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Crowdsourcing bei KennstDuEinen

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Heute wurde einige Male über Probleme beim Crowdsourcing auf Bewertungsportalen geschrieben. Dargestellt wurde dies unter anderem am Beispiel von Qype und der mangelhaften bis problematischen Darstellung der Informationen rund um das touristische Highlight Oberbayerns: Garmisch-Partenkirchen.

Hervorgehoben wurde dabei, dass es sowohl auf der iPhone Applikation „Qype Radar“, als auch auf der herkömmlichen Website nur sehr unzureichende, bis überhaupt keine Informationen rund um Garmisch-Partenkirchen hinterlegt wurden. Der Autor Matias Roskos kritisiert dabei vor allem, dass es bezogen auf ein derart prominentes Tourismusziel nicht vorkommen dürfe, dass keine Nutzerkommentare und Empfehlungen sich auf der Plattform befänden:

„Es gibt Tausende von Touristen die Jahr für Jahr nach Garmisch-Partenkirchen fahren. Es gibt unendlich viele Gastronomen, Geschäfte, örtliche Einrichtungen, Tagungszentren, Hotels, Skiverleihe, Skischulen, Sportvereine, die alle ein großes Interesse daran haben, dass viele Menschen positiv über Garmisch-Partenkirchen und die anderen Orte rund um die Zugspitze berichten. Doch auf Qype ist Totentanz.“

Wie kommt das?

Der Grund scheint für den Autor offensichtlich zu sein: Fehlende Marketingstrategien in dieser Region führen dazu, dass abseits der zahlreich registrierten Großstädter, die ausführlich und detailliert jedes neue Café in Berlin-Prenzlauer Berg und jeden neuen Club in München-Schwabing bewerten, leider keine touristische Ziele in den ländlichen Regionen besprochen werden.

Wo liegt der Fehler?

So gibt es bei Qype beispielsweise nur einen Community-Manager für ganz Deutschland. Dieser ist jedoch sehr aktiv beim Kommentieren von Berichten und Meldungen über das Bewertungsportal und sorgt so recht effizient dafür, dass mit Hilfe qualifizierter Reaktionen im Kommentarbereich zahlreicher Blogs, problematische Mißverständnisse oder Kommunikationsdefizite aus dem Weg geräumt werden.

Zum anderen wird die Incentive-Strategie von Qype bemängelt: So seien „Fun & Fame“ neben der Verlosung von iPods aus der Sicht des Autors keine sinnvollen Motivationsinstrumente, um die Nutzer aktiv zu motivieren weitere Beiträge zu verfassen.

Wie läuft Crowdsourcing bei KennstDuEinen ab?

Bei KennstDuEinen sorgt vor allem der Dienstleister für qualifizierte Beiträge rund um sein Dienstleistungsspektrum, indem dieser auf seine Kunden Online (per Mail) aber auch Offline (mit portofreien Empfehlungspostkarten) zugeht und diese bittet sich bei KennstDuEinen zu registrieren und bei uns eine Bewertung abzugeben. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass ein nicht zu unterschätzender Effekt bei der Gewinnung von Neukunden vor allem auf persönliche Empfehlungen zurückzuführen ist (siehe auch unser Blogbeitrag zum Empfehlungsmarketing). Wir denken nämlich, dass der Nutzer ohnehin nur dann eine authentische Bewertung verfassen kann, wenn er auch wirklich Kunde eines bestimmten Dienstleisters war und anschließend von diesem kontaktiert und aktiviert wurde.

Darüber hinaus verfolgen wir eine ganz andere Form der Incentivierungs- oder besser noch Aktivierungsstrategie

Bei KennstDuEinen hat jeder registrierte Nutzer die Möglichkeit sich bei der Anmeldung für eine soziale Einrichtung bzw. einen gemeinnützigen Verein zu entscheiden. Diese Institution erhält fortan für jede Bewertung die der Nutzer bei uns eingibt 2€. Zum Einen zielt diese Form der Incentivierungsstrategie auf den natürlichen Wunsch eines jeden ab, mit ein klein wenig Eigeninitiative etwas Gutes zu tun. Zum anderen unterläuft diese Strategie den bisweilen geäußerten Vorwurf, dass materielle Belohnungen im Gegenzug für Bewertungen eine gewisse Form der „Bestechung“ seien, was selbstverständlich dem Objektivitätsprinzip eines Bewertungsportals zuwider läuft.

Mit der unsrigen Form der Incentivierungsstrategie umgeht man außerdem auch das weit verbreitete Problem, das Nutzer lediglich reihenweise belanglose Bewertungen für Parkbänke oder Bahnhöfe verfassen, nur um als Experte zu gelten, der das Recht hat an bestimmten Verlosungen teilzunehmen. Das dabei selbstverständlich eher Parkbänke in Berlin, als in Garmisch-Partenkirchen bewertet werden ist offensichtlich und nur ein kleines Puzzleteil dieses Problems, das eigentlich einen ganz natürlichen Ursprung hat:

Bewertungen und Beschreibungen über Cafés, Restaurants und Locations aber auch – wie im Fall von KennstDuEinen – kostenpflichtige Dienstleister, verfasst man in der Regel vor allem über die Region oder Stadt, in der man beheimatet ist und sich perfekt auskennt. Da die Nutzerstruktur von Qype tendenziell großstädtisch geprägt zu sein scheint, können gar nicht so viele Bewertungen über touristische Ziele wie Garmisch-Partenkirchen online gestellt werden, da es nicht so viele Leute gibt, die sich dort richtig gut auskennen.

Wie macht man es also richtig?

Das kann zum aktuellen Zeitpunkt keiner sagen. Je nach Zielgruppe und Gegenstand einer Community führen unterschiedliche Strategien zum Erfolg. Es sollte jedoch klar sein, dass eine Community-Strategie niemals eine fixe Angelegenheit sein darf, sondern in regelmäßigen Abständen einer sowohl internen, als auch externen Kritik ausgesetzt werden sollte, um deren Akzeptanz herauszufinden sowie deren Erfolg zu beurteilen.

Viel Spaß beim Bewerten wünscht Ihnen,

Sebastian Socha


2 Antworten zu “Crowdsourcing bei KennstDuEinen”

  1. kledy.de sagt:

    Crowdsourcing – Wieso, weshalb warum?…

    Interessante Informationen und Fragestellungen rund um das Thema Crowdsourcing finden sich im Corporate Blog von KennstDuEinen….

  2. Newsportal HUiP.de sagt:

    Crowdsourcing – Effizentes Community-Management…

    Warum sollte man überhaupt Crowdsourcing betreiben? Wie hängt dieser Aspekt mit dem Community-Management zusammen? Die Antworten findet man im KennstDuEinen Blog….

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