf der Zeit, im Rahmen der personalisierten Suche, diesem Nutzer nunmehr naturwissenschaftliche Beiträge und Artikel zuoberst in den Suchergebnissen ausgeliefert.

Was muss ich tun, um die personalisierte Suche zu nutzen?

Bislang lief dies automatisch im Hintergrund, wenn man in seinen Google Account eingeloggt war. In der Search History wurden alle Suchanfragen inlusive der favorisierten Suchtreffer gespeichert.

Wenn man sich ausloggt, wird nunmehr bei jedem Nutzer ein anonymisierter Cookie im Browser gespeichert, der 180 Tage gültig ist. Dieser Cookie sorgt dafür, dass nunmehr das Verhalten sämtlicher Google Nutzer aufgezeichnet wird und jedem Suchenden ein personalisiertes Ergebnis ausgeliefert wird – ob man will, oder nicht!

Kann man irgendwie die personalisierte Suche ausschalten?

Allein aus Gründen des Datenschutz sowie eventuell auch, weil man mit den personalisierten Suchergebnissen nicht zufrieden ist, kann man ein durchaus berechtigtes Interesse daran haben, diese Feauture zu deaktivieren.

Lesetipp:
In Hanns Kronenbergs Blog kann man ein paar verschiedene Lösungen nachlesen wie man die personalisierte Suche abschaltet, von denen wir zwei unkomplizierte im Folgenden kurz vorstellen möchten.

Lösung 1:

  • Nachdem man sich ausgeloggt hat, einfach oben rechts auf „Webprotokoll“ klicken
  • Anschließend auf der Folgeseite auf „Anpassungen auf der Grundlage der Suchaktivitäten deaktivieren“

Nun sollten keine personalisierten Suchergebnisse mehr ausgeliefert werden. In dem o.g. Blogbeitrag wird jedoch bei dieser Lösung darauf hingewiesen, dass die Deaktivierung ebenfall in dem Cookie gespeichert wird. Sollte man demnach seine Cookies löschen, wird auch die Deaktivierung wieder rückgängig gemacht…

Lösung 2:
Alle Browser bieten die Möglichkeit Cookies zu deaktivieren, bzw. zu blockieren. Eine Anleitung wie dies bei Firefox funktioniert findet man hier.

Wenn man jedoch Google Cookies blockiert funktionieren auch all die anderen Google Features wie Gmail nicht mehr!

Es gibt noch weitere Lösungen, die jedoch für den gewöhnlichen Nutzer nur bedingt von Interesse sein werden, in dem o.g. Blogbeitrag findet man auf jeden Fall noch zwei weitere Ansätze um die personalisierte Suche von Google zu unterbinden.

Was bedeutet die personalisierte Suche für die SEO-Branche?

Eigentlich nicht viel, wie man in dem sehr vernünftigen Beitrag von SISTRIX nachlesen kann. Das Nutzerverhalten wird bereits seit längerem in die Berechnung der Rankings einbezogen (Stichworte: Absprungrate, Verweildauer, etc.), so daß davon auszugehen ist, dass wir bereit seit einer Weile mit Suchergebnissen konfrontiert werden, die sich nicht mehr so leicht manipulieren lassen.

Was bei Websites zählt sind also nach wie vor wertvolle und relevante Inhalte sowie eine hohe Benutzerfreundlichkeit – beides Punkte die zu einer längeren Verweildauer, zu hohen Wiederkehrraten und in der Folge auch zu wertvollen Backlinks führen, was konsequenterweise ein gutes Google Ranking nach sich zieht.

Datenschutz und Googles personalisierte Suche

Angesichts der aktuellen Debatten um die Rechtmäßigkeit der Datensammelwut von Google Analytics ist ein derartiges Feature wie die personalisierte Suche als hochgradig kritisch zu bewerten. Wenn Google von den Nutzern weiß, wie diese surfen, wo sie geklickt haben und was eingekauft wurde, dann ist der gläserne Netzbürger tatsächlich nicht mehr weit.

Aus diesem Grund mehren sich zu Recht die Stimmen, die hier einen massiven Mißbrauch der Nutzerdaten seitens Google sehen.

Sebastian


2 Antworten zu “Google: Personalisierte Suche – Personalized Search kurz vorgestellt”

  1. newstube.de sagt:

    Die personalisierte Suche von Google [Video]…

    Kaum bemerkt und klammheimlich führt Google die personalisierte Suche ein. Dabei wird bei jedem Nutzer ein Cookie gesetzt, der 180 Tage lang das vollständige Surfverhalten mitprotokolliert. Das Ziel der personalisierten Suche ist es, die Suchergebnisse…

  2. Newsportal HUiP.de sagt:

    Die Personalisierte Suche von Google…

    Die personalierte Suche von Google passt unmerklich im Hintergrund die Suchergebnisse an, indem die Suchmaschine das Nutzerverhalten analysiert und entsprechend diejenigen Seiten weiter oben positioniert, von denen der Algorithmus ausgeht, dass diese b…

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